The Cathwalk

Das Onlinemagazin für katholische Lebensart

Oscar Wildes erstaunliche Bekehrung zum Katholizismus

Nach seiner Geburt in Dublin (Irland) im Jahr 1854 wurde Wilde in der anglikanischen Kirche getauft. Seine Mutter Jane war jedoch vom Katholizismus angezogen und ging häufig zur Heiligen Messe. Als Oscar klein war, bat sie den örtlichen Priester, ihre Kinder im katholischen Glauben zu erziehen; man weiß aber nicht, ob Jane sich je offiziell der Kirche angeschlossen hat.

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Gedicht zum Sonntag

„Sie möchten im Sonnenschein liegen“

„Vergänglichkeit“ von Max Dauthendey (1867-1918)

Nun spinnen sich die Tage ein,
Nicht einer will mehr freundlich sein,
Sie müssen sich alle besinnen
Auf eine Hand voll Sonnenschein
Und gehen dürftig von hinnen,
Wie Wasser im Sande verrinnen.

Die Menschen wandern hinterdrein,
Still einzeln, oder still zu zwein,
Und sehen die Blätter verfliegen
In alle vier Wände hinein.
Sie möchten im Sonnenschein liegen
Und müssen sich fröstelnd schmiegen.

So war es tausend Jahr und mehr,
Mit Blindheit kommt der Herbst daher.
Gern will ihn keiner sehen,
Er macht ja alle Wege leer.
Er muß zur Seite gehen
Und muß um Mitleid flehen.

Und so geht’s tausend Jahre fort.
Vergänglichkeit, Du müdes Wort,
Du lösest ab die Tage,
Du duldest weder Zeit noch Ort,
Machst Wirklichkeit zur Sage,
Den Liebesrausch zur Klage.

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Kleidervorschriften

„Die Mode war immer der Feind“

Früher wollten mancherorts sowohl reformierte als auch katholische Obrigkeiten vorschreiben, wie sich die Menschen zu kleiden hatten. Ihre Vorschriften unterschieden sich aber gar nicht so stark, sagt die Schweizer Religionswissenschaftlerin Anna-Katharina Höpflinger (41) in einem Gespräch mit kath.ch. Die Kampfansage galt der Eitelkeit, der Erotik und der Mode.

 

Von Barbara Ludwig

Sehen Sie heute einer Person, der Sie auf der Strasse begegnen, aufgrund der Kleidung, ob sie katholisch oder reformiert ist?

Anna-Katharina Höpflinger: Hoffentlich nicht (lacht).

Ist das wirklich noch nie vorgekommen?

Höpflinger: Nein. Ich habe zudem festgestellt, dass viele Menschen heute religiöse Kleidung nicht richtig einordnen können. Reformierte Diakonissen werden oft als römisch-katholische Ordensfrauen angeschaut. Ich habe auch erlebt, dass ein Kind, das mit seiner Mutter am Bahnhof stand, beim Anblick einer Ordensfrau ausrief: «Mami, Mami, eine Muslimin!»

Es gibt kaum noch Katholikinnen, die verschleiert zur Messe gehen.

Gibt es also keine protestantischen oder katholischen Kleidungsstücke?

Höpflinger: Was es gibt, sind Schmuckstücke mit unterschiedlichen religiösen Symbolen: Manche Reformierte tragen das Hugenottenkreuz, manche Katholiken ein Kruzifix. Vielleicht ist es Wunschdenken: Aber ich glaube nicht, dass es heute noch konfessionalisierte Kleidung gibt. Nicht einmal im Gottesdienst. In der Schweiz gibt es kaum noch Katholikinnen, die verschleiert zur Messe gehen.

Dirndl | © pixabay.com CCO

Gewissen Menschen sieht man aber an, dass sie zum Beispiel einer Freikirche angehören.

Höpflinger: Das stimmt. Bei Anhängern von Freikirchen gibt es noch Kleidungsvorschriften. Frauen orientieren sich dort am sogenannten «modest dress». Im Internet findet man viele Anleitungen von jungen evangelikalen Frauen, wie man sie kleiden soll. Ich zum Beispiel habe aus der Sicht dieser Frauen an meiner Bluse einen Knopf zu viel offen.

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Glaube & Genuss

„Im Wein berühren sich Himmel und Erde“

Statistisch gesehen trinkt jeder Deutsche rund 20 Liter Wein pro Jahr. Der evangelische Theologe Oliver Kircher hat seine Leidenschaft für das Getränk zum Beruf gemacht. Sein Fachwissen über Wein nutzt der „Weinpfarrer" heute, um Menschen an den christlichen Glauben heran zu führen.

Für den Theologen Oliver Kircher ist Wein mehr als nur ein Getränk.
Foto: privat

Bereits als Zivildienstleistender hat sich der evangelische Theologe und ausgebildete Sommelier Oliver Kircher für Wein interessiert. Während des Theologie-Studiums in Reutlingen, Tübingen und an der evangelischen Hochschule in Elstal suchte er einen Ausgleich zu dem „trockenen Stoff “. Ausgleich fand er in der tiefen Beschäftigung mit dem Wein und seiner Herstellung. Die Verknüpfungen von Wein und Bibel interessierten ihn. „In der Bibel gibt es mindesten 300 direkte Bezüge zum Wein. Das hat damit zu tun, dass es in Israel sehr früh schon eine ausgeprägte Weinkultur gegeben hat“, sagt Kircher. „Der Wein war in der Bibel immer auch ein Zeichen für den Segen Gottes und der Gemeinschaft mit Gott.“

In der Bibel sind seiner Ansicht nach viele Facetten zu entdecken über den Wein als Symbol. „Jesus sagt von sich: ‚Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben‘“. Hier werde das Bild des Weinstocks verwendet für Jesus und die Gemeinde. Noch stärker sei die Symbolik beim Abendmahl. „Hier wird etwas deutlich von dem, wie nahe uns Gott kommt. Im Wein berühren sich Himmel und Erde“, sagt der 51-jährige Sommelier.

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Opus Dei Gründer

Der Heilige des Alltags: Wer war Josefmaría Escrivá?

Heute vor 15 Jahren wurde der Gründer des Opus Dei in Rom heilig gesprochen

San Josemaría Escrivá / Wikimedia Commons – Opus Dei Communications Office, CC BY-SA 2.0 (Cropped)

von Msgr. Dr. Peter von Steinitz

Heute vor 15 Jahren wurde der Gründer des Opus Dei, Josemaría Escrivá in Rom heilig gesprochen. Zehn Jahre vorher, am 17. Mai 1992 hatte Johannes Paul II. ihn zum Seligen erhoben. In der Predigt am 6. Oktober 2002 rief der Papst den Anwesenden zu: „Folgt seinen Spuren und verbreitet in der Gesellschaft das Bewusstsein, dass wir alle zur Heiligkeit berufen sind, ohne dabei Unterschiede zu machen nach Hautfarbe, Gesellschaftsschicht, Kultur oder Alter.“

Der inzwischen selber heilig geprochene Johannes Paul II. nannte Escrivá den „Heiligen des Alltags“ (Il santo dell´ordinario).

In der Tat, die Botschaft, die dieser moderne Heilige den Menschen unserer Zeit vermittelt, besteht vor allem darin: zunächst einmal zu wissen, dass alle Menschen zur Heiligkeit berufen sind, nicht nur die Priester und Ordensleute, und dann, dass dies sich im gewöhnlichen Alltag vollzieht, man also nicht besondere oder ausgefallene Dinge tun muss, um in den „Heiligenkalender zu kommen“ – so könnte man das Wort von Josefmaria frei übersetzen: „Santos de altar“.

Josemaría Escrivá de Balaguer wurde am 9. Januar 1902 in Barbastro (Provinz Huesca, Spanien) geboren. Er hatte fünf Geschwister: Carmen, Santiago und drei jüngere Schwestern, die im Kindesalter starben. Dem Elternhaus verdankte er, wie er selber sagte, nicht nur eine christliche Erziehung, sondern auch eine ganze Reihe von menschlich-übernatürlichen Elementen, die später in den Geist des Opus Dei eingeflossen sind, wie z.B. Einfachheit und Natürlichkeit im Umgang, laikale Mentalität und Pflege der kleinen Dinge des Alltags.

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Kirche in Not

Eine Million Kinder beten den Rosenkranz

Plakat zur Kinder-Gebetsaktion am 18. Oktober.

Das weltweite katholische Hilfswerk „Kirche in Not“ ruft zur Teilnahme an der Aktion „Eine Million Kinder beten den Rosenkranz“ auf. In aller Welt werden sich am Mittwoch, dem 18. Oktober, um 9:00 Uhr Ortszeit Kinder jeden Alters versammeln, um für Einheit und Frieden in der Welt zu beten. In vielen Regionen der Welt wird hierfür der Unterricht für eine halbe Stunde unterbrochen.

Die Kinder-Rosenkranz-Aktion ist 2005 in Venezuela entstanden. Die Initiatoren vertrauen auf einen Ausspruch des heiligen Paters Pio, der lautet: „Wenn eine Million Kinder den Rosenkranz beten, wird die Welt sich verändern.“ So ist die Initiative zu ihrem Namen gekommen. Der Oktober gilt in der katholischen Kirche als Rosenkranzmonat.

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Douthats Kritik

Tod eines Chauvinisten: Die New York Times zum Tod Hugh Hefners

Der konservative NYT-Journalist Ross Douthat hat in der New York Times Online einen Abgesang auf Hugh Hefner geschrieben. Statt einen Lobpreis auf den Hedonistenpapst zu singen, kritisiert er ihn vor allem als frauenfeindlichen Chauvinisten.

Von Promifotos.de aus der deutschsprachigen Wikipedia, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=1422018

Douthats Kritik

„Hugh Hefner, mit 91 Jahren von uns gegangen, war ein Pornograph und Chauvinist, der mit Masturbation, Konsumismus und der Ausbeutung von Frauen reich wurde, er alterte zu einem grotesken Grinser mit einer Kapitänsmütze und starb als Messi in einem verwesenden Anwesen, in dem Pornos während seiner kranken Orgien dröhnten.“ (Übersetzung des Autors)

Anstatt irgendwelche Hymen auf diesen angeblichen Hedonisten-Lifestyle zu singen, der für viele Männer immer noch eine Art Lustparadies zu sein scheint, macht Douthat unverblümt klar, was der Preis für diesen Schein ist. Er fährt dann auch mit Furor fort und konstatiert: Hefner sei „ein Vater von schmutzigen Süchten, Essstörungen, Abtreibungen, Ehescheidungen und Syphilis“ gewesen, „ein prätentiöser Hausierer, der Updike Geschichten veröffentlicht hat, die niemand gelesen hat, während er Fleischbeschaffung für Prominenten machte, ein Revolutionär, dessen Revolution vor allem Männern wie ihm selbst zugutekam.“

Keine Verklärung des hedonistischen Lifestyles

Der so genannte Kämpfer gegen Prüderie, war kein Befreier, sondern ein Haremskönig, der Frauen viel Leid und Elend zugefügt hat. Die Verklärung und „Vercoolung“ solcher Lebensweisen ist in keiner Weise gerechtfertigt. Auf emma.de steht dementsprechend:

„Linda Lovelace war 1972 der weltberühmte Star in dem Porno-Blockbuster „Deep Throat“. Doch hinter den Kulissen erlebte sie das Grauen. […]. Über ihr Martyrium schrieb sie das Buch „Ordeal“ (Tortur). Darin schildert sie auch, was ihr auf einer der Sexpartys geschah, die Hugh Hefner, der „Kämpfer gegen Prüderie“ (Spiegel online), gerne veranstaltete.“

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