The Cathwalk

Das Onlinemagazin für katholische Lebensart

Schlagwort: Barmherzigkeit (Seite 1 von 2)

Franziskus: „Kasuistik ist eine heuchlerische Denkart“

‪„Gerecht, aber mit Barmherzigkeit“ – Frühmesse mit Papst Franziskus in der Kapelle der ‪„Domus Sanctae Marthae“ am 24. Februar 2017

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Santa Marta, 16. Februar 2017 / © PHOTO.VA – OSSERVATORE ROMANO

„Herr, lass mich gerecht sein, aber mit Barmherzigkeit“, statt ‪„eingehüllt von der Kasuistik“. Diesen Gebetswunsch hat Papst Franziskus den Gläubigen am Freitag in der Frühmesse in der ‪„Domus Sanctae Marthae“ im Vatikan empfohlen.

In seiner Betrachtung ging Franziskus auf die Perikope aus dem heutigen Tagesevangelium ein (Markus 10,1-12) [1], insbesondere auf die Frage der Pharisäer, ob ein Mann seine Frau aus der Ehe entlassen dürfe.

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5 praktische Tipps, um in der Familie im Advent zu wachsen

Hier sind 5 praktische Tipps aus dem National Catholic Register, um gemeinsam in der Adventszeit als Christen und christliche Familie zu wachsen.

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Franziskus zur Jugend: Vermeidet das vermeintliche „Sofa-Glück“

Papst Franziskus ermutigte die jungen Katholiken, ihren Glauben zu leben, „statt zu ‚vegetieren‘, um es uns bequem zu machen, um aus dem Leben ein Sofa zu machen, das uns einschläfert; im Gegenteil, wir sind für etwas anderes gekommen, wir sind gekommen, um eine Spur zu hinterlassen.“

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„Der Weltjugendtag hat uns alle gestärkt“

Pressekonferenz zum Abschluss des XXXI. Weltjugendtags in Krakau

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Foto: WJT, FB

„Dieser Weltjugendtag hat uns alle im Glauben gestärkt, sei es in der Begegnung mit den Jugendlichen aus aller Welt oder im Dialog zwischen Bischöfen und Jugendlichen bei den Katechesen“, dieses Fazit zog Bischof Dr. Ulrich Neymeyr (Erfurt), stellvertretender Vorsitzender der Jugendkommission der Deutschen Bischofskonferenz bei der Pressekonferenz zum Abschluss des XXXI. Weltjugendtags in Krakau (30. Juli 2016). Bischof Neymeyr hat als Stellvertreter die Aufgaben von Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann übernommen, der aufgrund einer Erkrankung am Donnerstag zurück nach Deutschland reisen musste. Der Weltjugendtag, der am 26. Juli 2016 offiziell eröffnet wurde, endet morgen mit dem Abschlussgottesdienst, den Papst Franziskus gemeinsam mit den Jugendlichen feiert.

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Die Schönheit der Beichte wieder neu herausstellen

Die aktuelle Lage dieses österlichen Sakramentes ist insbesondere in Deutschland erschütternd. Die Beichtpraxis ist im Gegensatz zu anderen Jahrzehnten auf dem Tiefpunkt angekommen. Doch woran liegt dies? An der fehlenden Verkündigung? Hand auf´s Herz: Könnt ihr euch an eine Predigt oder Katechese über das Sakrament der Hl. Beichte in eurer Gemeinde erinnern?

von Markus Lederer

Confessioni in Piazza San Pietro

Bildquelle: Servizio Fotografico – L’Osservatore Romano / zitiert nach: zenit.org

Papst Franziskus und viele Heilige dieses so wunderschönen, ermunternden Sakramentes sind auch heute noch feste Fixpunkt, die uns wieder neu dazu motivieren können, beichten zu gehen. Papst Franziskus kann geradezu als Verteidiger der Beichte gesehen werden. Konkret wird dies, wenn der Heilige Vater spontan sich auf den Petersplatz begibt, um Jugendlichen die Beichte abnehmen zu dürfen. Er will damit ein Zeichen für die Beichte in der heutigen Zeit setzen.

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Mit jesuitischer Barockmoral gegen den Jansenismus

Papst Franziskus, erklärt von Prälat Imkamp

Imkamp in der „Tagespost“: „Rigorismus ist immer auch eine Mentalitätsfrage – und diese Mentalität ist jedenfalls nicht katholisch.“ The Cathwalk dankt Dr. Wilhelm Imkamp für die besonnenste konservativ-katholische Stimme seit langem. 

Prälat Wilhelm Imkamp hat es wieder getan: seine kompromisslos-katholische Stimme erhoben. Erhoben gegen den in katholisch-konservativen Kreisen weitverbreiteten Defätismus. Erhoben für Papst Franziskus und dafür, dessen jesuitisch geprägte Moral richtig zu verorten.

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Im konservativ-katholischen Spektrum wimmelt es seit Erscheinen des nachsynodalen Schreibens Amoris Laetitia von Weltuntergangspropheten und Mini-Luthern.

Im konservativ-katholischen Spektrum wimmelt es seit Erscheinen des nachsynodalen Schreibens Amoris Laetitia von Weltuntergangspropheten und Mini-Luthern. Ob von sich selbst überzeugte Laien wie Roberto de Mattei oder ein sehr umtriebiger kasachischer Weihbischof (von Gottes Gnaden, möchte man müde lächelnd hinzufügen) – kein Rang in der kirchlichen Hierarchie ist den rigoristischen Polterern gering genug, um nicht gegen den Papst zu wettern. Ein Schelm, wer erzürnte Pinscher, die einen gothischen Dom ankläffen, vor seinem geistigen Auge hat.

Umso erfrischender nimmt sich da der „Tagespost“-Kommentar Prälat Wilhelm Imkamps vom 27.05. aus. Imkamp, seines Zeichens weder für Laxismus noch für Liberalismus bekannt, nimmt Amoris Laetitia zum Anlass, den jesuitischen Hintergrund des Papstes genauer zu beleuchten: „Die überschäumende Schöpfungsfreude in poetischer Lebendigkeit dargeboten atmet den Geist des Barocks. Auch das, was der Papst uns mitzuteilen hat, lässt sich gut im jesuitischen Barock verorten.“

Jesuitismus sticht Jansenismus 

Was die jesuitische Barockmoral schon immer von asketistischer Leibfeindlichkeit, fundamentalistischem Fanatismus und rigoristischer Unsensibilität unterschieden hat, legt Imkamp gewohnt pointiert dar: Moral war für die Jesuiten nie Selbstzweck. Der Wallfahrtsdirektor von Maria Vesperbild: „Moral war kein Mittel der Unterdrückung, sondern ein Mittel der Befreiung. Nicht umsonst waren ja viele Jesuiten Beichtväter von Königen und deren Mätressen.“ Und es ist auch eine geistesgeschichtliche Konstante, dass die auf Schematismus statt Kasuistik bedachten Geister schon Jahrhunderte vor Papst Franziskus gegen die Societas Jesu schäumten: „Anhänger der jansenistischen und protestantisch-calvinistischen Frömmigkeit empfanden das, was sie als ‚Jesuitenmoral‘ abqualifizierten, als unerträgliche Provokation.“ – So empfanden die Gegner eines Ignatius von Loyola gestern, so empfinden die Gegner eines Papst Franziskus heute, möchte man ergänzen. Imkamp führt vor Augen, wie der Jesuitenpapst keineswegs die katholische Moral ändert, sie aber christus-ähnlicher, evageliums-getreuer wie so mancher kirchlicher Eiferer anwendet: „Herrlich sind Ausdrücke des Jesuitenpapstes wie ‚kalte Schreibtischmoral‘, oder ‚Felsblöcke, die man auf das Leben der Menschen wirft‘. Das ist schönste Jesuitenprosa, hier hört man förmlich die erbitterte und trotzdem humorvolle jesuitische Polemik gegen die Jansenisten, die einen dunklen, rigoristischen Schleier über die katholische Moral stülpen wollten.“

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Leseprobe – aus Josef Bordat: Credo (2016)

„Ich glaube nicht an den Weihnachtsmann. Und auch nicht an Gott.“ – Das schrieb mir mal ein Diskussionspartner in einem Mail-Wechsel zum Thema Glaube. An einen Gott, der wie der Weihnachtsmann ist, glaube ich auch nicht. Es wäre schlicht unvernünftig, an einen Gott zu glauben, der sich wie der Weihnachtsmann verhält, der einmal im Jahr zu einem festen Termin in unserer Welt auftaucht und dann wieder verschwindet, der konkrete Wünsche erfüllt, der sich an unsere Agenda hält, der im Grunde so ist wie wir, nur etwas schneller und besser, den wir halt brauchen, damit das Leben etwas spannender, spektakulärer und unterhaltsamer wird. Der Weihnachtsmann ist dazu da, unsere ruinöse Lebensform des Konsumismus mit einer feierlichen Fassade zu verkleiden. Und Gott? Der auch? Dieser Vorwurf steckt ja in dem Vergleich. Wie gesagt: An einen solchen Gott könnte ich nicht glauben.

Ich glaube an einen Gott, der sich in unserer Geschichte zeigt, in der jedes einzelnen Menschen, aber auch der ganzen Menschheit, sich aber auch verhüllt und sich gerade dadurch als für den einzelnen Menschen und die ganze Menschheit unverfügbarer Herr dieser Geschichte erweist, an einen Gott also, der sich nur in Paradoxien entäußert, den wir als „ganz Anderen“ (Rudolf Otto) ernst nehmen müssen, auch wenn wir Ihn nie vollständig einplanen können in unser Leben, und dem wir deshalb den notwendigen Raum geben sollten, Seinen Plan nach Seinem Willen für uns und mit uns zu realisieren. Ich glaube an einen Gott, der keine Wünsche erfüllt, sondern vom Wünschen befreit. Der Weihnachtsmann muss immer wieder kommen, immer wieder Geschenke bringen und es dürfen nicht weniger sein als im letzten Jahr, sonst ist die Enttäuschung groß. Gott ist einmal in die Welt gekommen und hat uns „zur Freiheit befreit“ (vgl. Gal 5, 1), auch zur Freiheit von Bedürfnissen. Dafür schenkte Er uns die unendliche Liebe Seiner Barmherzigkeit. Dagegen hat es der Weihnachtsmann schwer.

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