The Cathwalk

Das Onlinemagazin für katholische Lebensart

Schlagwort: Jugend

Europas katholische Jugendliche fühlen sich oft wie die „letzten Mohikaner“

Schonungslose Analyse und konkrete Lösungsvorschläge vom Luxemburger Erzbischof Hollerich im CNA-Interview

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Große Gemeinschaftserlebnisse wie der Weltjugendtag sind wichtig: Pilger bei der Gebetsvigil am 30. Juli 2016 in Krakau (Polen). Foto: CNA/Alan Holdren

Was sind die größten Herausforderungen für die Evangelisierung der Jugend in Europa?

ERZBISCHOF HOLLERICH: Die Herausforderung besteht darin, von der Jugend zu lernen. Wir können das Evangelium nur verkünden, wenn die Menschen sich akzeptiert und geliebt fühlen. Wenn wir uns auf reine Werbung beschränken, dann kann das nicht funktionieren. Wir sind aufgerufen, uns nach den sehr jungen Menschen zu richten, selbst wenn wir nicht der gleichen Meinung sind. Wir müssen jeden Tag Jugend leben.

Was ist heute die größte Gefahr für junge Katholiken?

Säkularisierung, Verweltlichung ist sicherlich die größte Gefahr. Eine ganze Generation weiß nicht, wie man betet, wie man sich zu Gott verhält, auf ihn bezieht. Alle meinen, sie müssen moralisch perfekt leben, und haben vergessen, dass Christen Sünder sind. Wir sind aufgerufen zu zeigen, dass wir Sünder sind die zur Heiligkeit streben, nicht schon perfekt sind. Wir müssen zeigen, dass wir Jünger Christi sind.

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„Marias Beispiel folgen“: Der volle Wortlaut der Botschaft des Papstes zum WJT

VATIKANSTADT, (CNA Deutsch).- Franziskus hat eine Botschaft an die katholische Jugend: In Begleitung der Gottesmutter und Jungfrau Maria, ihrem Beispiel folgend und im Gedenken ihrer Erscheinung vor 100 Jahren in Fatima sollen sich junge Christen auf den 32. Weltjugendtag (WJT) am 9. April 2017 vorbereiten. Dieser wird auf diözesaner Ebene gefeiert – auch im deutschsprachigen Raum.

CNA Deutsch dokumentiert den vollen Wortlaut des Papstes, wie sie der Heilige Stuhl veröffentlicht hat.

»Der Mächtige hat Großes an mir getan« (Lk 1,49)

Liebe junge Freunde,

nun sind wir nach unserem wunderbaren Treffen in Krakau, wo wir gemeinsam den 31. Weltjugendtag und das Jubiläum der Jugendlichen im Rahmen des Heiligen Jahres der Barmherzigkeit gefeiert haben, wieder unterwegs. Wir ließen uns vom heiligen Johannes Paul II. und von der heiligen Faustyna Kowalska, den Aposteln der Göttlichen Barmherzigkeit, leiten, um auf die Herausforderungen unserer Zeit eine konkrete Antwort zu geben. Wir machten eine große Erfahrung der Solidarität und der Freude, und wir gaben der Welt ein Zeichen der Hoffnung. Die verschiedenen Fahnen und Sprachen waren nicht Grund zu Streit und Spaltung, sondern boten Gelegenheit, die Pforten der Herzen zu öffnen und Brücken zu bauen.

Am Ende des Weltjugendtags in Krakau gab ich das nächste Ziel unseres Pilgerwegs vor, der uns mit Gottes Hilfe 2019 nach Panama führen wird. Auf diesem Weg wird uns die Jungfrau Maria begleiten, die von allen Geschlechtern seliggepriesen wird (vgl. Lk 1,48). Der neue Abschnitt unserer Reise schließt an den vorhergehenden an, in dessen Mittelpunkt die Seligpreisungen standen, treibt uns aber an weiterzugehen. Es liegt mir nämlich am Herzen, dass ihr unterwegs nicht nur die Vergangenheit im Gedächtnis behaltet, sondern auch Mut in der Gegenwart und Hoffnung für die Zukunft habt. Diese Haltungen sind stets in der jungen Frau von Nazaret lebendig und kommen in den Themen der drei nächsten Weltjugendtage klar zum Ausdruck. Dieses Jahr (2017) werden wir über den Glauben Marias nachdenken, die im Magnificat sagte: »Der Mächtige hat Großes an mir getan« (Lk 1,49). Das Thema des nächsten Jahres (2018) – »Fürchte dich nicht, Maria; denn du hast bei Gott Gnade gefunden« (Lk 1,30) – wird uns über die mutige Liebe, mit der die Jungfrau die Botschaft des Engels aufnahm, meditieren lassen. Der Weltjugendtag 2019 wird sich hingegen auf die hoffnungsvolle Antwort Marias an den Engel beziehen: »Siehe, ich bin die Magd des Herrn; mir geschehe, wie du es gesagt hast« (Lk 1,38).

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Mädchen im Netz: süß, sexy, immer online

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BERLIN, (The Cathwalk). – Martin Voigt, FAZ-Autor und Gerhard-Löwenthal-Preisträger beschreibt in seinem aktuellen Buch die Lebenswelt einer Generation, die mit sozialen Medien aufwächst. Längst unterscheiden Schüler nicht mehr in eine online- und eine offline-Realität. So wie sie sich auf Facebook & Co inszenieren, wollen sie von ihren Freunden auch wahrgenommen werden. Dass neue Medien das Sozialverhalten von Teenagern beeinflussen, ist allerdings nicht Voigts Schlussthese sondern sein Ansatzpunkt. Das erste Mal entsteht für die Jugendforschung die Situation, dass eine gesamte Altersgruppe ihre Selbstbilder, ihre Stimmungen und ihre sozialen Strukturen im Schulalltag öffentlich präsentiert.

Zahllose Selbstdarstellungen wirken wie eine Suche nach emotionalem Halt und Beachtung: Das Smartphone wird besonders für Mädchen zur Nabelschnur in ihre schulische Kuschelgruppe. 14-jährige Mädchen machen reihenweise Selfies mit Kussmund, groß geschminkten Kulleraugen und Dekolleté, um in ihrer Clique als süß. und sexy zu geltenDeutlich sind die Einflüsse der nur wenige Klicks entfernten Porno-Angebote zu spüren. Voigt entschlüsselt die Symptomatik einer Verwahrlosungstendenz, vor der Christa Meves lange gewarnt hat.

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Zum Tag des deutschen Bieres: Die SÜNDE Prohibition

Von G. K. Chesterton, True Temperance Quarterly 5/1933

99dbd538f1Eine Prohibitionskritik kann heute nicht mehr Attacke sein. Nur noch Autopsie. Die Prohibition ist an ihrer kriechenden Fäulnis zu Tode gekommen, an den verdorbenen Säften, die ihren eigenen Körper verseuchten; nicht an irgendeinem adäquaten Angriff von außen. Wenn es jemals etwas gegeben hat, das scheiterte, weil es versucht wurde – das war sie. Sie fand ihr Verhängnis, weil sie eine Chance hatte. Sie war ein praktischer Mißerfolg, weil sie ein praktische Tatsache gewesen war. Sie kam gemäß dem natürlichen Lauf der Dinge zu ihrem unnatürlichen Ende.

Die Prohibition ist hauptsächlich gestorben, weil sie von den Prohibitionisten verlassen wurde; nicht einmal, weil sie immer verlacht worden war von vernünftigen Menschen und solchen mit einem Sinn für Geschichte und Zivilisiation. Wohl wahr: noch [1933] gibt es gewisse gesetzliche Verwicklungen, verdrillt und erneut verdrallert von den unvorstellbaren Fanatikern auf dem fieberhaften Höhepunkt ihrer Macht. Aber kaum jemand würde heute noch vorgeben, daß die Prohibition moralisch tragbar oder auch nur ertragbar sei: es geht nur noch um den Unterschied zwischen einem formell abgeschafften Gesetz und einem toten Buchstaben.

Da die Autopsie ruhig ausführlicher und vollständiger als die Attacke sein darf, würde ich gern ganz besonders herausstellen, daß das Gift, das in den Überresten noch da ist, das Gift, an dem das Opfer zweifellos starb, tatsächlich ein Gift von einer bestimmten spirituellen Art ist – der schlimmsten Feindin des Lebens.

Dieses Gift ist die SÜNDE.

g-k-chesterton

„Hat man es einmal geschafft, ein nettes, normales Kind zu überzeugen, daß es böse ist, seinem armen alten Vater ein Glas Bier zu bringen, dann hat man seinen Geist so sehr irregemacht, daß es am Ende vielleicht sagen kann, es sei nicht böse, in das Bier Blausäure hineinzutun.“

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