The Cathwalk

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Schlagwort: Priester

Fünf Mythen zum Papsttum, die viele Leute immer noch glauben

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Christus gibt Petrus, dem ersten Papst, die Schlüssel: Das Fresko in der Sixtinischen Kapelle wurde um 1482 von Pietro Perugino gemalt. Foto: via Wikimedia (bearbeitet)

DENVER (CNA Deutsch).- Das Papsttum ist eines der Erkennungsmerkmale des Katholizismus. Leider ist das Amt auch eines, das mit am meisten falsch verstanden wird, ganz egal ob nun der Papst Franziskus heißt, Benedikt oder anders. Hier sind die fünf häufigsten Mythen über das Amt des Mannes, den Katholiken auch gerne liebevoll den „Heiligen Vater“ nennen:

Mythos 1: Der Papst ist immer unfehlbar

Wahr ist: Die Bedingungen, damit eine Lehre des Papstes als unfehlbar gilt, wurden im Ersten Vatikanischen Konzil 1870 festgelegt. Er ist unfehlbar, „wenn er seines Amtes als Hirt und Lehrer aller Christen waltend in höchster apostolischer Amtsgewalt endgültig entscheidet, eine Lehre über Glauben oder Sitten sei von der ganzen Kirche festzuhalten…“

Viele Päpste beriefen sich nie auf ihre päpstliche Unfehlbarkeit (es sei denn, die Heiligsprechungen zählen). Das beseutet nicht, dass die Katholiken ignorieren können, was der Papst lehrt. Es heißt nur, dass es nicht unfehlbar ist (wenn es nicht zuvor als unfehlbar definiert worden war).

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Die Kirche braucht uns! – Die Aufgabe der Laien

Die Kirche ist die Braut Christi und damit schön und heilig. Gott selbst hat sie uns zu unserem Heil gegeben. Umso mehr kann es traurig, frustriert und wütend machen, wenn man sieht wie ihr gegenwärtiger Zustand in unserer westlichen Welt ist. Es liegt nun an uns als Laien den Geist Christi in der Welt zu verkünden und dadurch die Kirche wiederaufzurichten.

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Quelle: https://www.flickr.com/

Von Josef Jung

Die Gnade der Taufe und Firmung nutzen

Die Aufgabe der Priester ist es innerhalb der Kirche zu wirken und in ihr den Heilsdienst durch die Sakramente, insbesondere durch das Messopfer, zu vollbringen. Dementsprechend ist es die Aufgabe der Laien in der Welt zu wirken und durch den Empfang der Sakramente die nötige Kraft zu erhalten, um an der Evangelisierung mitzuwirken.In der Taufe wird die Erbsünde hinweggenommen, man wird in die Gottessohnschaft wiedergeboren und damit beauftragt den Glauben zu verkünden und zu verbreiten. In der Firmung erhalten wir die sieben Gaben des Heiligen Geistes: Erkenntnis, Weisheit, Rat, Wissenschaft, Starkmut, Gottesfurcht und Frömmigkeit. Gott gibt nichts umsonst, nutzen wir seine Gaben um unserer Berufung als Christin/Christ gerecht zu werden.
Das Zweite Vatikanische Konzil macht aus der hohen Berufung und Verantwortung der Trauf- und Firmgnade keinen Hehl:

„Durch die Wiedergeburt und die Salbung mit dem Heiligen Geist werden die Getauften zu einem geistigen Bau und einem heiligen Priestertum geweiht, damit sie in allen Werken eines christlichen Menschen geistige Opfer darbringen und die Machttaten dessen verkünden, der sie aus der Finsternis in sein wunderbares Licht berufen hat (vgl. 1 Petr 2,4-10). So sollen alle Jünger Christi ausharren im Gebet und gemeinsam Gott loben (vgl. Apg 2,42-47) und sich als lebendige, heilige, Gott wohlgefällige Opfergabe darbringen (vgl. Röm 12,1); überall auf Erden sollen sie für Christus Zeugnis geben und allen, die es fordern, Rechenschaft ablegen von der Hoffnung auf das ewige Leben, die in ihnen ist (vgl. 1 Petr 3,15).“ (Lumen Gentium 10).

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7 Vorurteile gegen die Abschaffung des Pflichtzölibats

The Cathwalk. – Es ist doch ein Treppenwitz der Geschichte, dass ausgerechnet dort, wo es die viri probati tatsächlich gibt – in den glaubenstreuen katholischen Kreisen – eine so große Phobie herrscht, sie im Pfarrdienst einzusetzen. Die Vorstellung, dass Dr. Johannes Hartl in wenigen Jahren die MEHR-Konferenz mit einem lateinischen Hochamt eröffnet, ist so schlimm doch gar nicht!

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Pfarrersfamilien waren immer ein Hort der Hochkultur.

1. Sex zu haben ist eines Priesters unwürdig.

Im Alten Testament gab es tatsächlich strenge rituelle Vorschriften hinsichtlich der Sexualität, die nebenbei auch den Nebeneffekt einer guten Hygiene hatten (siehe z.B. die Reinigungsvorschriften für Frauen). In der Antike war die Vorstellung weit verbreitet, sexuell enthaltsame Menschen könnten einen reineren Gottesdienst darbringen – ein bekanntes Beispiel dafür sind die römischen Virgines Vestales, die jungfräulichen Hüterinnen des Herdfeuers im Tempel der Vesta. Im Neuen Testament wurde die Sexualität jedoch unvergleichlich geadelt – die Vereinigung von Mann und Frau in der Ehe entspricht dem hl. Paulus zufolge der innigen Liebesbeziehung zwischen Christus und Kirche. Man könnte also genausogut fragen, ob ein Priester nicht eigentlich die Erfahrung dieses Liebesaustausches mit einer Frau bräuchte, um besser zu begreifen, wie die Beziehung zwischen Christus und Kirche funktioniert.

2. Verheiratete Priester hätten zu wenig Zeit für ihre Schäflein.

Kirchengemeinderat, Öko-Ausschuss, Haushaltsaufstellungen: das sind die bürokratischen Seelsorgs-Hindernisse, deren Anzahl dringend reduziert werden müsste! Dass starker Glaube, gute und zeitintensive Seelsorge und Familienvater-Sein sich nicht ausschließen, beweisen unzählige freikirchliche Pastoren.

3. Die Abschaffung des Pflichtzölibats wäre ein Schlag ins Gesicht der zölibatär lebenden Priester und Ordensleute.

Die Abschaffung des Pflichtzölibats wäre hart für jene zölibatär lebenden Priester und Ordensleute, die ihren Zölibat nicht wirklich selbstlos und in innerem Frieden leben. Sollte es aber für den Pfarrdienst verheiratete Priester geben, müsste sich niemand, der seinen Zölibat aus innerer Überzeugung und im Frieden mit Gott lebt, angegriffen fühlen. Der Schönheit des Zölibats täte das keinen Abbruch. Ebenso wie ein Restaurant neben vorzüglichem Wein auch süffiges Bier anbieten darf und jeder Gast weiß, welches das edlere Getränk ist.

4. Die Tradition des Pflichtzölibats muss unbedingt erhalten bleiben.

Der Zölibat wird in seiner Schönheit viel besser erstrahlen können, wenn es sich nicht mehr um eine Pflicht handelt, an die der Pfarrdienst gekoppelt ist. Blühende Klöster mit zölibatären Ordensleuten und eine pastorale Struktur mit glaubenstreuen Vätern als Pfarrern, klingt das nicht verlockend? Pfarrersfamilien waren in Deutschland seit jeher ein Hort der Hochkultur. Und oft genug mit hübschen Sprösslingen, wie bei Pfarrer Tabarius aus der ZDF-Serie „Herzensbrecher – Vater von vier Söhnen“.

5. Die Aufhebung des Pflichtzölibats wäre ein Kniefall vor dem Zeitgeist.

Tragischerweise wird die Aufhebung des Pflichtzölibats bisher lediglich von kirchenpolitisch linker Seite gefordert. Es ist doch ein Treppenwitz der Geschichte, dass ausgerechnet dort, wo es die viri probati tatsächlich gibt – in den glaubenstreuen katholischen Kreisen – eine so große Phobie herrscht, sie im Pfarrdienst einzusetzen.  Die Vorstellung, dass Dr. Johannes Hartl in wenigen Jahren die MEHR-Konferenz mit einem lateinischen Hochamt eröffnet, ist so schlimm doch gar nicht! Konservative Katholiken sollten sich beim Thema viri probati nicht von den Progressisten die Butter vom Brot nehmen lassen, wie dies einst in der liturgischen Bewegung geschehen ist.

6. Einem verheirateten Priester könnte man in der Beichte nicht vertrauen.

Verschwiegenkeit ist nicht an die Ehelosigkeit gekoppelt. Sonst müsste der Pflichtzölibat ja auch für Ärzte gelten. Auch manch zölibatär lebender Pfarrer, von dem jeder weiß, wer in der Gemeinde seine Spezl sind und wer nicht, ist für viele ein Vertrauenshindernis.

7. Die Aufhebung des Pflichtzölibats ist ein Anzeichen der Apokalypse.

Dann hätte die Apokalypse längst hereinbrechen müssen, nämlich in den ersten Jahrhunderten der Kirche, in der es keinen Pflichtzölibat gab. Was sich viele konservative Katholiken fragen müssen, ist, warum sie einen so emotional-irrationalen Zugang zu dieser Frage haben. Der Pflichtzölibat ist nicht dogmatisch. Würden wir Gottes Stimme hören, wenn er in unserer heutigen Zeit in unzähligen Männern eine Doppelberufung zum Familienvater und Priester wecken will?

 

Zur Zölibatsdebatte erschien am letzten Sonntag: 

7 Vorurteile gegen den Zölibat

 

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7 Vorurteile gegen den Zölibat

The Cathwalk. – Sexuell frustiert sind wohl eher diejenigen, die sich in der Sexualität versuchen, sich dabei aber nicht allzu geschickt anstellen. 

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Der Zölibat: Am besten in der „vita communis“.

 

1. Es heißt „das“ Zölibat.

Nein, es heißt DER Zölibat. „Das Zölibad“, so könnte man vielleicht humorvoll die Schwimmhalle in einem Priesterseminar nennen.

2. Der Zölibat ist schuld am Priestermangel.

Es gibt keinen Priestermangel, es gibt einen Gläubigenmangel: zu wenig praktizierende Katholiken. Dividiert man die Anzahl praktizierender Katholiken durch die Anzahl der Priester in Deutschland, so kommt man auf den selben „Wert“ wie in früheren Zeiten.

3. Zölibatäre Menschen sind sexuell frustriert.

Zölibatäre Menschen stehen der Sexualität sehr positiv gegenüber. Sexuell frustiert sind wohl eher diejenigen, die sich in der Sexualität versuchen, sich dabei aber nicht allzu geschickt anstellen. Wie in der bekannten Cola-Werbung sind zölibatär lebende Menschen der augenzwinkernde Beweis dafür, dass da „noch mehr ist“.

4. Zölibatäre Menschen können beim Thema Ehe nicht mitreden.

Zölibatäre Menschen haben ein Stück weit das Idealbild der Ehe behalten, welches nicht von der rauen Alltagswirklichkeit verschüttet wurde. Dieses Privileg ergibt die Möglichkeit, von dieser Warte aus sehr brauchbare und unparteiische Ratschläge zu geben. Voraussetzung dafür sind gute Menschenkenntnis, soziale Intelligenz und eine Barmherzigkeit gegenüber der menschlichen Schwäche. Ohne diese drei Eigenschaften wird auch ein Verheirateter ein schlechter Eheratgeber sein – siehe die sprichwörtlliche Schwiegermutter…

5. Durch den Zölibat wird eine Scheidewand zwischen den Laienchristen und dem zölibatären Stand hochgezogen.

Wird dadurch, dass in der Allianz-Arena 75.000 Fans zuschauen und nur 22 Spieler auf dem Feld sind, das Zusammengehörigkeitsgefühl zwischen Fans und Spielern geschmälert?

6. Zölibatäre Priester werden mit der Zeit spooky.

Mit der Zeit spooky wird ein gewisser Prozentsatz an Menschen, das ist eine verhaltensbiologische Universalie. In der Regel spielt soziale Isolation dabei eine entscheidende Rolle. Ein wunderbares Rezept gegen spooky Priester ist die sogenannte vita communis, Chorherrenstifte zum Beispiel. Priester-WGs statt Hausddrachen-Haushälterin, so lautet die Devise!

7. Zölibatäre Menschen sind „Opfer“.

Zölibatäre Menschen symbolisieren auch die metaphysische Spannung zwischen Welt und Himmel. Sie sind das lebendinge Zeugnis einer Sphäre, die erhabener, nachhaltiger und schöner als Sexualität ist. Zölibatäre Menschen sind deshalb Gewinner.

 

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Spiritualität und Psychologie: Mit seelischen Problemen richtig umgehen

Als sie ihre Probleme mit jemandem in ihrer katholischen Gemeinde teilte, sagte ihr die Frau, dass sie sich Sorgen mache, dass der Teufel in ihr arbeite, und übte Druck auf sie aus, an einer Woche Besinnungstage in einem anderen US-Bundesstaat teilzunehmen.

„Natürlich sind Besinnungstage großartig“, sagte Maria gegenüber CNA. „Aber ich brauchte zu dem Zeitpunkt einfach einen Therapeuten. Und ich bin mir sicher, dass ich gute Gründe hatte, kein Interesse am Kauf eines Flugtickets für Besinnungstage zu haben“.

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Von den geheimen Lüsten katholischer Priester

Ein Kommentar von Monsignore Florian Kolfhaus

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„The smoking gun“ – Es ist oft die Unfähigkeit, oder der Unwille, der Versuchung zu widerstehen. Von Urzeiten über Heinrich VIII. bis hin zu mancher gut gemeinten „Öffnung“ heute. Foto: Raedon via Pixabay (Gemeinfrei)

Erst unlängst ist Gloria von Thurn und Taxis gefragt worden, was sie denn über den Satz denke: „Das Bett eines Priesters ist leer, aber sein Kühlschrank ist voll. Beim puritanischen Prediger sei das umgekehrt.“ Pointiert hat die Fürstin geantwortet: „Beim Puritaner ist sowohl der Kühlschrank als auch das Bett leer, sonst wäre er kein Puritaner.“

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