The Cathwalk

Das Onlinemagazin für katholische Lebensart

Schlagwort: Mode (Seite 1 von 2)

70 Jahre Bikini, wir sagen: „Joyeux anniversaire!“

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Bikinis in einem Schaufenster

Zoon katholikon – die Kolumne von Klemens Stenzel

Am 05. Juli 1946 erblickte wohl jenes Kleidungsstück die Welt, das wie sonst nur die Jeans nicht nur die Modewelt veränderte: der Bikini. Tagespolitisch aktuell nach den Atombombentest im Bikiniatoll benannt, begann sein Siegeszug als Skandal und zählt heute zum modischen Selbstverständnis einer jeden westlichen Frau. Und was hat das alles mit Kirche, Cathwalk und katholischer Lebenslust zu tun?

So ziemlich alles!

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100 Jahre Mode in 120 Sekunden

Was trug man eigentlich 1915? Und was in den 50er Jahren? Ein spannendes Video zeigt typische Outfits aus 100 Jahren Mode in einem zeitgerafften Zweiminüter.

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Das Konzil zu Calzedonia (2/2)

Die ikonoklastische Hypermoralisierung Deutschlands im Sommer 2015 (revisited) Teil 2

von Martina Rettul

Der netzbasierte hochsommerliche Widerstand, den Lehrer einer Realschule in Horb/Baden-Württemberg 2015 ernteten, als sie der nackten Haut ihrer Schülerinnen durch das Verbot von Hotpants und bauchfreien T-Shirts zu Leibe rücken und Zuwiderhandlungen mit dem Spießrutenlauf in XXL-Shirts sanktionieren wollten, war also auch ein Bekenntnis der Solidarität von praktizierenden Gläubigen mit ihrer ästhetisierenden Hierarchie; ikonographisch verkörpert durch storchenbeinige Models wie Alexa Chung, Miranda Kerr und Cara Delevingne. Es war ein Ja der „mündigen Basis“ zu Orthopraxie und strengster Dogmatik und die kollektive Abweisung einer gut gemeinten Moral-Agenda per Kleiderordnung.

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Entscheidend war und ist, daß Hotpants sehr kurz sind – sonst sind sie keine. Das eine hängt mit dem anderen zusammen. So kanonisch-kompliziert geht Mode. Die Jagd nach dem Thigh-Gap, der auf Deutsch etwas ungelenk klingenden Oberschenkellücke, hätte, jenseits der Bademoden-Enklaven Stand, Freibad, Baggersee gar keinen Sinn; ist also nicht denkbar ohne die dogmatische Off-Beach-Vorgabe: Hotpants. Nicht jede Frau kann einen Thigh-Gap haben, egal, wie dünn oder durchtrainiert sie ist. Die Beckenstellung ist entscheidend, ein Thigh-Gap ist nur bei sehr schmal gebauten Damen möglich. Aber darum geht es nicht. Jedes Modebewußtsein zielt immer auf dogmatische Nachfolge; ist ein Reflex auf die vorangegangene Ikonenproduktion – auf das IT-Girl, den Film-Star oder das Top-Model.

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Das Konzil zu Calzedonia (1/2)

Die ikonoklastische Hypermoralisierung Deutschlands im Sommer 2015 (revisited) – Teil 1

Der Sommer 2015 wird in die Geschichte eingehen; ebenso wie der „summer of love 1967“ und das „Sommermärchen“ von 2006. Und so wie im blutigen Fanal des Rock-Konzerts von Altermont 1969 die Flower-Power-Träume von 67 wie Seifenblasen platzten und sich 2006 – passend zur UEFA-Euro – gerade als FIFA-Märchenstunde entpuppt, tut man gut daran, die Verheißungen und Konfliktlinien des Sommers 2015 aus der saisonal naherückenden Distanz von einem Jahr noch einmal in den Blick zu nehmen; wir werden noch länger mit ihnen zu tun haben. Be sure to wear some memories in your head… .

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Quelle: Caledonia Beachwear 2015

von Martina Rettul

2015 war ein Sommer unter mehr oder weniger offen erkennbaren eminent moral-theologischen Vorzeichen, die, teils banal, teils hochpolitisch, noch einmal zu dechiffrieren sind. Wir unterlassen an dieser Stelle Betrachtungen zur „heilsgeschichtlichen Mission der Kanzlerin“ (Christian Geyer, FAZ), zur willkommens-kulturellen Ebene (dazu an anderer Stelle mehr), sondern wenden uns vermeintlich Banalem zu, dem nichtsdestotrotz in nuce alles Wesentliche eingeschrieben ist.

Zu besichtigen ist in beiden Fällen die Hypermoralisierung der deutschen Gesellschaft auf der Zielgerade der Lutherdekade. Nicht von ungefähr: denn das Erbe der Reformation ist Moral; war es von Anfang an, obwohl sich Luther ja eigentlich aller Moral (der guten Werke) entledigen wollte. Man könnte auch sagen: „dumm gelaufen“.

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Ein Lobpreis auf den Maxirock

The Cathwalk ist ein Debattenmagazin: Nach der Hymne auf den Minirock werfen wir auch ein Blick auf den Maxirock. Zum Glück ist Mode nicht dogmatisch...

Er ist wieder in Mode. Die einen feiern ihn, die anderen verweigern ihn. Ein Kleidungsstück, an dem sich die Geister scheiden. Zehn Argumente, warum der Maxirock und auch sein kleiner Bruder, der Midirock, die Aufmerksamkeit bekommen sollten, die sie verdienen.

Von Carolin Nett Lüdeke

Élégance et Esprit

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© f1rstlife / Carolin Lüdeke

Seit 2011 haben sich die langen Röcke wieder auf den Laufsteg zurück gekämpft, wie die Modezeitschrift „Cosmopolitan“ berichtete. Es gibt sie in den unterschiedlichsten Farben, Schnittmustern und Stoffen. Einen eleganten und gleichzeitig verspielten Akzent stellen die Maxi’s in einer Welt voller Hosen und Miniröcke dar. Maxikleider und -röcke sind mittlerweile zu einem „Must have“ geworden. Ein steiler Karriereaufstieg.

Mission possible

Außer Frage steht wohl, dass Mode stilsicher getragen werden muss. Ob mit einer Bluse, einem Shirt oder einem Blusentop kombiniert, Maxiröcke sind schlichtweg trendy und feminin. Ob klassisch oder leger, Vintage oder Streetwear – der Maxirock kommt immer gut an. In dem Modemagazin „Glamour“ ist er als „Trend-Piece“ verschrien, weil er sich so gut wandeln lässt. Für eine Frau ist das wohl einer der wichtigsten Aspekte, wenn sie shoppen geht.

Keine Grenzen

Die Trendsetter überwinden alle Grenzen. Es gibt keine Unterschiede zwischen den Generationen: Sowohl Jugendliche als auch 30-jährige Mütter können, dem jeweils eigenen Stil entsprechend, den richtigen Rock finden, ohne sich dem Mainstream anpassen zu müssen. Der Maxirock ermöglicht es, individuell zu bleiben. Mit einem langen Rock kann man nie etwas falsch machen – egal ob im Alltag, beim Theaterbesuch oder auf einer Hochzeit.

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Kunst, Geschmack, Manieren und Mode: Stilfragen, um besser zu werden

Hinter Kunst, Geschmack, Manieren und Mode steht ein Begriff, der in bester Weise all dies vereint und etwas erschafft, was ohne Bildung nur schwer zu fassen ist. Neugierig?! Hier geht es zu deiner Portion Kultur für den Alltag.

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© f1rstlife / Renata Crnoja

von Renata Crnoja

Einst sagte eine der größten französischen Modeschöpferinnen und Visionärinnen Coco Chanel:„fashion fades, only style remains the same.“ Wenn nun also Mode vergeht und nur der Stil ein Bleiberecht hat – wie können wir ihn uns zu eigen machen? Was macht ihn überhaupt aus? Wann ist oder wird Stil stilecht und gut?

„Ihre Frage ist nicht Sein oder Nichtsein, sondern ist zugleich Sein und Nichtsein. Sie steht immer auf der Wasserscheide von Vergangenheit und Zukunft und gibt uns, solange sie auf der Höhe ist, ein so starkes Gegenwartsgefühl, wie wenige andere Erscheinungen“ (Simmel).

Die Beschäftigung mit Mode war schon immer kontrovers und bleibt es. Die Begeisterung für das oftmals nur als oberflächlich geschimpfte Phänomen ist eine ständige Gradwanderung zwischen dem Anspruch, sie sei eine Kunstform oder gar Kunst, und der völligen Ignoranz ihrer Bedeutung für die Kultur und das postmoderne Selfie-Individuum. Keine Frage, sie ist wohl das schnelllebigste Phänomen unserer Zeit und doch ist sie – und war es schon  immer – ein Ausdruck und Indikator, ein sensibler Seismograph sozikultureller Strömungen und aktueller Zeitgeschehnisse.

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Der «himmlische» Gentleman

Fragen Sie sich auch manchmal, wo er geblieben ist, oder was ihn von anderen Männern unterscheidet?

Von Ulrike Walker

Gehört der Gentleman zur Spezies «englischer Mann», der antiquiert und emotionslos nicht mehr so recht ins 21. Jahrhundert passen möchte? Oder ist er ein Mann von Welt, ein Lebemann, der in massgeschneiderten Anzügen, rahmengenähten Schuhen und mit Louis Vuitton Taschen in 80 Tagen um die Welt jettet? Oder traf König Jakobs II. den Nagel auf den Kopf mit der Bemerkung, die Schaffung eines Gentlemans sei dem Allmächtigen vorbehalten?

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Elegant man in a suit with glass of beverage and cigar in vintage room. Fashion. Foto: Standart Lizenz von fotolila. Alle Rechte vorbehalten!

Verehrte Leser, ich kann Sie indes beruhigen, eine einheitliche und allgemeingültige Definition des Gentlemans gibt es nicht, und nein, auch Ihr Seelenheil hängt nicht davon ab, ob Sie als Gentleman eine Art Lebenskunst zelebrieren oder als ungehobelter Kauz durchs Leben stolpern. Nichtsdestotrotz – en vogue ist er wieder. Selbst ein Filmemacher wie Quentin Tarantino favorisiert eindeutig die Haltung des Gentlemans.

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