The Cathwalk

Das Onlinemagazin für katholische Lebensart

Game of Thrones

Tolkiens Werk, Martins Beitrag und der machiavellistische Zeitgeist

Von Marco F. Gallina

Man muss nicht HBO schauen, oder die Bücher aus der Hand von George R. R. Martin lesen, um vom Phänomen „Game of Thrones“ gehört zu haben. Es reicht bereits, auf dem eigenen – eher mittelmäßigen – Email-Anbieter mit Nachrichten darüber torpediert zu werden, was in der neuen Staffel rund um Martins Fantasy-Welt geschieht. Ach was, Email-Anbieter – selbst die einst ehrwürdige FAZ spekuliert, was als nächstes im Kampf um jenen Eisernen Thron geschieht, um den sich die Völker, Familien und Adligen von Westeros streiten.

Martins Version des phantastischen Mittelalters handelt von politischen Ränkespielen, Bastardsöhnen, Drachen – und viel nackter Haut. Viel, viel nackter Haut und ausgelebten sexuellen Phantasien, die das Barbarische und Animalische, kurz: das Triebhafte und Primitive im Menschen ebenso ins Extreme ziehen wie es Neid, Habgier und Mord auf einer anderen Ebene exerzieren. Unter Verwandten wird gestritten, gehasst, gemordet – und sogar der gemeinsame Koitus ausgeübt.

Die Crux in Westeros besteht darin, dass, weil nahezu jeder Charakter seine Schattenseiten hat, ein jeder auch dem völlig Zügellosen und Bösen verfällt, wenn es seinen Zielen dienlich ist. Die Noblen, die Aufrechten, die Ehrenhaften und Treuen sind die ersten, die sterben. Martin schreckt nicht davor zurück, beliebte Charaktere für eine gute Story zu opfern. Er ist dabei nicht minder kalt als seine Protagonisten, die im Kampf um die Macht über Leichen gehen. Ein großer Teil der Faszination von Martins Werk liegt darin, dass es völlig unberechenbar erscheint. Hauptcharaktere sterben plötzlich. Neue Helden, neue Antagonisten treten auf. Die erfolgreichsten Charaktere wechseln im richtigen Moment die Seiten oder ändern ihre Prioritäten – weshalb es weiter unmöglich bleibt, abzusehen, was als nächstes kommt.

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Wiesn- und Volksfestsaison

Wie Sie im Dirndl eine gute Figur machen – eine vollständige Anleitung

Die Wiesn- und Volksfestsaison ist da und so mancher in bayerischen Landen weilende Preiß wird plötzlich dessen gewahr, dass er sich nicht im Besitze einer Tracht befindet.

Dirndln in verschiedenen Farben und Formen | Von Florian Schott – Eigenes Photo, mit freundlicher Genehmigung aller abgebildeten Personen., CC BY-SA 3.0

von Franziska Holzfurtner 

Nicht weiter schlimm, denn es ist vollkommen in Ordnung, derlei Festivitäten in alltäglicher Kleidung zu besuchen. Auch der Bayer tut dies, um seinen feinen Zwirn zu schonen. Ein „gescheites“ Dirndl verzeichnet Preise im dreistelligen Bereich. Sie wollen Ihr Dirndl ja auch nicht bloß für die Wiesn, oder? Sonst ist es nämlich nur ein Faschingskostüm und dann brauchen Sie eigentlich gar keins. Ihnen fehlt die Einstellung, das Commitment. Und dieses mangelnde Bewusstsein wird man Ihnen auch ansehen, da kann nicht einmal ich helfen. Ein Affe in einem Talar ist ja auch kein Pfarrer. Aber wenn Sie ein richtiges Dirndl wollen, dann sind Sie bei meinem vollständigen und erschöpfenden Regelwerk für Anfänger genau richtig. Anfänger deshalb, weil Regeln da sind, um gebrochen zu werden. Aber halt nicht von Anfängern.

Was ist ein Dirndl und zu welchen Anlässen kann ich es sonst noch tragen?

Das Dirndl ist nicht das Gewand, in dem die Bajuwarin seit 2000 Jahren durch die schwüle Hitze der Filze stapft. Es ist eine Phantasieschöpfung, die sich die süddeutsche Oberschicht im 19. Jahrhundert anhand der Bekleidung von Bauern und Dienstboten ausgedacht hat.

Es ist also ein Kunstprodukt, eine romantische Projektion des Landlebens. Es hat auch wenig mit den „richtigen“ Trachten zu tun, wie sie in den Trachtenvereinen gepflegt werden. Auch die Mode, das Dirndl auf der Wiesn zu tragen ist verhältnismäßig neu. Meine Großmutter, eine waschechte Münchnerin von Geburt, wunderte sich jedenfalls in den 90gern über all die Dirndl, die wieder zu sehen waren.

Man trägt ein Dirndl auch zu Vereins- und Familienfeiern, zur Kirche, auf Hochzeiten, ins Theater, Konzert oder Oper und immer, wenn einem „ums Verrecken“ nichts besseres einfällt. Ein richtiges Dirndl ist NIE deplatziert. When in doubt, Dirndl. Als Begleiter in allen Lebenslagen wird es der Trägerin zu zweiten Haut und zum Panzer. Es ist der zweit-natürlichste Zustand nach nackt. Und deshalb müssen Sie sich beim Kauf viel, viel Zeit lassen und darüber meditieren, ob dieses Kleid die Hülle für Ihr bayerisches Selbst werden könnte. Das ist der Schlüssel dazu, darin nicht auszusehen, wie ein Affe in einem Talar.

Otto Kirberg Mädchen in Festtagstracht, Source/Photographer dorotheum.com

Schnitte, Stoffe, Farben

Der Stoff des Dirndls verleiht ihm seinen Charakter. Seit einigen Jahren gibt es Stoffe, die eine glänzende Oberfläche und Stickereien aufweisen. Solche Modelle sind freilich eher für die festlicheren Anlässe geeignet und müssen sehr sorgfältig kombiniert werden, weil sie sonst billig und überkandidelt wirken. Schnell sieht man aus wie Giulia Siegel im Käferzelt.

Auf der sicheren Seite ist man bei Leinen- und Baumwollstoffen mit klassischen Trachtenmustern, wie Streublumen oder Punkten in gedeckten Farben, die sich einfacher kombinieren lassen.

Karos sind übrigens kein klassisches Trachtenmuster, auch nicht auf Trachtenhemden für Herren. Wie wir sehen werden, ist die Idee, dass Dirndl irgendwie „grob“ und „ländlich“ sein müssen ins Gehirn Vieler eingebrannt, dabei ist das Dirndl eben gerade nicht grob und ländlich, sondern ebenso wie die echte Tracht ein Festtagskleid. Ebenso, wie der Bayer eigentlich nicht grob und ländlich ist. Aber das nur am Rande.

Sollten Sie eine verblühte 80ger-Schönheit sein, die sich „Jackie“ nennen lässt und eine Kneipe in Eching betreibt, ist Landhausmode auch eine Option. Wenn nicht, vermeiden sie alles aus grobem Leinen bzw. Baumwollstoff, Edelweiß-Aufnäher, alles was schulterfrei ist und alle klobigen Hirschhornknöpfe, sowie alles, was irgendwie nach „Mittelalterfestival“ aussieht.

Das Leiberl

Das Oberteil des Dirndls nennt man Leiberl (sprich „Leibal“ — ohne das „r“). Frauen mit wenig Busen können ein hochgeschlossenes Dirndl in Erwägung ziehen. Das verleiht einen mädchenhaften und altmodischen Charme und nötigen nicht jeden, sein ungedecktes Defizit oder welkes Dekolletee zu präsentieren, so er dies nicht wünscht. So er dies wünscht, sei er von mir dazu ermutigt.

Das Mieder sollte ein Futter haben und kann mit Stäbchen gearbeitet sein.

Klassisch schließt man das Leiberl mit Haken oder Knöpfen, wenn es geschnürt ist sind dazu Silberkette oder schmale Kordeln zu verwenden. Ein Reißverschluss ist keine Schande, aber er ist auch keine Zierde und deshalb sollte er verdeckt, eben nicht zu sehen sein. Besonders nicht auf angeblich patriotischen Bundestagswahlplakaten.

Ein Ausschnitt sollte zumindest so weit herauf reichen, dass das untere Viertel der Brust bedeckt ist.

Ein gut sitzendes Dirndl sollte sich anfühlen, wie eine Wursthaut. Für die Dirndl-Novizin vielleicht etwas ungewohnt eng, aber keine Sorge, es hat eher einen stützenden Effekt als einen einengenden. Es sollte keine Falten werfen und nicht drücken. Es sollte Ihre Brust von unten anheben, von den Seiten umspannen und leicht zusammen-, aber nicht plattdrücken. Auch unterhalb der Brust sollte es keine Falten ziehen (dann ist es zu groß), die Träger sollten anliegen.

Der Rock

Für den Rock gibt es drei Qualitätsmerkmale: Erstens muss es viel Stoff sein, das heißt, er muss gerafft genäht sein und am Saum in sanfte Wellen fallen. Zweitens darf er nicht leicht knittern. Drittens muss er lang genug sein, das heißt Ihre Knie sollten nicht zu sehen sein. Egal, wie schön sie sind. Bitte denken Sie daran, dass ja ihr halber Busen schon entblößt ist und ein Dirndl verführerisch sein soll, nicht „sexy“, wie man allenthalben lesen kann, denn an einem Dirndl ist nichts Rohes oder Provokantes. Alles zwischen Knie und Knöchel ist denkbar und letztlich eine Frage des Geschmacks.

Ein Unterrock hilft dem Rock, die Form zu halten. Ob er unsichtbar bleiben soll oder ob die Spitzen unter dem Rock hervorlugen sollen ist Geschmackssache.

Bluse

Ein Dirndl ohne Ärmel braucht eine Bluse und besagte Bluse sollte am Ausschnitt, am Kragen und an den Armen unter dem Dirndl hervorstehen. Die Grundregel ist, dass das Mieder nirgends direkt an ihre Haut angrenzen darf. Sie sind, wir erinnern uns, nicht Giulia Siegel!

Die Bluse sollte demnach Ihre Schultern bedecken, weil, falls es Ihnen entfallen ist, Ihr halber Busen nackt ist. Irgendwann ist dann auch mal gut mit nackig.

Weiß sollte sie sein, höchstens Elfenbein. Nennen Sie es von mir aus faschistoid, aber rosa, hellblau, hell-lila Blusen sind das letzte und schwarze Blusen das allerallerletzte. Denken Sie an Giulia Siegel (oder lieber nicht).

Unterschiedlich lange Ärmel, Spitzenbesatz und verschieden tiefe Ausschnitte (bis hin zum hochgeschlossenen Exemplar mit Stehkragen) machen das Dirndl bereit für verschiedene Anlässe, Altersgruppen und Jahreszeiten. Daher lieber gleich mehrere kaufen.

Schürzen

Schürzen werden auf dem Leiberl direkt über dem Rock gebunden und sollten mindestens 4 cm oberhalb des Rocksaums, maximal 1 1/2 Hand breit darüber enden.

Mit der Schürze kann man den Stil des Dirndls variieren. Teure Stoffe und Spitze machen auch ein schlichtes Baumwolldirndl edel, eine unifarbene Baumwollschürze lässt ein aufwändig gemustertes Dirndl schlichter wirken. Ansonsten sind sämtliche bekannten Kombinationstechniken – vom Colorblocking, über Textur- und Musterkombinationen denkbar. Wenn Sie einen Ort suchen, um Ihre modische Kreativität auszutoben, ist die Schürze der ideale Kanal dafür.

Im Laufe der Jahre hat sich für die Schleife folgender Code durchgesetzt: verheiratete oder fest liierte Frauen binden ihre Schleife von ihnen aus auf der rechten, ledige Frauen binden sie auf der linken Seite. Alles andere ist, mit Verlaub, Dummfug.

Schuhe

Traditionell trägt man Schnallen- oder Haferlschuhe, aber jeder schlichte dunkelbraune, dunkelblaue oder schwarze geschlossene Glattlederschuh, hoch oder flach, unterstreicht eine klassische Ausstrahlung.

Wackelkandidaten sind Sandaletten und bunte Ballerinas oder Pumps. Im Zweifelsfall tragen Sie etwas, das einen Hauch 19. Jahrhundert versprüht, beispielsweise im Winter zierliche Knopf- oder Schnürstiefel.

Wanderstiefel nur, wenn Sie tatsächlich auch wandern, denn das ist wiederum ein auf den Ideen „grob“ und „ländlich“ basierendes Missverständnis.

Sneakers, Römersandalen, Flip Flops, Trecking-Sandalen, Halbschuhe, Reiterstiefel, Halbstiefel, Wedges, Espadrilles, Stilettos, Crocks, Chucks, Clogs und welche abartige Idee Sie auch sonst noch haben könnten: Nur, wenn Sie unter 15, fußkrank oder Kellnerin sind.

Strümpfe

Hautfarbene Strümpfe oder weiße Strickstrümpfe. Keine dicken weißen Kniestrümpfe oder Stulpen. Das ist wieder ein grobes Missverständnis in grobem Strick. Kein Schwarz, keine Farben, keine Muster.

Hüte und Frisuren

Im Sommer eventuell ein wertigen (!) femininen (!) Strohhut, im Winter Trachtenhüte in gedeckten Farben. Der Hut sollte nicht vom Dirndl ablenken. Es gibt übrigens kein Gesetz, welches das Tragen von Flechtfrisuren vorschreibt. Auch keines dagegen.

Schmuck und Brusttuch

Trachtenschmuck ist meist aus Silber und sollte sich diametral zum Kleid verhalten: Aufwändiges Dirndl: schlichter Schmuck. Schlichtes Dirndl: aufwändiges Collier. Greller Modeschmuck, am schlimmsten mit großen Edelweiß- oder Herzanhängern wirkt abgeschmackt. Wer nicht so tief in die Tasche greifen will, kann sich ein einfaches dunkles Samt-Kropfband kaufen (derzeit als „Choker“ überall zu erwerben).

Brusttücher werden dreieckig gefaltet und um die Schultern gehängt. Die Zipfel, die vorne herabhängen werden unter die Träger geschoben, oder, wenn die Brust vor Kälte oder Blicken geschützt werden soll, überkreuzt und vorne ins Mieder gesteckt.

Jacken

Gedeckte, einfarbige Strickjacken die maximal bis zur Hälfte des Pos reichen. Wer tiefer in die Tasche greifen möchte, kann sich einen „Janker“ aus Strick oder Loden kaufen. Tailliert geschnittene Modelle, Schößchen und/oder solche mit militärischer Optik und Metallknöpfen wirken edel, Strickjacken eher alltagstauglich. Wer auf gar keinen Fall ein Kleid anziehen möchte, kann übrigens einen Janker zu einer weißen Bluse tragen. Dazu Stoffhosen, ein kleines Halstuch und Sie sehen nach Münchner Geldadel aus und nicht wie Verona Pooth (in Lederhosen. Das macht nicht mal Giulia Siegel).

*Der Spitzfindige wird mich jetzt zurechtweisen, dass es „Dirndlkleid“ heißt, weil das „Dirndl“ das ist, was im Kleid drin steckt. Lieber Spitzfindiger, haben Sie zu viel Zeit? Und wann haben Sie das letzte mal „Dirndl“ zu einem Deandl gesagt?

Franziska Holzfurtner betreibt den Blog Gardinenpredigerin, auf dem sie versucht, liberale, katholische und religionswissenschaftliche Perspektiven zusammenzubringen. Seit diesem Jahr arbeitet sie an ihrer Promotion in Religionswissenschaft.

Der Artikel oder Teile daraus können nach Absprache mit der Redaktion und entsprechender Quellenangabe gerne weiterveröffentlicht werden. Kontaktieren Sie dazu bitte: Matthias Jean-Marie Schäppi 

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Mediennetzwerks Pontifex

7 Tipps für den Umgang mit Medien und Kommunikationsmitteln

(CNA Deutsch) Die Nachrichtenmedien sind voll wichtiger Informationen und wissenswerter Neuigkeiten. Doch manche Medien setzen auch falsche Prioritäten und manipulieren dreist die öffentliche Meinung. Was tun?

Journalisten im Einsatz
Foto: Pixabay

Hier sind sieben wertvolle Tipps zum Umgang mit den Medien:

  1. Reduziere deinen Medienkonsum auf das, was wirklich wichtig ist: Überdenke welche Medien Du wie oft ansiehst. Überlege dann, was davon wirklich wichtig ist für Dich. Versuche ganz konkret etwas davon zu streichen bei dem Du merkst, dass es keinen guten Einfluss auf Deine Gedanken hat – Du wirst merken, es fehlt Dir nicht.
  2. Überlege Dir, was genau das Ziel oder die Ziele Deines Umgangs mit Nachrichten sind. Geht es darum informiert zu sein – wenn ja, wozu genau? Wenn es nur um Unterhaltung geht, vielleicht gibt es auch Dinge, die dich nicht nach unten, sondern nach oben ziehen? Wähle das was Du liest nach diesen Zielen bewusst aus.
  3. Wenn Du Dich über etwas ärgerst, dann klage nicht sondern handle – und fang bei Dir an! Klar, gerade wenn es um große politische Fragen geht oder Ereignisse, die nicht in unserer Reichweite sind, scheinen uns die Hände gebunden. Aber überleg mal, was dahinter steckt – was sind die menschlichen Schwächen und Fehler, die zu solchen Taten und Ereignissen führen konnten. Suche, ob ein Kern dieser Schwäche auch in Dir steckt. Wenn ja – bekämpfe ihn.
  4. Wenn Dir die Hände gebunden sind – falte sie! Egal was da draußen vor sich geht, Du kannst immer etwas tun. Wenn Gott allmächtig ist, dann hat er Macht über alles. Also glaube und bete. Er richtet es – immer. Bete bei jeder schlechten Nachricht für die Opfer und die Täter, die in dieses Ereignis verwickelt sind. Gewöhn Dir an, dass dies Deine erste Reaktion wird.
  5. Wenn Du merkst, dass Du in Resignation versinkst – hol dir Hilfe! Resignation, Apathie und Angst sind die schlechtmöglichsten Reaktionen. Es schadet Dir immer. Sprich mit anderen darüber – mit guten Freunden oder einem Geistlichen. Gemeinsam ist es leichter, mutig und froh zu bleiben. Hol Dir vor allem auch Hilfe bei den Heiligen. Bitte den Heiligen Philipp Neri um die Freude, Ignatius um die Kraft, weiterzumachen oder kleine Therese um die Kraft, auch in Schmerzen der Liebe Christi zu vertrauen. Die helfen Dir bei Gott. Absolut sicher.
  6. Konsumiere Medien bewusst zur eigenen Stärkung: Überlege welche Medien Du nutzen kannst, um gute und aufbauende Nachrichten zu erhalten. Es gibt auch Nachrichten, die Mut machen. Versuche ganz bewusst nach diesen auf der Suche zu sein. Recherchiere im Internet auch nach christlichen Medien, die Dir auf dem christlichen Weg helfen können – es gibt mehr, als man denkt.
  7. Nutze die Medien für das Reich Gottes! Es gab niemals so grandiose Möglichkeiten für jeden einzelnen, mit sehr wenig Aufwand, öffentlich aktiv zu werden. Als Christen kennen wir die Botschaft, die die Kraft hat, jeden Menschen WIRKLICH glücklich zu machen. Wir müssen sie einfach überall verkünden. Stell Dir eine Welt vor, in der jeder in dem Bewusstsein der Liebe Christi leben kann. Dann helfe mit, sie zu bauen. Man muss sich keine Illusionen darüber machen, wie das erstmal auf andere wirkt. Die Botschaft des Christentums ist keine leichte Kost. Sie fordert viel vom Menschen, manchmal übermenschlich viel – aber wir erhalten auch alles, was wir dafür brauchen. Folge immer der Reihenfolge: Beten, Nachdenken, Handeln, Beten.
Reinhild Elisabeth Rössler ist Vorsitzende des Mediennetzwerks Pontifex.
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Film über Benedikt und Franziskus

Netflix macht Anthony Hopkins zum Papst

Nach einer Serie über Jesus Christus findet der Streamingdienst Netflix sein nächstes christliches Unterhaltungsprojekt: Im Spielfilm „Der Papst“ wird Anthony Hopkins Papst Benedikt spielen.

Hollywoodlegende Anthony Hopkins, vor allem bekannt als Kannibale Dr. Hannibal Lecter in „Das Schweigen der Lämmer“, soll Papst Benedikt spielen
Foto: gdcgraphics, Wikipedia / RUNKKU pelle, flickr | CC BY-SA 2.0

Der Streamingdienst Netflix produziert den Film „Der Papst“, der sich um die Beziehung zwischen Papst Benedikt XVI. und Papst Franziskus dreht. Wie die Filmseite Deadline Hollywood berichtet, soll Anthony Hopkins („Das Schweigen der Lämmer“, „Thor“) Papst Benedikt spielen. Papst Franziskus wiederum werde von dem „Game of Thrones“-Darsteller Jonathan Pryce gespielt. Als Regisseur hat Netflix den Brasilianer Fernando Meirelles („City of God“) verpflichtet.

Der Film, dessen Drehbeginn in diesem November in Argentinien geplant ist, basiert auf dem Bühnenstück von Anthony McCarten. Der oscarnominierte Drehbuchschreiber McCarten („Die Entdeckung der Unendlichkeit“) hat bereits die Vorlage für „Der Papst“ fertiggestellt. Im Frühjahr hatte Netflix die Serie „Messiah“ angekündigt, die Jesus Christus auf die Erde zurückkehren lässt, um die Menschen auf die bevorstehende Apokalypse vorzubereiten.

Im Mittelpunkt der Geschichte des neuen Netflix-Films steht die Wahl von Papst Benedikt und dessen Rücktritt. Das öffnete die Tür für den Argentinier Jorge Mario Bergoglio, welcher der ersten Jesuiten-Papst überhaupt und der erste Papst seit dem 8. Jahrhundert wurde, der nicht aus Europa kam. Es gehe um den Übergang von Papst Benedikt zum ehemaligen argentinischen Kardinal. Dessen „Aufopferung für die Armen habe ihn zu einer Lichtgestalt der Toleranz und des Wandels“ gemacht, heißt es in der Pressemitteilung. Der Film soll die Visionen der beiden Päpste miteinander vergleichen und dabei ihre biografischen Prägungen untersuchen. (pro)

Von: mm / Christliches Medienmagazin pro | www.pro-medienmagazin.de 

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Filmkritik

The Circle

Eine Filmkritik von Dr. José García

Vor etwa drei Jahren stand der Roman „Der Circle“ von Dave Eggers wochenlang auf Platz eins der „Spiegel“-Bestseller-Liste. „The Circle“ heißt ein Internet-Konzern, der als eine Art Zusammenschluss von Google, Apple, Facebook, Twitter und YouTube für absolute Transparenz eintritt: „Wenn du Circle-Tools benutzen wolltest, und es waren die besten Tools, die dominantesten und omnipräsent und gratis, musstest du das als du selbst tun, als dein wahres Selbst, als dein TruYou. Die Ära der falschen Identitäten, des Identitätsdiebstahls, der mehrfachen Benutzernamen, komplizierten Passwörter und Zahlungssysteme war vorüber. Jedes Mal, wenn du irgendwas sehen, irgendwas benutzen, irgendwas kommentieren oder irgendwas kaufen wolltest, genügte ein Button, ein Konto, alles war miteinander verknüpft und rückverfolgbar und simpel, und alles funktionierte per Handy oder Laptop, Tablet oder Netzhaut.“

Das Credo dieser omnipräsenten Firma namens „Circle“: Wenn die Menschen keine Geheimnisse mehr haben, wenn sie alles miteinander teilen, wird es keine Verbrechen mehr geben. Dafür bleibt alles, was gesprochen, geschrieben und fotografiert wird, in der „Cloud“: „Wir löschen nicht.“ Das Unternehmensprinzip „Teilen ist Heilen“ bedeutet aber auch, dass das Private verschwindet, dass das Individuum nur noch Teil einer Gemeinschaft ist, die sich immer mehr ausbreitet. Damit bietet Dave Eggers die dystopische Vision einer mit totalitärem Gehabe in die Politik eingreifenden und das Leben aller Bürger bis in jeden Winkel bestimmenden Firma, in der immer wieder von Gemeinschaft, aber nie von Freiheit die Rede ist. Eggers´ Roman rief kontroverse Reaktionen hervor: Die einen warfen ihm vor, gegen Internet-Firmen pauschal zu polemisieren. Die anderen lobten die dystopische Vision als Mahnung an eine Gesellschaft, die sich den „Sozialnetzwerken“ immer mehr verschreibt. Von der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ beispielsweise wurde „Der Circle“ als „der Roman unserer Epoche“ gefeiert. Eine Verfilmung war deshalb nur eine Frage der Zeit. Der Film, der auch in Deutschland unter dem Originaltitel „The Circle“ das Licht des Kinos erblickt, beginnt vielversprechend: Mae (Emma Watson) hat einen grauen Job in einer ebenso grauen Versicherungsfirma, als sie plötzlich durch die Vermittlung einer Freundin zu einem Vorstellungsgespräch bei der angesagtesten Internet-Firma überhaupt, dem „Circle“, eingeladen wird. Der Gegensatz zwischen einer traditionellen Welt, in der junge Menschen kaum eine Zukunftschance bekommen, und der schönen, neuen Internet-Welt, die ihnen unbegrenzte Entwicklungsmöglichkeiten bietet, wird durch Seitenhiebe gegen das amerikanische Gesundheitssystem ergänzt. Denn die Behandlungskosten für Maes schwerkranken Vater (Bill Paxton) werden von der Versicherung nicht gedeckt. Der „Circle“ übernimmt hingegen alle Kosten der modernsten Behandlung.

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Theologie des Leibes

Liebst du schon – oder gebrauchst du noch?

 

Eine durchaus provokante Frage – wer stellt diese, und noch viel spannender, wie soll man darauf antworten? Fragen zur Liebe, zur persönlichen Sexualität sind meistens „heiße Eisen“. Aber warum ist das heute noch heiß, wenn wir doch so aufgeklärt sind wie noch nie in der Geschichte der Menschheit!?

von Christian Schallauer

Liebst du schon – oder gebrauchst du noch? | Quelle: Pixabay, CC0 Creative Commons

Sex – what else?

Dieses Thema ist so alt wie die Menschheit selbst. Kaum ein Begriff wird von Medien, Kultur und Wirtschaft mehr verwendet und benutzt als Sex. Es braucht heutzutage fast eine Anstrengung, ja, eine bewusste Entscheidung, um durch einen „normalen Wochentag“ zu kommen, ohne nicht in irgendeiner Form mit dem Thema in Berührung zu kommen, um nicht zu sagen, davon vereinnahmt zu werden!

Beispiel gefällig? Ich bin nach einem 13-Stunden-Arbeitstag endlich Zuhause. Nach der ersehnten Dusche bekämpfe ich meinen „Unterhopfen“ mit einem Bierchen. Zur Entspannung will ich mir noch die Zusammenfassung der tagsüber gefahrenen „Tour de France“-Etappe ansehen. Um 22.15 Uhr, beim ersten Werbeblock lädt mich eine sehr spärlich bekleidete, vollbusige Dame zu einem erotischen Abenteuer ein, denn dadurch würden meine Träume wahr! Ich bräuchte dafür nur die eingeblendete Webseite aufrufen. Nichts für mich. Denn erstens wollte ich nur ein paar verrückte Typen am Rennrad sehen, zweitens finden meine erotischen Abenteuer mit der Ehefrau im Ehebett real statt und drittens: Warum um alles in der Welt soll unser 170-m2-Einfamilienhaus mit Keller, Hobbyraum, Wintergarten, Kachelofen, Doppelgarage und Garten inklusive Naturschwimmteich auf einem Sexportal zu finden sein?

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Mediennetzwerk Pontifex

Die Kunst des Glaubens

Seit dem Frühjahr veröffentlicht das Mediennetzwerk Pontifex auf seiner Facebook-Seite unter dem Hashtag #KunstdesGlaubens sehenswerte Kunst-Vlogs. Die Kunstkritikerin Theresa Wagener legt dabei besonderen Wert auf den historisch-gesellschaftlichen Kontext und die Symbolik von Werken christlicher Meister. The Cathwalk empfiehlt: Anschauen 😉  

In einer Eigenbeschreibung von Pontifex heißt es:

‚Bilder sagen mehr als Worte‘ – und gerade bei so komplexen Dingen wie den Geheimnissen des Christentums kann das ziemlich hilfreich sein. Und außerdem noch ein wahrer Genuss, wenn die Bilder so schön sind, wie die, die wir in der europäischen Kunst finden. Wir haben das Glück, mit unserer Sprecherin Theresa Sophie eine exzellente Kunsthistorikerin im Team zu haben! Sie wird euch in einer neuen Videoreihe „Die Kunst des Glaubens“ ein paar großartige Kunstwerke näherbringen, die besser als tausend Worte erklären, was wir eigentlich feiern.

Madonna im Grünen | Raffael

Liebe und Leid – ganz nah beieinander und das in perfekter Harmonie. Das kann nur einer so vollendet: der große Meister der Madonnen!

Maria Magdalena | Orazio Gentileschi

Was ist eigentlich wahre Schönheit? – In der dritten Folge von „Kunst des Glaubens“ geht es um die Frau, die gleichzeitig Sinnbild der Sünderin und Apostelin der Auferstehung ist – Maria Magdalena, gemalt von Orazio Gentileschi. Als Liebling der Kunstgeschichte versinnbildlicht sie die Paradoxa des Christentums wie keine andere. – mit Theresa Sophie

Quelle: Pontifex (bitte liken ;-))

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