The Cathwalk

Das Onlinemagazin für katholische Lebensart

Schlagwort: Gender-Ideologie

Können wir uns als Menschen völlig neu erfinden?

Rezension zu: Renée Schroeder mit Ursel Nendzig, Die Erfindung des Menschen. Wie wir die Evolution überlisten, Salzburg – Wien 2016 (Residenz Verlag)

Von Prof. Dr. Josef Spindelböck

Renée Schroeder ist eine renommierte Biochemikerin und Zellbiologin. Sie lehrt und forscht in Wien als Universitätsprofessorin am Department für Biochemie der Max F. Perutz Laboratories. Gemeinsam mit der Journalistin Ursel Nendzig hat sie ein populärwissenschaftliches Buch mit dem Titel vorgelegt: „Die Erfindung des Menschen. Wie wir die Evolution überlisten“. Das Werk gilt als „Wissenschaftsbuch des Jahres 2017“ in der Kategorie „Medizin und Biologie“.

Was sind die Hauptaussagen, und wie ordnet die Verfasserin wissenschaftliche Erkenntnisse ein in ihr Weltbild?

Evolution und Evolutionismus

Gleich im ersten Kapitel („Ordnung ohne Plan“, 15–36) führt Renée Schroeder aus: Der Mensch sei aus dem Tier entstanden, und zwar als Folge einer nicht zielgerichteten Evolution. Der aufrechte Gang war ein Kennzeichen der erfolgten „Menschwerdung“. Die bekennende Atheistin polemisiert wiederholt gegen die Bestimmung des Menschen als „Ebenbild Gottes“ und nennt diese ein „kulturgeprägtes Wunschdenken“, mit dem man nicht weiterkomme (47). Sie beruft sich erkenntnistheoretisch auf Karl Popper und geht von „sich selbst ordnenden Systemen“ (33) im Bereich der Evolution aus.

Der Mensch wird auf sein Bewusstsein hin konzentriert und definiert, welches wiederum an das Gehirn gebunden sei. In der Evolution des Menschen sei die Vergrößerung des Gehirnvolumens entscheidend gewesen. Vielleicht sei irgendwann der Körper des Menschen nicht mehr wichtig: „Das Gehirn als Sitz des Bewusstseins könnte sich verselbständigen und die Fähigkeit zu einer neuen Selbstorganisation erlernen.“ (42)

Weil niemand im Universum nach dem Menschen frage, müsse sich der Mensch um sich selber kümmern, falls er im Universum noch einige Jahre oder vielleicht gar Millionen von Jahren überleben wolle (vgl. Kapitel 2: „Wann der Mensch gelebt haben wird“, 37–43). Im Anthropozän nehme der Mensch seine eigene Evolution in die Hand. Doch die Evolution kenne weder Ziel noch Perfektion.

Der Mensch solle sich selbst weiterentwickeln, gleichsam immer wieder neu erfinden. Auf diese Weise könne es zu einer qualitativen Verbesserung des Menscheins kommen. So ist die Sichtweise der Autorin in Kapitel 3 („Was ist ein Mensch?“, 45–60). Dieser Gedanke klingt gnostisch und umfasst eine Selbsterlösung auf einer naturalistischen Ebene.

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Der Sexodus

Kampf um Gleichberechtigung?

In Gesellschaft, Politik und Schule toben verschiedenste Kämpfe um Gleichberechtigung und Emanzipation. Es wird suggeriert: Die Frau kommt zu kurz und wird immer noch unterdrückt. Sie sollte die gleichen Rechte, Jobs, Privilegien und die gleiche Macht haben, wie der Mann. Mindestens! Das betrifft nicht nur die privaten, sozialen, gesetzlichen und gesellschaftlichen Verhältnisse. Auch die Vorstände und Aufsichtsräte der großen Konzerne werden tangiert. Dass die Frauen endlich akzeptiert und vollständig emanzipiert werden sollen, wird nach wie vor in den Medien gefordert – und zwar lautstark. Mit Geschrei, bis hin zu obszönen und fragwürdigen Methoden, wird die mediale Aufmerksamkeit auf das Thema Feminismus und Frauenrechte gelenkt. Man denke hierbei bitte zurück an immer wieder in der Öffentlichkeit nackt auftretende Frauen. Sie kämpfen mit entblößter Brust um Emanzipation, sexuelle Freiheit, aber gleichzeitig auch dafür, nicht mehr als Sex-Objekt gesehen zu werden. Als Frau frage ich mich: Wer soll weibliche Stimmen ernst nehmen, die nackt darum kämpfen, nicht als Sex-Objekt behandelt zu werden?

Mit dem Feminismus ringt auch die Genderbewegung als sozial-politische Lobby um Beachtung. Sie macht sich bemerkbar und drängt sich in den Mittelpunkt der menschlichen Lebensbereiche. Ob Unisextoiletten oder gleichgeschlechtliche Ampelmännchen, ob grammatikalische Veränderungen der deutschen Sprache oder Sexualerziehung vom Kindergarten bis zum Abitur – überall verbreitet sie Verwirrung und Unverständnis. Es sind Neuerungen, die sich teilweise unbemerkt, andererseits aber sehr aggressiv in alle Lebensbereiche drängen. Diese Neuheiten sind „Errungenschaften“ der sogenannten Genderforschung. Diese ist sozusagen eine Erweiterung der feministischen Bewegung, welche sich aber von den Schwerpunkten her, sehr weit vom ursprünglichen Kampf um Frauenrechte entfernt hat.

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Ein „Interview“ mit der Heiligen Edith Stein über Gender

Was die große Kirchenlehrerin, Frauenrechtlerin, Philosophin über die Thesen von „Gender“ sagen würde – Von und mit Hanna-Barbara Gerl-Falkovitz

Was würde diese große Intellektuelle und Heilige über die umstrittene “Gender”-Theorie sagen? Diese wird zwar verurteilt von allen Päpsten seit ihrem Aufkommen, von zahlreichen Kardinälen und Bischöfen sowie jüngst den Berichten der Familiensynode – auch dem der deutschen Gruppe. Aber Gender wird trotzdem von manchen Theologen und sogar in einer von der Deutschen Bischofskonferenz publizierten Broschüre vertreten, die behauptet, dass “Gender katholisch gelesen” werden könne.

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Ecce Homo: Heute beginnt der 100. Katholikentag

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Ecce Homo – „Siehe, der Mensch“. Das offizielle Plakat zum Katholikentag 2016 ist eine Variante des Zitats aus Joh 19,5, mit dem Pontius Pilatus den gefolterten und verspotteten Jesus zeigt. Foto: Katholikentag.de

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Pille-Porno-Puff-Idylle

von Dr. Martin Voigt 

Unisex-Toiletten, das voluminöse Gender-Sprech (*_/Innen), Regenbogenflaggen auf Staatsgebäuden, der aggressive Homo-Lobbyismus und die üppige Finanzierung der Gender-Studies sind die Aufreger dieser Debatte. Es ist an der Zeit, auch das destruktive Potential der familien- und bildungspolitischen Gender-Ideologie, speziell die frühkindliche Fremdbetreuung und die Sexualpädagogik, in den Blick zu rücken.

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Gender Mainstreaming ist eine moderne Spielart des soziologischen Dekonstruktivismus und steht in der Tradition der neomarxistischen Kulturrevolution. Wesentliche Bereiche des menschlichen Zusammenlebens — die Eltern-Kind-Bindung, die Familie, die sexuelle Bezogenheit der Geschlechter aufeinander — sind angeblich soziale Konstrukte, die wieder dekonstruiert werden sollen. Die Gender-Ideologie richtet sich damit gegen die traditionelle Familie bzw. gegen die Bindungsfähigkeit des Menschen. Ihr Ziel ist die Dekonstruktion stabiler sexueller und familiärer Bindungen.

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Worum es bei Heiko Maas‘ Verbot von „sexistischer Werbung“ wirklich geht

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von Birgit Kelle

Die freie Meinung läuft ständig Gefahr, falsch verstanden zu werden. Nein, dies wird kein Kommentar zu Jan Böhmerman und seinem Erdogan-Gedicht. Obwohl die Posse, die sich derzeit in den deutschen Medien abspielt und jetzt vermutlich in eine nächste, juristische Runde gehen wird, sich gut einreihen würde in eine neue Tradition des vorauseilenden Gehorsams, auch Selbstzensur genannt, die sich schleichend – aber selbstredend immer nur mit guter Absicht – in unserem Land breit macht.

Jetzt ist es – wieder einmal – der Justizminister, der antritt, uns vor eigenen Gedanken, Bildern oder Äußerungen zu schützen.  Es ist noch nicht so lange her, dass der deutsche Justizminister beschlossen hat, mit einer eigenen Taskforce die sozialen Medien vor falschen Gedanken zu bewahren. Bereits jetzt werden Facebook & Co. von politisch unkorrekten Postings gesäubert, die im vorgerichtlichen Raum von „Experten“ als „Hassrede“ definiert wurden. Damit das korrekt geschieht, scheut man auch nicht davor zurück mit ehemaligen Stasi-Spitzeln aktuell berichtet das Magazin der Spiegel, Heiko Maas, der Justizminister, dem die Frauen vertrauen, wolle „sexistische Werbung“ verbieten lassen.

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Ein Homosexueller bei der Lebensrechtsbewegung: geht das?

David Berger hält ein Plädoyer für Meinungsfreiheit gegen Gender-Gedöns

BERLIN (The Cathwalk). Gestern Mittwoch hielt der schwule Bestsellerautor und Gaystream-Chefredakteur Dr. David Berger auf Einladung der „Christdemokraten für das Leben“ (CDL) in der Berliner CDU-Landesgeschäftsstelle einen Vortrag. Gemäß dem Veranstalter, sollte mit diesem Themenabend beabsichtigt werden, „ein besonderes Zeichen zu setzen im Kampf gegen die irrsinnige Gender-Ideologie, für die Freiheit, gegen linken Jakobinismus und eine falsch verstandene political correctness!“ Der Abend war – im Sinne der Intension – ein Erfolg.

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Stefan Friedrich (linkes) und Dr. David Berger beim CDL-Vortragsabend zum Thema „Freiheit statt Gender-Gedöns und virtueller Bürgerkrieg“. Das Motto lautete: „Es lebe das freie Wort und der offene Diskurs! – Für das Leben von der Zeugung bis zum natürlichen Tod!“

Wenn ein bekannter schwuler Autor bei der Lebensrechtsbewegung von CDU/CSU spricht, sorgt dies bereits im Vorfeld für Wirbel. David Berger – ja sie haben schon richtig gelesen – der Berger, der noch 2012 sich bei der Gegendemonstration zum Marsch für das Leben des Lesben- und Schwulenverbandes (LSVD) beteiligte. Ein Jahr zuvor brach er im Rahmen seines Outings als Schwuler mit der offiziellen römisch-katholischen Kirche, für die er zuvor wissenschaftlich in unterschiedlicher Weise als konservativer Theologe tätig war. In seinem Buch „Der heilige Schein: Als schwuler Theologe in der katholischen Kirche“, welches im Jahr 2010 erschien, warf er der römischen Kurie ihren unzeitgemäßen Umgang mit der Sexualmoral, vor allem bei Homosexuellen, vor. Das Buch war nicht nur ein Besteller, sondern erzeugte auch eine mediale Kontroverse, die darin mündete, dass das Erzbistum Köln ihm im Mai 2011, die kirchliche Lehrberechtigung zur Erteilung von katholischem Religionsunterricht entzog.

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