The Cathwalk

Das Onlinemagazin für katholische Lebensart

Schlagwort: Spiritualität

„Jedem von uns ist diese Mutter geschenkt“

Die Jahrhunderte alte Kraft des Trosts der luxemburgischen Muttergottesoktav

von Pit Rasque

Ab diesem Samstag wird in Luxemburg wieder eine Tradition begangen, die nunmehr seit über 350 Jahren zum festen Bestandteil der luxemburgischen Kultur und darüber hinaus gehört: Das katholische Volk des jetzigen Großherzogtums und das des ehemaligen Herzogtums, i.e. die unmittelbaren Grenzregion, pilgert während der zweiwöchigen sog. „Muttergottesoktav“ nach Luxemburg-Stadt, um das Gnadenbild der „Trösterin der Betrübten“ zu verehren.

Das etwa 73 cm große Gnadenbild, aus Lindenholz geschnitzt, ist eine Marienstatue, die das Jesuskind auf dem linken Arm trägt. Der rechte Fuß zertritt den Kopf der Schlange, und zu ihren Füßen liegt der sichelförmige Mond. Die Statue stammt wahrscheinlich aus Montaigu in Belgien.

An dieser Wallfahrt, die im Zuge der Pestepidemien des 17. Jahrhunderts von den Jesuiten in Luxemburg begründet wurde und seitdem ununterbrochen jedes Jahr vom dritten bis zum fünften Ostersonntag begangen wird, zeigt sich eindringlich wie sehr der Glaube und die Volksfrömmigkeit die luxemburgische Kultur und Geschichte mitbestimmten und dies immer noch tun. Jährlich steigende und bis in die zehntausende reichende Pilgerzahlen, künden von einem scheinbar nie dagewesenen Interesse an Kirche, Glaube und Spiritualität.

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Fastenimpuls: Mit der Bibel und den Wüstenvätern schlechte Gedanken bekämpfen!

Das schaffe ich nie!“ – „Ich bin doch zu nichts zu gebrauchen!“ – „Keiner mag mich!“: Wie oft reden wir uns mit solchen Sätzen Lustlosigkeit oder (unnötige) Ängste ein. Und stehen uns damit selbst im Weg.

Andere Sätze hingegen, die wir manchmal vor uns hersagen, geben uns Kraft und Energie: „Take it easy!“ –  „Halb so wild!” –  „Davon geht die Welt nicht unter.“ – „Was dich nicht umbringt macht dich stärker.“

Von Stefan Ahrens, Bistum Regensburg

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Lateinischer Wüstenvater und „Vater des abendländischen Mönchtums“: Der hl. Johannes Cassian (360-435). Er brachte die Spiritualität der Wüstenväter ins Abendland und beeinflußte unter anderem die Ordensregel des Hl. Benedikt von Nursia. In dieser ruft Benedikt seine Mönche auf, beständig die Werke Cassians zu lesen.

Sowohl um die negative als auch um die positive Kraft der Gedanken und Einredungen wussten auch schon die frühen Christen. Wie  beispielsweise die Begründer des christlichen Mönchtums: Die „Wüstenväter“, die, nachdem das Christentum im Römischen Reich zur Staatsreligion avancierte, sich für eine besonders radikale Nachfolge Christi entschieden und dafür buchstäblich „in die Wüste gingen“. Ihr biblisch begründetes Wissen um den konstruktiven Umgang mit den eigenen Gedanken weckt heutzutage das Interesse von Psychotherapeuten und sinnsuchenden Menschen gleichermaßen. Ein Impuls zur Fastenzeit.

Wer waren die Wüstenväter?

Die Wüstenväter lebten seit dem späten 3. bis zum 5. Jahrhundert in der sketischen Wüste Ägyptens.  Sie führten dort entweder als Einsiedler oder mit anderen in Gemeinschaft lebend ein an der Heiligen Schrift orientiertes sowie von den Weisungen von Mönchsvätern wie dem hl. Antonius dem Großen (251-356), dem hl. Makarios dem Großen (300-390) oder dem hl. Pachomios (292-346) inspiriertes Leben.

Die Vorbilder der Wüstenväter waren hierbei Persönlichkeiten wie  Johannes der Täufer, der hl. Paulus sowie Jesus Christus selbst, der, nachdem er die Taufe im Jordan empfangen hatte, zu Beginn seines öffentlichen Wirkens vierzig Tage in der Wüste fastete und dabei den Versuchungen des Satans widerstand. (Mt 4, 1-11, Mk 1,12 f., Lk 4, 1-13).

Um in der unwirtlichen Wüste körperlich und auch geistig überleben zu können (denn manche, die „ihr Glück“ in der Wüste versuchten, bezahlten dieses Unterfangen mit ihrem Leben oder mit ihrer geistigen Gesundheit) führten die Mönche unter Anleitung eines geistlichen Begleiters eine asketische, aber dennoch von Abwechslung geprägte Lebenspraxis: In dieser erhielten Gottesverehrung, Schriftlektüre, Liturgie, Nächstenliebe, (immerwährendes) Gebet, (Psalmen-)Gesang und Arbeit ihr richtiges Maß. Dieses Wissen gaben sie auch an andere Menschen weiter, die sie in der Wüste aufsuchten und um ihren Rat baten.

Der hl. Johannes Cassian (360-435), ein lateinischer Christ, der sich von der Donau aus zu den Wüstenvätern aufmachte, um sich ihnen anzuschließen und später die Spiritualität der Wüstenväter im Abendland bekannt machte, schrieb im Rückblick über diese: „In der ödesten Einsamkeit leben sie, fernab von jeder Begegnung mit Menschen. Dadurch im Besitz erleuchteter Sinne betrachten und reden sie, was den Unerfahrenen und nicht Eingeweihten entsprechend ihren Voraussetzungen und der Mittelmäßigkeit ihres Lebenswandels vielleicht unmöglich erscheinen wird.“ (Collationes Patrum Teil 1, Prolog -> siehe Literaturliste)

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Lifestyle-Spiritualität

Von Dr. Eckhard Bieger SJ

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Wer eine benediktinische Spiritualität lebt, für den ist das Stundengebet wichtig, er wird sich öfters in Abteien aufhalten oder um Aufnahme in eine Gemeinschaft von Mönchen oder Nonnen bitten.

In der Konsumgesellschaft verwirklichen Menschen ihren Lifestyle, indem sie eine bestimmte Automarke fahren, sich durch eine Moderichtung in besonderer Weise in der Öffentlichkeit zeigen, indem sie eine bestimmte Musik hören, sich in Discos oder Konzertsälen treffen. Man gibt dem Tagesablauf, dem eigenen Auftreten eine bestimmte Form und beschäftigt sich mit bestimmten Medien, die alle Informationen enthalten, wie man die Vorstellungen vom Leben verwirklicht. Wenn man nicht in Konzerte geht, mit dem Auto keine Tour gemacht hat, nicht in einem Lokal gegessen, auf einer Insel Urlaub nicht gemacht hat, diese Musik nicht hört, dieses Zeitschrift nicht liest, dann verwirklicht man die Vorstellungen nicht, die man vom eigenen Leben mit sich herumträgt. Man muss im Leben etwas umsetzen, um den gewählten Lifestyle auch u verwirklichen.

Die gleichen Kriterien werden von religiösen Menschen auch in Bezug auf die Verwirklichung ihrer Religiosität beachtet. Wer eine benediktinische Spiritualität lebt, für den ist das Stundengebet wichtig, er wird sich öfters in Abteien aufhalten oder um Aufnahme in eine Gemeinschaft von Mönchen oder Nonnen bitten. Wer sich der ignatianischen Spiritualität verschrieben hat, wird die Exerzitien des Ignatius von Loyola machen und sich im Tagesablauf an die Vorgaben des Ignatius halten, die u.a. einen Tagesrückblick mit Gewissenserforschung  vorsieht. Zur Verwirklichung der Spiritualität gehört auch die Lektüre einer Zeitschrift, dass man sich über Neuerscheinungen zum Themengebiet informiert und im Fernsehen oder auf Video bestimmte Filme gesehen hat, die sich mit der jeweiligen Spiritualität beschäftigen. Wer es nicht tut, gehört nicht dazu und prägt die gewählte Spiritualität nicht in seinem Leben aus. Lifestylekonzepte und spirituelle Lebensformen haben gemeinsam, dass sie sich in eine bestimmte Praxis umsetzen. Weiter gehört die Nutzung bestimmter Medien, die sich mit dem Lifestyle bzw. der Spiritualität beschäftigen, dazu.

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Franz von Sales

Von Daniel Stewart

Franz_von_SalesDer hl. Franz von Sales (* 21. August 1567 auf Burg Sales, Thorens-Glières; † 28. Dezember 1622), ist ein Kirchenvater und war einer der größten Evangelisten und kräftigsten Bekenner während der Gegenreformation. Seine Schriften über die katholische Spiritualität inspirieren noch heute die Gläubigen und seine Worte überdauern die  Jahrhunderte. Es gab jedoch eine Zeit, da war der hl. Franz völlig gelähmt von Zweifel und Furcht.

Als junger Mann and der Pariser Universität, begann Franziskus Diskussionen und Debatten sich anzuhören über die Prädestination und die Heilsnatur. Das war während des späten 16. Jahrhunderts. Damals verschlang der Kalvinismus große Teile des westlichen Christentums. Einige der strengeren Interpretationen der Prädestination brachten den jungen Franziskus ins Schwanken und er fing an, seine Erlösung anzuzweifeln. Aus der Überzeugung heraus, einer der Verfluchten zu sein, empfand er tiefen Kummer. Er fiel in eine tiefe Depression und war sogar ein Zeit lang bettlegerig.

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Spiritualität und Psychologie: Mit seelischen Problemen richtig umgehen

Als sie ihre Probleme mit jemandem in ihrer katholischen Gemeinde teilte, sagte ihr die Frau, dass sie sich Sorgen mache, dass der Teufel in ihr arbeite, und übte Druck auf sie aus, an einer Woche Besinnungstage in einem anderen US-Bundesstaat teilzunehmen.

„Natürlich sind Besinnungstage großartig“, sagte Maria gegenüber CNA. „Aber ich brauchte zu dem Zeitpunkt einfach einen Therapeuten. Und ich bin mir sicher, dass ich gute Gründe hatte, kein Interesse am Kauf eines Flugtickets für Besinnungstage zu haben“.

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