The Cathwalk

Das Onlinemagazin für katholische Lebensart

Schlagwort: Franz von Sales

Franz von Sales: Anleitung zum frommen Schreiben

franz_von_salesHeute ist der Gedenktag von Franz von Sales, der am 26. Januar 1923 von Papst Pius XI. zum Patron der Schriftsteller und Journalisten ernannt wurde. Sein Leben ist geprägt von Glauben, Wahrheitssuche und der Liebe zum Schreiben.

von Josef Jung

Ihr [werdet] die Wahrheit erkennen und die Wahrheit wird euch befreien“

Franz von Sales wurde 1567 geboren und machte schon früh Bekanntschaft mit dem Calvinismus sowie der damit verbundenen der Lehre der doppelten Prädestination, also der Vorstellung, dass man von Geburt an zum Himmel oder zur Hölle vorherbestimmt sei. Diese Lehre machte ihm sehr zu schaffen und zeitweise sah er sich selbst im Lager der Verdammten. Im Alter von 20 Jahren vertraue er sich Gott an und befreite sich von der calvinistischen Prädestinationslehre. Er erkannte, dass Gott in Wahrheit die Liebe ist, vertraute ihm sein Leben an entwickelte ein neues, lebensbejahendes Menschenbild.

Publizieren zur Ehre Gottes

Franz von Sales studierte schließlich Theologie und wurde 1593 er zum Priester geweiht. Aus seiner Auseinandersetzung mit dem Calvinismus ging 1600 seine Schrift „Défense de l’Estendart de la Sainte Croix“, Verteidigung der Fahne des heiligen Kreuzes hervor. Diese diente der Rekatholisierung und war so erfolgreich, dass er zum Koadjutor des Bischof von Genf-Annecy und 1602 sogar selbst zum Bischof der Diözese geweiht wurde.

Das Schreiben sollte fortan sein ganzes Leben begleiten. Zunächst in französischer Sprache, erschienen u.a. 1608 sein Hauptwerk „Anleitung zum frommen Leben“ („Philothea“), 1616 „Abhandlung über die Liebe Gottes („Theotimus“), dann postum u.a. 1629 „Die wahren spirituellen Gespräche“ und 1641 ausgewählte Predigten.

2401franz_von_sales

Im Leben und Schreiben ganz Gott gewidmet

Franz von Sales Leben war getragen vom Glauben an die Liebe und Wahrheit Gottes. Er setzte seine ganze Kraft dafür ein, diese in Wort und Schrift zu verkünden. Er verzehrte sich so in Arbeit, dass er 1622, im Alter von nur 55 Jahren, auf der Rückreise von Avignon nach Lyon erschöpft an einem Schlaganfall starb. Er wurde am 18.12. 1661 selig- und am 19.4. 1665 heiliggesprochen. Doch mit seinem Tod war sein Wirken nicht zu Ende. Seine Schriften beeinflussten und inspirierten die französische Mystik des 17. Jahrhunderts.

Obwohl er selbst rastlos zu arbeiten schien, gab er uns einen Rat mit, der Beachtung verdient:

„Hab Geduld mit allen Dingen, aber besonders mit dir selbst.“

Dieser Artikel wurde bereits 0 mal geteilt. Nun bist Du gefragt:

Teile diesen Artikel jetzt!

Cath-Talk

von Quintus N. Sachs

shure_mikrofon_55s„Alles was in der Zeitung steht, ist kein Evangelium“, sagte mein Vater mir manchmal als Antwort, wenn ich etwas behauptete, weil es in der Zeitung stand. „Unser Herrgott hat fremde Kostgänger“, sagte meine Mutter, wenn ich mich wunderte über fremde Kleidung oder Benehmen von anderen Menschen. „Bete mal drei Ave Maria, dann geht’s dir bald besser“, meinte meine Großmutter. „Der Jung, der guckt mit den Augen zu und betet zu Gott, daß er bloß nix findet!“ Das sagte mein Großvater, wenn ich etwas holen sollte und es nicht fand. Schlug mein Onkel sich mit dem Hammer auf den Daumen und benutzte dann Fluchwörter, so hieß es bei meinem Großvater, „er betet das Vaterunser rückwärts“. Für mich – damals – normale Sprüche. Ich kenne sie, ich benutze sie, wenn’s mir in den Kram passt. Ich kenne sie von diesen vier katholischen Vorfahren, habe sie jedoch noch nie irgendwo gelesen.

Erst studierte ich Pädagogik, später einige Jahre Theologie. Dort hörte ich während einer Vorlesung den Professor behaupten, Katholiken sagen „ich habe meine Zweifel“, doch Protestanten sagen „ich habe meinen Zweifel“. Anscheinend kennen Protestanten nur eine Form des Zweifels. In alten Büchern kann man immer wieder lesen, dass viele gestorbene Katholiken genannt werden mit vor dem Namen den Hinweis „selige(r)“, „heilige(r)“. Auch die Liturgie, die bei den Orthodoxen Kirchen „göttlich“ genannt wird, heißt in alten Büchern „heilig“; heilige Messe. Seit Jahren vermute ich, dass ein Grund weshalb nach Vat II der Respekt von Katholiken für viele Inhalte der von Jesus Christus gegründeten Kirche verringert ist, dass wir seit Jahrzehnten dieses Wort vermeiden, ja fast vergessen haben. Heilige Schrift, Heilige Messe, Unsere Liebe Frau, Mutter Gottes Maria, Sankt Joseph, die heiligen Dreikönige – sie werden jetzt in einer lässigen Sprache bezeichnet als Bibel, Messe, Maria, Joseph, die Weisen.

weiterlesen

Dieser Artikel wurde bereits 0 mal geteilt. Nun bist Du gefragt:

Teile diesen Artikel jetzt!

Was ist eigentlich Demut? – Gehorsam und Dienst nach Vorschrift?

weiterlesen

Dieser Artikel wurde bereits 0 mal geteilt. Nun bist Du gefragt:

Teile diesen Artikel jetzt!

Franz von Sales

Von Daniel Stewart

Franz_von_SalesDer hl. Franz von Sales (* 21. August 1567 auf Burg Sales, Thorens-Glières; † 28. Dezember 1622), ist ein Kirchenvater und war einer der größten Evangelisten und kräftigsten Bekenner während der Gegenreformation. Seine Schriften über die katholische Spiritualität inspirieren noch heute die Gläubigen und seine Worte überdauern die  Jahrhunderte. Es gab jedoch eine Zeit, da war der hl. Franz völlig gelähmt von Zweifel und Furcht.

Als junger Mann and der Pariser Universität, begann Franziskus Diskussionen und Debatten sich anzuhören über die Prädestination und die Heilsnatur. Das war während des späten 16. Jahrhunderts. Damals verschlang der Kalvinismus große Teile des westlichen Christentums. Einige der strengeren Interpretationen der Prädestination brachten den jungen Franziskus ins Schwanken und er fing an, seine Erlösung anzuzweifeln. Aus der Überzeugung heraus, einer der Verfluchten zu sein, empfand er tiefen Kummer. Er fiel in eine tiefe Depression und war sogar ein Zeit lang bettlegerig.

weiterlesen

Dieser Artikel wurde bereits 0 mal geteilt. Nun bist Du gefragt:

Teile diesen Artikel jetzt!

„Lachende Heilige und Heilige zum Lachen“

Der hl. Philipp NeriPhilipp Neri

Als Jugendlicher im Internat kam er oft zu spät. Einmal fand er nicht aus dem Bett … und sein Erzieher ermahnte ihn: „Wenn es läutet, stell dir vor, du bist im Fegefeuer und Gott ruft dich …“ Am nächsten Tag war er wieder verspätet und seinem Präfekten erklärte er das so: „Ja, ich dachte an das Fegefeuer. Dann aber sagte ich zu mir selbst: Du hast schon so viele Dummheiten gemacht, Du musst wohl länger im Fegefeuer bleiben – und da bin ich liegen geblieben …“

Einmal wurde der Heilige gerufen: Er sollte prüfen, ob eine bestimmte Schwester, die im Ruf der Heiligkeit stand, wirklich heilig sei. Die Aufgabe löste er so: Er wartete einen Tag ab, an dem es stark regnete. Dann ging er, durch Schmutz und Schlamm stapfend, zum Kloster, ließ die betreffende Schwester rufen und bat sie, ihm seine Schuhe zu säubern. Die „Heilige“ lehnte empört ab … Lächelnd ging Philipp Neri wieder nach Hause.

weiterlesen

Dieser Artikel wurde bereits 0 mal geteilt. Nun bist Du gefragt:

Teile diesen Artikel jetzt!

The Cathwalk ist eine Marke der Cathwalk-Mediengruppe