The Cathwalk

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#Ehefueralle

Acht heilige Helden, die bereit waren, für die Ehe zu sterben

Einige der größten und meistverehrten Heiligen der Kirche haben ihr Leben aufs Spiel gesetzt, um das christliche Ehe-Verständnis zu verteidigen. Auch heute stellt sich Katholiken die Frage: Wären wir bereit, das gleiche zu tun? Hier ihre inspirierenden Geschichten:

Heiliger Johannes der Täufer

Gemäß den Evangelien hatte König Herodes sich von seiner Frau scheiden lassen und die Frau seines Bruders geheiratet. Der heilige Johannes der Täufer wusste, dass dies nicht recht war und dass Herodes das öffentlich tat, machte die Sache noch schlimmer. So trat er ihm anklagend gegenüber. Er hob nicht die positiven Seiten dieser ehebrecherischen Beziehung hervor oder versuchte, sich Freunde zu machen, sondern sagte im Gegenteil ganz klar: „Du hattest nicht das Recht, sie zur Frau zu nehmen“ (Mt 14,4).

Doch statt sich zu bekehren, ließ Herodes Johannes verhaften und einkerkern. Die Schrift sagt von Herodes er „wollte ihn deswegen töten lassen, fürchtete sich aber vor dem Volk; denn man hielt Johannes für einen Propheten“ (Mt 14,5). Als aber seine Stieftochter bei einem Fest den Kopf des Johannes auf einer Schale forderte, stimmte Herodes zu und ließ Johannes enthaupten.

Über die Heiligkeit Johannes des Täufers sagte Jesus selbst: „Unter allen Menschen hat es keinen größeren gegeben als Johannes den Täufer“ (Mt 11,11).

Heiliger John Fisher und heiliger Thomas Morus

Heinrich VIII., König von England im XVI. Jahrhundert, wollte unbedingt einen Sohn. Nachdem er viele Jahre versucht hatte, mit Katharina von Aragon einen Sohn zu zeugen, wollte er sich von ihr scheiden lassen. Die Scheidung aber wurde ihm nicht erlaubt und so versuchte er, die Ehe vom Papst annullieren zu lassen. Der Papst untersuchte den Fall und entschied, dass die Annullierung ihn diesem Fall nicht legitim sein.

Der heilige John Fisher, ein englischer Bischof (der kurz vor seiner Hinrichtung zum Kardinal ernannt wurde), verteidigte Katharina energisch. Er trat bei Gericht in ihrem Namen auf und erklärte, dass er, wie der heilige Johannes der Täufer, bereit sei zu sterben, um die Unauflöslichkeit der Ehe zu verteidigen.

Als König Heinrich immer mehr Macht bekam, legte der heilige Thomas Morus, einer der vertrautesten Staatsmänner Heinrichs, sein Amt als Kanzler nieder. Als der König Anne Boleyn heiratete, war er nicht zugegen.

Der König verpflichtete das Volk zu einem Eid, mit dem es König Heinrich, und nicht den Papst, als Oberhaupt der Kirche in England anerkannte. Diejenigen, die Freundschaft des Königs und ihr Amt in der Regierung oder der Kirche behalten wollten, unterstützten ihn. Der König ließ auch Thomas Morus rufen und forderte ihn auf, den Eid zu leisten und öffentlich die Annullierung der Ehe mit Katharina anzuerkennen. Er verweigerte sich beidem. Der heilige John Fisher weigerte sich ebenfalls, den Eid zu leisten, und wurde im Tower von London eingesperrt.

Beide wurden verurteilt, des Verrates für schuldig befunden und öffentlich enthauptet. Eines ihrer letzten Worte war: „Ich bin ein guter Diener des Königs, aber zuerst ein Diener Gottes.“

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Kunst & Kirche

„Alte Meister“ und Glaube

Kunst und Kirche sind eng miteinander verwoben. Eine Veranstaltungsreihe, die die Kirche fördert, erschließt Besuchern des Städel Museums in Frankfurt an ausgesuchten Werken Zusammenhänge zwischen Religion, Kunstgeschichte und Philosophie. Ein Feature von Norbert Schäfer

Stefan Scholz, Rektor an der Katholischen Akademie Rabanus Maurus, spannt den Bogen zwischen Kunst und Religion
Foto: pro/Norbert Schäfer

Am Treffpunkt für die Führung im Städel Museum in Frankfurt hasten die Gäste einer Gala-Veranstaltung in Erwartung auf delikate Häppchen oder auf einen lauen Sommerflirt in kunstvoller Umgebung achtlos vorbei. Männer im edlen Zwirn und Damen in schicken Cocktailkleidern. Andy Warhols monumentales Goethe-Konterfei im klimatisierten Metzler-Foyer des Museums nehmen sie kaum wahr. Anders die Teilnehmer der Führung in der Reihe „Kunst und Religion“. Die Besucher im Alter zwischen 30 und 70 Jahren, die sich neben Kunst auch für Religion interessieren, sind zu abendlicher Stunde erwartungsvoll gespannt. An dem schwül-heißen Junitag nehmen heute nur zehn statt der üblichen 30 bis 50 Personen teil. Ein einziger Herr hat sich unter die Damen gemischt. Einige der Kunstinteressierten haben sich mit schlichten Leih-Klappstühlen ausgerüstet.

Zu einem Werk der Sammlungen im Städel referieren an diesem Abend Rektor Stefan Scholz, in der Katholischen Akademie Rabanus Maurus für den Bereich der Kunst zuständig, und die Kunsthistorikerin und freie Kuratorin Rita Delhées. Bei dem Projekt „Kunst und Religion“, das in Form eines kunsthistorischen und philosophischen Dialoges stattfindet, arbeiten neben Scholz auch der Pfarrer für Stadtkirchenarbeit am Museumsufer, David Schnell, sowie weitere ausgebildete Kunsthistoriker aus den Vermittlungsteams des Städel Museums und der Liebieghaus Skulpturensammlung mit.

„Das Format ‚Kunst und Religion‘ ist seit mittlerweile über 15 Jahren fester Bestandteil des vielfältigen Vermittlungsangebots“, sagt Chantal Eschenfelder, die Leiterin der Bildungs- und Vermittlungsabteilung der beiden Frankfurter Kunsthäuser. Gefördert wird das Projekt von der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKNH) durch deren Stiftung. Die Reihe erfreue sich sowohl im Städel als auch im Liebieghaus anhaltend großer Beliebtheit und werde stets rege besucht, sagt Eschenfelder.

Kunsthistorikerin Rita Delhées (links, stehend) bringt Interessierten ein Kunstwerk näher
Foto: pro/Norbert Schäfer

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Tinder & Co.

Dating im Digitalen Zeitalter: Wie junge Menschen mit Apps die wahre Liebe suchen

Junge Singles sind zu sehr damit beschäftigt, nach links und rechts über ihr Handy zu wischen und oberflächliche, vorübergehende Verbindungen aufzubauen, um echte Liebe mit echten Menschen zu finden. Die Romantik sei tot, behauptete die Autorin Nancy Jo Sales.

Was Tinder von den meisten anderen Dating-Apps oder Online-Dating-Erfahrungen unterscheidet, sind die Geschwindigkeit und der knappe Aufbau der App. Aufgrund eines Fotos, eines Vornamens und eines Alters allein entscheiden Benutzer, ob sie ein Profil nach links oder nach rechts wischen – es also ablehnen oder Interesse daran bekunden – wollen.

Mittels GPS-Tracking gibt die App den Benutzern sehr genau an, wie weit entfernt sich eine mögliche Übereinstimmung, ein mögliches Match, befindet und macht damit denen das Leben leichter, die nur auf der Suche nach einem One Night Stand sind.

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Gedicht zum Sonntag –

„Segelfahrt“ von Christian Morgenstern (1871-1914)

Nun sänftigt sich die Seele wieder
und atmet mit dem blauen Tag,
und durch die auferstandnen Glieder
pocht frischen Bluts erstarkter Schlag.

Wir sitzen plaudernd Seit‘ an Seite
und fühlen unser Herz vereint;
gewaltig strebt das Boot ins Weite,
und wir, wir ahnen, was es meint.

Christian (Otto Josef Wolfgang) Morgenstern (1871-1914) wurde am 6. Mai 1871 in München geboren. Im Kindesalter erkrankte er an Tuberkulose; seine Mutter war bereits 1881 an der Krankheit verstorben. Nach dem Abitur besuchte Morgenstern auf Wunsch des Vaters eine Militär-Vorbildungsschule. Kurze Zeit später verließ er jedoch die Einrichtung. Ein in München begonnenes Studium musste Morgenstern wegen seines schlechten Gesundheitszustandes abbrechen. Er entschloss sich, fortan als Schriftsteller tätig zu sein. Im April 1894 zog Morgenstern nach Berlin, wo er eine Anstellung in der Nationalgalerie annahm. In dieser Zeit war er außerdem für verschiedene Zeitschriften tätig. Im Frühjahr 1895 veröffentlichte Morgenstern sein erstes Buch, „In Phantas Schloß“. In der Folgezeit unternahm er Reisen an die Nordsee und nach Salzburg. Er unterzeichnete einen Vertrag mit dem S. Fischer-Verlag für die Übersetzung von Werken Henrik Ibsens. 1900 verbrachte Morgenstern einen Kuraufenthalt in Davos. Weitere Reisen führten ihn nach Italien, u.a. nach Rom. 1903 kehrte er nach Berlin zurück. Er wurde literarischer Lektor im Verlag Bruno Cassirers. In den Folgejahren unternahm Morgenstern weitere Reisen aus gesundheitlichen Gründen. 1909 lernte Morgenstern Rudolf Steiner kennen, mit dem ihn eine enge und lange Freundschaft verband. Morgensterns Gesundheitszustand war immer wieder sehr geschwächt; im Frühjahr 1911 begab er sich in das Deutsche Krankenhaus in Rom. Morgenstern lebte damals zwischen Davos und Arosa. Christian Morgenstern starb am 31. März 1914. Der Nachwelt ist er vor allem für seine komischen Gedicht bekannt, die aber nur einen Teil seines Werks ausmachen.

Quelle: Britta Dörre, zenit.org

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Wien, Wien nur du allein

Transdanubien – Wiens dunkle Seite der Macht

von John Galt

Wien liegt ja eigentlich gar nicht an der Donau, sondern bei der Donau; das hängt mit der Tatsache zusammen, dass die Donau mit ihren zahlreichen nebenarmen häufig Hochwasser führte und die Stadt Wien deshalb auf einer sicheren Terrasse am Südwestufer der Donau angelegt wurde. Um 1600 verlagerte sich der Hauptarm der Donau mehr in den Osten und man begann den näher an der Stadt gelegenen Arm erstmals zu regulieren, woraus schließlich der heutige Donaukanal entstand. Wer also heute durch die Wiener Innenstadt flaniert und sich beispielsweise bei der Urania in der Strandbar Herrmann, der Summerstage oder den Blick vom Le Loft auf die Wiener Innenstadt genießt, sieht mitnichten die Donau zu seinen Füßen liegen.


Diese befindet sich wie gesagt weiter östlich und ist auch eher grau als blau. Jenseits des Donauufers befinden sich die Wiener Stadtbezirke Floridsdorf und Donaustadt. Diese werden im Allgemeinen auch (in Anlehnung an  die ungarische Bezeichnung Dunántúl für alle Gebiete rechtsseitig der ungarischen Donau) Transdanubien oder sei den letzten Jahren auch schlicht „Mordor“ genannt.

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