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Opferpriestertum statt Frauenpriestertum

Bild: Phil Roussin / flickr.com / Lizenz: CC BY-NC-ND 2.0

Muss man Word of Warcraft spielen, um einen coolen Priester zu erleben oder in die Vergangenheit reisen? Gibt es sie nur noch in Fantasy-Welten und der Vormoderne? Nein! Sie sind nicht von ehedem. In der Tradition ist das klassische männliche Priesterideal erhalten geblieben: Der Priester ist derjenige, der das Erlösungsopfer Christi in der Heiligen Messe vergegenwärtigt.

In der Alten Messe wird unüberbietbar klar, welchen heiligen Dienst der Priester an Christi statt vollzieht – und warum der Zölibat dafür angemessen ist und Mannhaftigkeit unabdingbar.

10 Kommentare

  1. Penthesilea 13. November 2018

    Psst, aber in WoW gibt es keine „Priester“. Mein weiblicher Paladin hingegen kann echt was. Vermutlich könnte sie sogar besser argumentieren als Sie.

  2. Markus Gehling 12. November 2018

    Soweit die schön illustrierte Behauptung. Ich bin jetzt mal gespannt auf Argumente.

  3. prokurator 12. November 2018

    Ich bin ja auch kein Befürworter des Frauenpriestertums. Was die Anhänger der ‚Alten Messe‘ dennoch nicht so recht verstehen: Sie glauben, die einzige, wahre katholische Tradition zu vertreten, sitzen aber einer römisch-zentralistischen Traditionsbildung auf, die im wesentlichen auf das 19. Jh. zurückgeht (die sogenannte tridentinische Messe ist römisch, nicht ‚tridentinisch‘), und als gäbe es keine anderen Formen des Ritus (mozarabisch, ambrosianisch etc.). ‚Traditionalisten‘ sind Anhänger eines ziemlich rezenten Phänomens. Der katholische Strom ist um vieles breiter als das, was hier mit zweifelhaftem intellektuellen Niveau verkauft wird…

    • D(e)r Feingold 13. November 2018

      Lieber Herr Prokurator
      Alle lateinischen Riten haben dasselbe Hochgebet egal ob Mozarabisch ambrosianisch Dominikanisch Ritus von Braga oder Lyon oder die sogar die Liturgie der Karthäuser erst nach dem Va<tikanum II wurde das zerstört konkret 1967 mit der Instruktion Tres abhinc annos

      • prokurator 13. November 2018

        Nein, das ist schlicht und einfach falsch. Einfach mal aktuelle katholische Kirchengeschichtsforschung zur Kenntnis nehmen, z.B. A. Angenendt, Lobpreis der Alten Liturgie?, Stimmen der Zeit 10/2010, 651ff. Die „verfälschten nachkonziliaren Riten“ sind viel deutlicher bei den Kirchenvärtern und in der katholischen Tradition der Spätantike verwurzelt als römische Hochgebet. Die „Opfertheologie“ der sogenannten Alten Messe (deren Berechtigung ich ja überhaupt nicht abstreiten möchte) ist eine historisch neue Entwicklung, Zitat aus dem Aufsatz:

        ‚Daß die veränderte Form [des römischen Hochgebetes], wie sie heute vorliegt, eine Sonderentwicklung ist, zeigt auch der Blick auf die östlichen Liturgien: Keinerlei Anzeichen weisen darauf hin, „daß sich die Darbringungsaussage auf etwas anderes bezieht als auf die zur Heiligung durch den Geist Gottes bereitgestellten Gaben Brot und Wein. Eine Darbringung Christi oder auch nur eine konsekratorische Auffassung der Einsetzungsworte ist im Gedankengang der östlichen Anaphoren ausgeschlossen.“‘

        Ich bin praktizierender Katholik, aber ich halte den Häresie-Vorwurf, der seitens der Orthodoxen manchmal erhoben wird, für nicht unberechtigt.

        Um nicht falsch verstanden zu werden: Die Alte Messe hat natürlich ihre Berechtigung. Aber sie als die einzig wahre Messliturgie in der katholischen Kirche gelten zu lassen, zeugt von nichts anderem als Anmaßung und historischer Unbildung.

      • Nepomuk 14. November 2018

        Tja… nur lehrt die Kirche, daß diese Darbringung eben stattfindet, und zwar, wenn ich mich richtig erinnere, auf dogmatischem Niveau. Das mag durchaus eine spätere Entwicklung (als Ausbildung von an sich immer vorhandenem Glauben) sein, die an den Orthodoxen vorübergegangen ist; wenn sie uns deswegen Häresie vorwärfen, weil wir etwas glauben, das Trient dogmatisiert hat (was ich jetzt hier nur vermute und nicht noch einmal nachschaue), dann wären nicht wir, sondern sie die Häretiker.

        (später vielleicht mehr. Einstweilen so viel: das 19. Jahrhundert war kirchlicherseits so schlecht nicht.)

      • Prokurator 15. November 2018

        Man kann natürlich alles ahistorisch mit dem Argument „Lehramt/Dogma“ vom Tisch wischen, und so den Spielraum, was rechtgläubig ist, immer mehr verengen. Überzeugend finde ich das nicht im Geringsten. Wo bleibt da die „Allumfassendheit“?

        Ich bestreite ja nicht, dass die Lehre vom Opfer dogmatisiert ist. Die 13. Sitzung des Tridentinums samt Kanones unterschreibe ich natürlich auch alle (allerdings ist dort – soweit ich auf die Schnelle sehe – nicht die Opferlehre dogmatisert). Ich wüßte aber nichts, was vor diesem Hintergrund an der ‚neuen‘ Messe defizitär wäre. Und deswegen halte ich es für anmaßend und spalterisch, solch einen Kult um die Alte Messe zu betreiben.

  4. Jens Freiling 12. November 2018

    Schöne Bilder und Filmchen sind meiner Meinung nach kein überzeugendes antimodernistisches Argument.

    • D(e)r Feingold 13. November 2018

      Lieber Herr Freiling
      Man will hier ja keine „Argumente“ man will ja feiern da reichen Filmchen zur Befriedigung völlig
      aber zum Thema so löblich es ist daß die tridentinische Messe wieder mehr Raum bekommt sehe ich doch ein Problem viele dieser Priester sind in den verfälschen nachkonziliaren Riten geweiht an deren Gültigkeit seit ihrer Einführung erhebliche Zweifel bestehen es kann also zur paradoxen Situation kommen daß ein Priester im alten Ritus geweiht wird von einem Bischof der selbst gar nicht geweiht sein könnte
      und noch ein Wort zum Zölibat in der unierten Kirche gibt es dann also Priester die eine altehrwürdige Liturgie feiern aber nicht angemessen leben, darf ich das so verstehen

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