The Cathwalk

Das Onlinemagazin für katholische Lebensart

Schlagwort: Pornographie

Neue Analyse zeigt: Pornographie macht Männer unzufrieden mit der eigenen Beziehung

„Der Gebrauch von Pornographie steht in Zusammenhang mit einem niedrigeren Grad an Zufriedenheit in zwischenmenschlichen Beziehungen.“ Ausgwertet wurden die Daten von Querschnittserhebungen, Längsschnittuntersuchungen, und Experimenten.“ Besonders ein erheblich „niedrigerer sexueller und relationaler Zufriedenheitsgrad“ unter männlichen Pornographie-Sehern wurde festgestellt.

Insgesamt wurden die Daten von 50.000 Teilnehmern in zehn Ländern analysiert.

Diese Meta-Studie widerspricht einem anderen kürzlich veröffentlichten Forschungsbericht, demzufolge Pornographie einen positiven Einfluss auf seine Nutzer hat. Wer hat also recht?

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Die kirchliche Sexualmoral

Keine kalte „Schreibtisch-Moral“ entfalten

Eine Replik auf Georg Dietleins Beitrag über Selbstbefriedigung und Pornographie

von Josef Jung

 MÜNSTER (The Cathwalk am Sonntag). – Die jüngsten Ausführungen über Selbstbefriedigung, Pornographie und Sexualität von Georg Dietlein lassen die Frage aufkommen, was aus dem Ratschlag von Papst Franziskus wurde, Evangelium und Gnade nicht „zu toten Steinen zu machen […] mit denen man die anderen bewerfen kann“. Die Lehre der Kirche ist komplexer als es platte Verurteilungen sind.

Die kirchliche Sexualmoral – Quellen und Entwicklungen

060208_lead_newDie heute gültige katholische Lehre über Sexualität wird vor allem in der Enzyklika „Humanae vitae“ (1968) Pauls VI., der Erklärung der Glaubenskongregation „Persona humane“ (1970) von Ratzingers Vorgänger in der Glaubenskongregation Franjo Kardinal Seper und in dem aktuellen Katechismus der katholischen Kirche entfaltet. Vom Katechismus liegen zwei verschiedene Versionen vor, eine „blaue“ von 1992, und eine „rote“ Neuübersetzung von 1997.

Das erste Mal, dass sich in der Moderne ein Papst in einer Enzyklika intensiv mit der katholischen Sexuallehre auseinandersetze, vor allem über Verhütungsmittel, war in „Casti Connubi“ (1930). Die Enzyklika wurde in der Epoche der neuscholastischen Methode geschrieben. Das heißt, dass der Sexualethik eine Vernunft zugrunde gelegt wird, die aus einer finalistischen Biologie hergeleitet wird. Da Gott der Schöpfer der Welt ist und als solcher, so die Lehre, erkannt werden kann, könne man auch aus der Biologie herleiten, was der Wille Gottes sei. Ziel ist es, möglichst konkrete Aussagen zu treffen. Die Enzyklika trifft in Bezug auf Verhütungsmittel daher die Aussage:

„Was gegen die Natur ist, kann nicht mit der Natur in Übereinstimmung gebracht werden. Da aber der eheliche Akt nach seiner Natur zur Zeugung des Kindes bestimmt ist, handeln diejenigen, welche bei seiner Ausführung absichtlich den Akt seiner natürlichen Kraft und Qualität berauben, gegen die Natur [contra naturam], schimpflich und in sich schlecht.“ (DH 3700–3724, hier 3716)

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Die Zukunft hängt an der Liebe

Leiblichkeit und Sexualität – Teil 3b

von Georg Dietlein

Das geistliche Leben als Abwehrkraft

Um den Angriffen des Teufels auf Augenhöhe entgegentreten zu können, ist ein gefestigtes geistliches Leben besonders wichtig. Das Gebet ist gleichsam der Gegenpol zu unseren unreinen Gedanken. Das Gehirn verträgt kein Vakuum. Kommen in uns unreine Gedanken auf, so ist es die einzige erfolgsversprechende Lösung, diese mit dem Gedanken an Jesus Christus zu überwinden. Frieren wir unsere Gefühle und Assoziationen für einen kurzen Moment ein, führen wir uns vor Augen, was für erbärmliche und hilfsbedürftige Menschen wir eigentlich sind – und dann denken wir an Jesus: Alleine können wir den Kampf nicht bestreiten. Doch seine Gnade genügt uns.

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Die Zukunft hängt an der Liebe

Leiblichkeit und Sexualität – Teil 3a

von Georg Dietlein

Abwendung vom Bösen durch Hinwendung zum Guten

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Wer regelmäßig Pornographie konsumiert und sich in der Sucht der Selbstbefriedigung verfangen hat, gehört nicht verurteilt oder verteufelt. Vielmehr muss ihm geholfen werden. Nicht nur Christen und Katholiken, sondern auch Ungetaufte sprechen ungern über ihr Verhältnis zu Pornographie und Selbstbefriedigung. Irgendwie ist uns das peinlich. Es ist uns peinlich, dass wir uns auf ein solch tiefes Niveau herablassen und letztlich nur Sklave unserer eigenen Triebe geblieben sind.

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