The Cathwalk

Das Onlinemagazin für katholische Lebensart

Schlagwort: Papst Johannes Paul II (Seite 1 von 2)

Stammtisch statt Stuhlkreis!

Die Männer wieder zum Glauben bringen

Hat nicht zum Teil das übertriebene Nachdenken darüber, was man überhaupt noch sagen darf, dazu geführt, dass insbesondere Männer, die eine deutliche Sprache gewohnt sind, überhaupt nicht mehr verstehen, worum es uns geht? Redet man oftmals nur noch über Phrasen und Symbole anstatt über Inhalte?

Ein Kommentar von Markus Lederer

Die pastoralen Angebote in den einzelnen Pfarrgemeinden sind vielschichtig. Es gibt Frauenkränzchen, Seniorenbetreuung, Bibellesekurse für Kinder und Initiativen, die das weibliche Bild der Kirche betonen wollen. Eigens für die Kinder befindet sich oftmals sogar eine Kinderspielecke in manchen Kirchen. So richtig und schön diese Angebotsvielfalt auch ist, fällt erschreckenderweise auf, dass pastorale Angebote für Männer – insbesondere für junge Männer – oftmals nicht vorhanden sind.

Vorschnell könnte man behaupten, dass dies daran liegt, dass junge Männer häufig nicht mehr in die Kirche kommen. Könnte es nicht aber auch mit den einseitigen Angeboten zusammenhängen? Der Bamberger Erzbischof Schick erkannte im Jahre 2012 bereits: „Männer mögen lieber Stammtisch statt Stuhlkreis!“ und forderte, „die Kirche muss die Männer zurückholen.“

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Der Hl. Thomas Moore machte deutlich: „We cannot get to heaven on a featherbed.“ Gemälde von Hans Holbein dem Jüngeren, 1527, in der Frick Collection in New York

Ein erster wichtiger Ansatz könnte sein, eine deutliche Sprache zu sprechen und sich nicht zu unklar, symbolhaft auszudrücken. Der katholische Glaube ist eine enorme Herausforderung und zugleich auch ein Abenteuer. Der Hl. Thomas Moore machte deutlich: „We cannot get to heaven on a featherbed.“

Der große US-amerikanische Country-Sänger Johnny Cash brachte dies ebenfalls auf den Punkt: „Being a Christian isn´t for sissies. It takes a real man to live for God – a lot more than to live for the devil, you know?” Oftmals wird der Glaube so wachsweich dargestellt, dass es zumindest für Jugendliche, welche beispielsweise in einem Sportverein sind, herausforderungslos und langweilig erscheinen muss, Christ zu sein. Den Glauben hat man nicht einfach nach der Firmung, sondern man wird mit ihm nie fertig. Unterfordert man mit allzu soften Angeboten nicht die Jugendlichen?

Sportlich ausgedrückt: „Gib dich nicht mit Mittelmaß zufrieden im Glauben!“ (Hl. Papst Johannes Paul II.) Überall worin ich gut sein möchte, muss ich arbeiten und Einsatz leisten. Klare, unverrückbare Positionen, die selbst noch gelebt werden, waren immer attraktiv und sie sind es auch heute noch.

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#SineDubiis: Weckruf gegen die Erosion des Glaubens

„Wie hältst du es mit dem Papst?“, so lautet die Gretchenfrage. Von Matthias Jean-Marie Schäppi und Friedrich Reusch

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Es ist chic geworden in betont „konservativ-katholischen“ Kreisen, dass man sich über den Heiligen Vater echauffiert. Besonders auf Facebook und in Kommentarspalten katholischer Nachrichtenseiten mutiert manche fromme Seele zusehends zur anti-päpstlichen Stalin-Orgel. Manch ein „gottesfürchtiger“ Kirchgänger sehnt gar unverhohlen den Tod des Pontifex herbei: Sätze wie „zum Glück ist er schon 80 Jahre alt“ sind da zu lesen. Während einige katholische Publizisten Papst Franziskus offen angreifen, verstecken sich andere hinter den als anti-päpstliches Ventil missbrauchten Dubia. Wieder andere verbreiten süffisant und kommentarlos eine Papstschelte Dritter nach der anderen. Mit Verlaub: Wer nun mit rhetorischer Unschuldsmiene auf uns Initiatoren des Weckrufs zugeht und sagt, er wisse gar nichts von einer Kampagne und wer um alles in der Welt damit gemeint sein könnte, der kann uns damit nicht in die Irre führen.

Nachdem unsere Cathwalk-Redaktion die laufende Kampagne gegen den Heiligen Vater monatelang tatenlos mitverfolgt hat, gab es für uns nur zwei Möglichkeiten: Entweder, wir schlagen Martin Luther posthum für den Friedensnobelpreis vor (weil er im Vergleich zu diesen Agitatoren ein Waisenknabe war), oder wir setzen ein deutliches Zeichen der Solidarität mit Papst Franziskus. Selbstprofilierung und moralische Überhöhung sollten nicht länger als Synonyme für eine „besonders“ katholische Haltung wahrgenommen werden, die devot vorgibt, „Sorge für Papst und Lehre“ zu tragen, deren Methode der Kommunikation aber auf ganz andere Motive schließen lässt.

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Weltjugendtag 2019 wird vom 22. bis zum 27. Januar stattfinden

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Nun ist es ist offiziell: Der 34. Weltjugendtag wird vom 22. bis zum 27. Januar 2019 im mittelamerikanischen Panama stattfinden. Das genaue Datum der Jugendveranstaltung wurde am Freitag vom Erzbistum Panama sowie vom Heiligen Stuhl bekannt gegeben.

Das Dikasterium für die Laien, die Familie und das Leben hat die Nachricht zusammen mit einem Foto von Panama-Stadt mit den Worten „Panama erwartet Sie“ auf den sozialen Medien veröffentlicht.

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Schönheit statt Angst und Mittelmaß: Die katholische Kirche braucht dringend Künstler

So schrieb der russische Autor Fjodor Dostojewski in „Dämonen“, einem seiner vier großen Romane. Der russisch-orthodoxe Romancier stimmte einem polnischen römisch-katholischen Papst zu, der ein Jahrhundert später über die Notwendigkeit der katholischen Kirche nach Schönheit und Künstlern, die diese Schönheit erschaffen könnten, schrieb.

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„Die Schönheit ist ein Schlüssel zum Mysterium und ein Ruf nach Transzendenz. Sie ist eine Einladung, unser Leben zu genießen und von unserer Zukunft zu träumen. Deswegen kann die Schönheit der geschaffenen Dinge nie vollständig zufriedenstellen. Sie rüttelt an der versteckten Sehnsucht nach Gott…“, schrieb Papst Johannes Paul II. 1999 in seinem Brief an die Künstler.

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König, Kaiser, Kardinal – eine Wiener Legende

Thomas J. Nagy verfasst zum 110. Geburtstag eine Biographie über Franz König (1905-2004), dem bedeutendsten Kirchenmann der II. Republik

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von Johannes Meiners

Ein großes Leben verdient eine große Würdigung. Dies gelingt Thomas J. Nagy.

Der frühere Wiener Domministrant Nagy trägt eine überzeugende Fülle verschiedener Stimmen zusammen. Auch dazu, dass Franz König „ein begeisterter, leidenschaftlicher Seelsorger [wurde], dem die Jugend besonders am Herzen lag“ (49). Ebenso zeichnet „König, Kaiser, Kardinal“ aus, dass der Biograph am Beginn vieler Abschnitte die Zeitläufte komprimiert und dennoch Wesentliches benennend zu beschreiben weiß. Davon ausgehend bricht er die Geschehnisse hinsichtlich des Wirkens der Hauptfigur herunter.

Franz König, geboren in Warth bei Rabenstein in Niederösterreich, verlor seinen Vater bereits als Sechsjähriger. Der Stiefvater, Johann Kaiser, späterer ÖVP-Landtagsabgeordneter, interessierte sich kaum für ihn. Ständig trieb er ihn zur Arbeit an und behandelte die sechs Kinder aus der ersten Ehe seiner Frau, Franz‘ Mutter, deren Ältester er ist, schlechter als die vier eigenen mit ihr. Dabei sind Franz‘ Schulleistungen exzellent und seine Arbeitsleistungen enorm. Darunter litt König bis ins höchste Alter. Oft wirkte er in sich gekehrt und hatte erhebliche Schwierigkeiten, Gefühle preiszugeben oder Andere zu loben. Der niederösterreichische Stift Melk in Trägerschaft des Benediktinerordens prägte ihn als Teenager in seinem Welt- und Menschenbild, auch für den geistlichen Weg. Schon bald folgten Studienjahre in Rom in der Zwischenkriegszeit. Nagy beschreibt, wie die Studenten angehalten wurden, diszipliniert zu leben und die Zeit möglichst sinnvoll zu nutzen: „Das Zerbrechliche und Vergängliche der Welt und ihrer Menschen prägte ihn zeit seines Lebens“. Der Biograph will überdies den in bedrückender, gefahrenvoller Zeit handelnden Akteuren gerecht werden, ohne „Persilscheine“ auszustellen: „Die katholische Kirche erlebte ein mehrfaches Dilemma, denn durch die [im Jahr 1929 mit dem italienischen Machthaber Mussolini geschlossenen] Lateranverträge hatte der Vatikan seine Souveränität zwar wiedererlangt, doch Gräueltaten des nationalsozialistischen Regimes (…) können dem Heiligen Stuhl nicht verborgen geblieben sein.“ Unmissverständlich erklärt Nagy: „Die Vertreter der katholischen Kirche hatten jahrelang mit den Austrofaschisten sympathisiert und kollaboriert, hofften sie doch, durch die (…) Neuordnung verlorengegangenes Ansehen und Machtzurückzuerhalten.“ Über Jahre hinweg wurde der  talentierte, leidenschaftliche Lehrer und respektierte Kaplan von der Gestapo observiert. Insbesondere die Jugendlichen und die Frauen, deren Männer an der Front standen, wollte er unterstützen. Erst vehementes Insistieren des Papst Pius‘ XII. Ende 1955 ließ ihn einwilligen, aus St. Pölten nach Wien zu wechseln. Österreichs bei weitem wichtigste Diözese, mit dem Stephansdom (Steffl) als Herz, leitete König von 1956 bis 1985. Erst mit 80 legte er das Amt zurück – ohne auf die Erlaubnis aus Rom zu warten.

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