Die Zukunft hängt an der Liebe – Teil 3

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Bild: StarFlames / pixabay.com
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Von Georg Dietlein

Wer regelmäßig Pornographie konsumiert und sich in der Sucht der Selbstbefriedigung verfangen hat, gehört nicht verurteilt oder verteufelt. Vielmehr muss ihm geholfen werden. Nicht nur Christen und Katholiken, sondern auch Ungetaufte sprechen ungern über ihr Verhältnis zu Pornographie und Selbstbefriedigung. Irgendwie ist uns das peinlich. Es ist uns peinlich, dass wir uns auf ein solch tiefes Niveau herablassen und letztlich nur Sklave unserer eigenen Triebe geblieben sind.

Viele Menschen würden sich gerne aus den Schlingen von Selbstbefriedigung und Pornographie befreien, sind dazu allein allerdings nicht in der Lage. Ausnahmen werden bald zu regelmäßigen Lastern – und diese zu „eingefleischten“ Gewohnheiten, die man nur noch sehr schwer los wird. Der Apostel Paulus gibt uns dazu mit auf den Weg: „Lass dich nicht vom Bösen besiegen, sondern besiege das Böse durch das Gute!“ (Röm 12,21) – Mit anderen Worten: Gegen das Böse kommen wir nicht aus uns selbst heraus an. Wir brauchen ein Heilmittel, nämlich das Gute.

Erst wenn wir mit dem Guten gegen das Böse ankämpfen, kann es uns gelingen, dieses Böse zu überwinden. Darum sollten wir auch weniger darauf schauen, was wir eigentlich nicht tun sollten. Gewöhnen wir uns den krampfhaften und ängstlichen Blick auf Sünde und Schuld ab und starren wir nicht hoffnungslos auf das Ideal von Verzicht, Opfer, Enthaltsamkeit und Jungfräulichkeit. Wenn wir immer wieder über Selbstbefriedigung und Pornographie nachdenken, wird uns das Böse bald wieder in seinen Bann ziehen und uns überfallen. Vielmehr sollten wir darüber nachdenken, wie wir die Lücke füllen könnten, die dadurch entsteht, dass wir das Böse aus unserem Herz verbannen, es gleichsam aus unserem Herz „herausschneiden“. Diese Lücke kann man nicht mit Ge- und Verboten füllen. Halt gegen kann uns im Kampf gegen die Sünde allein: unsere unbedingte Hingabe an Jesus Christus und die Menschen – und die dazu erforderliche Gnade Gottes.

Abwendung vom Bösen durch Hinwendung zum Guten

Doch was bedeutet das konkret? – An erster Stelle sollten wir daran arbeiten, immer mehr aus uns herauszugehen, uns an andere Menschen zu verschenken und sie aufrichtig zu lieben. Wer sich wirklich in der Sucht von Selbstbefriedigung und Pornographie verfangen hat, der braucht „Ersatz“, der sucht nach etwas, das ihn wirklich erfüllt, befriedigt und ihm Halt gibt – und das ist die Liebe. Wir alle wissen, wie erfüllend und glücklich machend es sein kann, sich an andere zu verschenken. Wer einen ganzen Tag lang auf Kinder aufgepasst, wer lange Zeit kranke, alte und pflegebedürftige Menschen gepflegt, wer regelmäßig Ratsuchenden geholfen und Schüler in besonderen Lebenslagen betreut hat, der hat erfahren: Wer sich ganz gibt, der verliert nicht, sondern erhält mindestens das Doppelte zurück. Es gibt nichts Erfüllenderes als das Wissen darum, dass nicht nur wir selbst glücklich sind, sondern auch unser Gegenüber. Darum ist der erste Weg, um aus der Selbstbeschäftigung mit sich und seiner eigenen Sexualität herauszukommen, jener, den Blick vom Ich zum Du zu wenden und sich selbst in kleinen Taten der Hingabe und der tätigen Nächstenliebe zu verschenken.

Sich von der Gnade führen lassen

Doch dies alles bleibt ohne Frucht, wenn wir allein versuchen, uns selbst zu helfen. Niemand kann sich selbst helfen. Wer dies versucht, erliegt der hoffnungslosen Versuchung der Eitelkeit und des Stolzes. Gott allein kann uns helfen. Und: Er wird uns helfen. So beten wir in der Osternacht: „Denn niemand macht Fortschritte im Guten, wenn ihn nicht Deine Gnade führt.“

Wo beginnt das Wirken der göttlichen Gnade? – In den Sakramenten! Sie helfen uns dabei, uns von der Macht des Todes und der Sünde zu lösen und wieder mit der Liebe Christi in Berührung zu kommen. In unserem Leben werden wir immer wieder die Erfahrung machen, dass wir fallen, selbst in Momenten, in denen wir dies gar nicht einmal vermuten. Schlimm ist dabei noch nicht einmal die Niederlage, sondern das Liegenbleiben. Wer nach einer Niederlage sofort wieder aufsteht, sich besinnt, die eigene Schuld einsieht, bereut, im Sakrament der Beichte bekennt, büßt und sich bessert, der zieht aus der Niederlage so viel Kraft und Gnade, dass die Niederlage schließlich nicht zum Sieg des Teufels, sondern zum Sieg Christi wird. Besonders wichtig dabei ist das sakramentale Leben. Wer von der Sucht der Sünde loskommen möchte, sollte sich zunächst einem Priester anvertrauen, mit dem er sich alle zwei Wochen zur geistlichen Leitung und Beichte trifft.

Das Sakrament der Versöhnung ist dabei nicht nur der Ort, um für das Vergangene Vergebung zu erlangen, sondern auch im Künftigen besser zu werden. Dabei hilft uns die göttliche Gnade. Die Beichte ist wirklich nicht der Ort, vor dem man sich fürchten muss, sondern ein Geschenk, auf das man sich freuen kann. Wer wirklich demütig und selbstkritisch in sich geht, die eigenen Sünden voll Reue eingesteht und noch in der Beichte den ehrlichen Entschluss fasst, der Macht der Sünde abzuschwören, ist auf dem richtigen Weg. Er wird frohen Herzens und beschenkt mit so vielen Gnadengaben aus dem Beichtstuhl gehen! Freilich wird auch der reuige und zur Besserung entschlossene Sünder immer wieder vom Teufel in Versuchung geführt werden. Da gibt es einerseits die Rechtfertigungsversuche der Sünde: „Das ist doch alles gar nicht so schlimm. Das merkst Du doch. Du willst es doch auch …“ – und andererseits die Verzögerungsversuche: „Du kannst doch auch morgen noch damit anfangen, an Dir zu arbeiten. Heute doch nicht …“.

Wer den Mut hat, im Sakrament der Versöhnung demütig mit seinen Sünden vor Gott zu treten, diese offen auszusprechen und um Vergebung für seine Schuld zu bitten, der wird von Gott reichlich belohnt: Seine Demut im Umgang mit der eigenen Schuld wird in Starkmut im Kampf gegen den Teufel gewandelt, seine Abwendung vom Bösen in die Hinwendung zum Guten, seine Tränen in Freude.

Leistet Widerstand in der Kraft des Glaubens!

Oft ist es ratsam, sich von einem erfahrenen Priester geistlich ein wenig an die Hand nehmen zu lassen und sich regelmäßig zu treffen, unabhängig davon, ob es im sechsten Gebot Niederlagen gab: Was kann ich tun, um nicht erst gar nicht in Versuchung zu geraten? Was kann ich tun, um den Versuchungen des Satans zu widerstehen? Was kann ich präventiv unternehmen, um nicht in eingefleischte Gewohnheiten zurückzufallen?

Um den Kampf gegen den Teufel auch zu gewinnen, müssen wir ihn bereits weit vor den Mauern unserer Seele aufnehmen und nicht erst an den Festungsmauern selbst. „Gleichgewichtskünste am Rande des Abgrunds sind schlecht.“1 Wer sich auf unreine Gedanken und Phantasien einlässt und diese fortspinnt, ist bald nicht mehr Herr seiner selbst. Der Teufel nutzt auch den kleinsten Spalt in den Mauern unserer Seele, um sich unseres Herzens zu bemächtigen. So nimmt jeder Verstoß gegen das sechste Gebot stets seinen Anfang in unseren Gedanken und in unserer Phantasie. Vielmehr noch: Sexualität entwickelt sich immer zunächst in unserem Kopf. Begierde, Lust und Trieb sind zunächst psychische Dimensionen, die in einem zweiten Schritt auch in unserer Leiblichkeit zum Ausdruck kommen. Die frohe Botschaft dieser Einsicht lautet: Wir können unsere Sexualität, unsere Triebhaftigkeit und unsere Leiblichkeit beherrschen, solange wir unsere Gedanken beherrschen. Lassen wir uns hingegen von unseren Gedanken steuern und treiben, werden wir Sklave unserer Sexualität, unserer Triebhaftigkeit und unserer Leiblichkeit.

Ersticken wir unreine Gedanken und Phantasien bereits an der Wurzel! Lassen wir den Teufel auch nicht den kleinsten Schritt weit in unsere Seele eindringen, denn ansonsten wird er versuchen, sich unserer gesamten Seele zu bemächtigen. Unsere inneren Widerstandskräfte sind begrenzt. Hat es der Teufel einmal geschafft, sich in unsere Gedanken einzumischen, ist es ihm ein Leichtes, weiter in unser Herz vorzudringen und von dort aus unseren ganzen Körper zu infizieren. Dazu ein ganz konkretes Beispiel: Wer beim Surfen im Internet oder in sozialen Netzwerken wie facebook auf ein sexuell aufreizendes Bild stößt, ist gut damit beraten, weiterzuklicken, unmittelbar die Internetseite zu wechseln oder den Internetbrowser einfach für einen Moment zu schließen. Wer sich hingegen von dem anziehenden Bild leiten lässt – man möchte doch nur mal gucken … – und schließlich weiterklickt, gerät schnell außer Kontrolle. Gehen wir erst gar nicht auf Internetseiten, die uns in Versuchung führen könnten oder die sogar pornographisches Material beinhalten, damit sich nicht zunächst unsere Gedanken und dann unser Herz verfängt! Allzu schnell verselbständigt sich die Versuchung und erobert schließlich unser ganzes Herz. Leisten wir dem Eindringling Widerstand in der Kraft des Glaubens!

Die Erfahrung der Versuchung und des Scheiterns haben schon die engsten Freunde Jesu, die zwölf Apostel gemacht, als der Herr sie bat, ihn in den Garten Getsemani zu begleiten und dort auf ihn zu warten und für ihn zu beten. Die Szene im Garten Getsemani ist für Jesus keine unbedeutende Szene. Es ist der Abend des Gründonnerstages. Der Herr, von Judas verraten, steht kurz vor seiner Verhaftung und seiner Passion: „Meine Seele ist zu Tode betrübt. Bleibt hier und wacht!“ (Mk 14, 34) Gerade in diesem wichtigen Moment versagen die Jünger Jesu und schaffen es nicht einmal, für einen guten Freund eine Stunde lang zu wachen und zu beten. Als der Herr von seinem Gespräch mit dem Vater zurückkommt, findet er die Apostel schlafend: „Wacht und betet, damit ihr nicht in Versuchung geratet. Der Geist ist willig, aber das Fleisch ist schwach.“ (Mk 14, 38) Sicherlich hatten die Apostel die gute Absicht, wirklich wach zu bleiben und für Jesus zu beten. Doch der Teufel führte sie in Versuchung, eroberte ihre Gedanken und ließ sie schließlich fallen. Wer dem Teufel auch nur im Kleinsten nachgibt, ist schnell nicht der Herr seiner selbst. Aus dem „Ich mache nur mal kurz die Augen zu“ oder „Ich mache mal kurz ein Nickerchen“ wurde so der Schlaf der Apostel.

Um gar nicht erst zu Fall zu kommen, müssen wir präventiv tätig sein. Es wäre Sünde sich Gefahren auszusetzen, von denen wir wissen, dass wir ihnen unter Umständen nicht widerstehen können. Meiden wir etwa solche Orte, Zeiten, Medien und Personen, von denen wir wissen, dass sie unsere heilige Reinheit – die Reinheit des Herzens, der Sinne und des Leibes – gefährden könnten. Haben wir den Mut, feige zu sein, und folgen wir unseren Freunden etwa einmal nicht, wenn sie vorhaben, sich im Kino einen Film anzuschauen, von dem bekannt ist, dass er mit „schlüpfrigen“ und sexuell eindeutigen Szenen aufgeladen ist. In Zeiten des Internets können etwa auch Internetfilter für Computer und Handy hilfreich sein. Auch weitere individuelle Gefahren – Drogen, Alkohol, Fernsehen, Zeitschriften, Trägheit und Zerstreuung – sollten identifiziert und durch gute Vorsätze bekämpft werden. Oft sind sie das Einfalltor für den Teufel, der sich dann schnell unserer Sinne beraubt. In einem Buch las ich von dem beeindruckenden Zeugnis eines Ehepaares, das sich dazu entschlossen hatte, die allzu sexy Titelseite der jeweiligen TV-Programmzeitschrift einfach abzureißen.2 Ein guter Tipp, um nicht im Geiste Ehebruch zu begehen …

Schließlich geht es in heiklen Momenten darum, eine akute Versuchung zu versuchen und nicht als schöne Gelegenheit aufzufassen, noch einmal in alte Gewohnheiten zurückzufallen. Vielmehr wird hier unsere kraftvolle Absage an Satan, Sünde und Tod gefordert. Fangen wir früh genug an, Nein zu sagen – und entlarven wir den Teufel als „Vater der Lüge“ (Joh 8, 44), die Sünde als den Weg ins Unglück und die Versuchung als trügerisches Nebellicht! Sagen wir dem Teufel ins Gesicht: „Das, was Du von mir willst, entspricht nicht der Liebe Jesu Christi.“

Fortsetzung folgt.

1 Josemaría Escrivá, Freunde Gottes, 2. Aufl., Köln 1980, Nr. 186.

2 Randy Alcorn, Behüte dein Herz. Warum es wichtig ist, mit Sexualität richtig umzugehen, Bielefeld (Christliche Literatur-Verbreitung) 2014, S. 66. Auch online verfügbar: http://clv-server.de/pdf/256153.pdf.

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Georg Dietlein (* 1992) ist katholischer Journalist und Publizist. Er begann sein Studium der katholischen Theologie an den Universitäten Bonn und Köln bereits als Schüler im Alter von 13 Jahren. Mit 15 Jahren veröffentlichte er sein erstes Buch. 2013 schloss er sein Studium der Betriebswirtschaftslehre an der Universität zu Köln mit einer Arbeit zum kirchlichen Management ab. Zur Zeit beendet er sein Studium der Rechtswissenschaften an der Universität zu Köln.

7 Kommentare

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  3. Aus: http://www.alice-miller.com/de/frenzy/ beschreibt die Folgen eines hochneurotischen und paranoiden Zugangs zur menschlichen Gefühlswelt, zur Sexualität:

    „…Whitney Post ist Angehöriger der weißen Mittelschicht und zum Zeitpunkt der Befragungen 32 Jahre alt, verheiratet, selbständig tätig. Er ermordete sechs Prostituierte und quälte weitere Frauen. Alle anderen Fakten erzählen er selbst sowie seine Geschwister.

    Ein frommes Heim, die Lüste der Eltern und die Panik der Kinder:

    „Sein [Post’s] Vater, Hubert, war Pfarrer in einer fundamentalistischen Kirchengemeinde. Das vom Vater angeordnete Lesen und Auslegen der Bibel betraf sämtliche Bereiche des Familienlebens, in dem die Achtung vor den Eltern die oberste Regel darstellte. So sprach Whitney nur ungern mit seiner Mutter, denn wenn er anderer Meinung war als sie, wurde dies als ‚Widerrede‘ betrachtet, was zu der Drohung führte: ‚Geh‘ in dein Zimmer und warte, bis dein Vater heim kommt.‘ Whitney beschrieb sein Zimmer als ein Gefängnis, in dem er auf die Bestrafung zu warten hatte. Manchmal kam Hubert erst Stunden später und in der Zwischenzeit zitterte Whitney aus Furcht vor den zu erwartenden Schlägen.
    Die Bestrafung hatte immer einen rituellen Charakter. Wenn der Vater eintraf, zwang er Whitney, auf seinem Bett zu knien oder auf dem Bauch zu liegen, wobei er seine Hände hinter dem Rücken mit einem Gürtel oder Strick fesselte, so dass es dem Jungen unmöglich war, sich zu schützen. Hubert zerrte Whitney’s Unterhosen bis zu den Knöcheln und machte auf diese Weise auch seine Beine unbeweglich. Whitney war es verboten, sich zu bewegen, zu protestieren oder zu weinen, andernfalls hätte er noch mehr Peitschenhiebe riskiert. Whitney musste sein Gesicht in die Kissen drücken, ihm war untersagt, zu sehen, wie der Vater die Hiebe mit dem Gürtel austeilte. Whitney wurde zehn- bis zwanzigmal auf sein Gesäß, den Rücken, die Schenkel und die Fußsohlen geschlagen. Die Schläge dauerten mehrere Minuten und ereigneten sich zwei oder drei Mal wöchentlich in einem Zeitraum von zehn Jahren, zwischen Whitney’s fünften und fünfzehntem Lebensjahr …“
    „… Ich interviewte eine der jüngeren Adoptivschwestern, Michelle. … Sie sagte: >Wenn unser Vater uns schlug, endete das immer in einer Art Rausch. Er war immer in einem Rausch. Wir wurden mit einem Gürtel geschlagen. Das waren nicht nur ein paar Schläge, sondern viele, ganz schnell hintereinander … . Du musstest dich hinknien und deine Hände hinter dem Rücken zusammen halten. Nur die Jungs mussten die Hosen für Dad herunter lassen, aber Mom schlug sowohl die Jungen als auch die Mädchen mit den Händen oder einer Fliegenklatsche auf das nackte Gesäß und auf die Füße. Mein Vater schlug mich auch, aber Whitney besonders hart. Man sollte meinen, er hätte sich schlecht gefühlt, nachdem er jemanden so schwer geprügelt hatte. Aber Dad ging völlig darin auf, er genoss es. … Ich betete immer, er möge bei einem Autounfall sterben, bevor er nach Hause käme.nicht wusste, was geschehen würdeWas bedeutet es, wenn ein Mann die Hosen offen hat und sein Ding ist draußen und in seiner Hand und er spielt damit?Alle Männer sind schrecklich und hässlichund sie tun Frauen ekelhafte Dinge an. Du solltest niemals zulassen, dass sie das mit dir machen oder dich anfassen.Es war unangenehm, nicht genau so wie die Angst einer Frau vor der Berührung mit einer Schlange, aber ekelhaft.… Ich ging auf das Haus zu. Meine Schwester Teresa stand da …, gebückt, Dad stand hinter ihr. Er hatte seine Hosen herunter gelassen, Teresa weinte. Ich schrie auf. Mein Vater hielt inne, raffte seine Sachen zusammen und schlug mich. Er sagte: Niemand wird dir glauben. Dann sperrte er mich … ein. Später kam er zurück und schlug mich erneut.Ich glaube das nichtMichelle ist nicht ehrlich. Ich kann ihr nicht glauben. … Vielleicht lügt sie nicht immer absichtlich. Vielleicht habe ich damals gerade uriniert.Sie sagen also, dass Sie nicht getan haben, von dem Michelle und Teresa berichteten, Sie hätten es getan?Wenn ich jemals so etwas getan hätte … Ich habe keine Ahnung, was in Whitney’s Kopf vor sich ging, als er mordete. Ich bin niemals zu Bett gegangen, ohne um Vergebung für die Fehler zu bitten, die mir am Tag unterlaufen waren. Whitney war vom Teufel beeinflusst. Er befolgte nicht die Lehren der Kirche. …Meine Eltern waren gesellschaftlich angesehene Leute. … Mein Vater war aufbrausend. Als ich ein kleines Kind war, holte er aus und verpasste mir eine Ohrfeige, so dass mein Mund blutete. Ich weinte. Mein Vater fühlte sich dabei schrecklich, denn er hatte so ein gutes Herz. Er war ehrlich. Einmal arbeitete ein Mann für ihn auf dem Hausdach und urinierte dort. Mein Vater schlug ihn so heftig, dass ein Krankenwagen gerufen werden musste. … Man glaubte, er wäre tot. … Mein Vater war gebildet und hatte eine schöne Kindheit. …“

    Ein rätselhafter Trieb oder die Panik vor den realen Gefühlen des einstigen Kindes?

    „Ich versuchte herauszufinden, in welcher Verfassung sich Whitney befand, wenn er mordete. … Er fühlte sich hoffnungslos, hilflos und dass seine Existenz wertlos sei: >Ich drehte mich im Kreis und kam nicht vom Fleck. Meine Geschäfte liefen ganz gut, aber es kam mir so vor, als hätte ich keine Zukunft. Ich brauchte den Kontakt zu Prostituierten. Ich wollte damit aufhören. Ich fühlte mich schuldig. Es war völlig verrückt. Ich war verzweifelt und fühlte mich total verloren.< In der Zeit, als er die Morde verübte, verlor er 33 Pfund an Gewicht. …
    Er beschrieb lange Phasen der Depression, wie entmutigt und schuldig er sich fühlte, sich selbst hasste und daran dachte, sich selbst zu verletzen. Alkohol ermöglichte es ihm, sich locker und kühn zu fühlen, dass er sagen konnte, was er wollte, und in der Lage war, sexuell aktiv zu sein. …
    Er hatte zahlreiche Narben, deren Herkunft ihm unbekannt war. Eine Narbe ging über den gesamten Unterarm, eine befand sich auf seinem rechten Ellenbogen, eine andere unterhalb des linken Ellenbogens, er hatte eine Geschwulst auf seinem rechten Schenkel und Narben auf seinem rechten Schulterblatt, … an den Seiten, auf dem Rücken, dem Gesäß und den Kniekehlen, eindeutige Folgen von Schlägen. …" –

    Für mich sind deshalb Texte wie jene von Dietlein nachgerade verbrecherisch.

    • Der Abdruck geschah nicht vollständig, noch ein Versuch: „…Michelle zufolge verließ ihr Vater nach jeder Prügelstrafe allein das Haus und kehrte einige Zeit später zurück. An einem Wochenende schlug Hubert die Kinder besonders bösartig und verließ das Haus. Michelle folgte ihm heimlich nach draußen. Hubert ging in einen Schuppen hinter dem Haus und sie sah, wie er onanierte. Zu dieser Zeit war sie ungefähr sieben Jahre alt. Erstaunt ging sie zu ihrer Mutter und fragte: >Was bedeutet es, wenn ein Mann die Hosen offen hat und sein Ding ist draußen und in seiner Hand und er spielt damit?…“

  4. Wie grausam muß man sein, um nach allem Elend immer noch über die persönlichsten Gefühle des Menschen derart zerstörerisch und paranoid herzuziehen (die Unmenschlichkeit der Kommerzpornographie ist ein ganz anderes Thema).
    Hat man vergessen, daß man vor Jahrzehnten mit grausamen Apparaturen an den Genitalien Kleinkinder folterte, weil man längst beobachtet hatte, daß bereits Kleinkinder sich selber stimulierten, und weil man im Wahn von Reinheitsvorstellungen die „Sünde“ verhindern wollte, dabei weiß Gott wie viele junge Menschen psychisch ruinierte? Hat man sich jemals genug über das unbegreifliche Leiden von Kindern aufgeregt, die an solchen oder vergleichbaren Ritualen und Zwangsvorstellungen zugrundegerichtet wurden?
    Ernest Heminway hat eine Geschichte über einen pubertierenden Jungen geschrieben, der die „christlichen“ Reinheitsvorstellungen seines bibelgeprägten Familienumfeldes konkret ernst nahm, der das alles buchstäblich nahm. Eines Tages tauchte der arme Junge in einem Krankenhaus auf und fragte – gewissermaßen folgerichtig – nach einer operativen Trennung von jenen Bereichen seines Leibes, die durch die Sünde der Lust ihm die Hölle näherbrächten.
    Man schickte ihn – kopfschüttelnd, ratlos, betroffen oder belustigt – nach Hause. ( Die so arg superchristliche Gesellschaft dieser Zeit hatte es selbstverständlich noch nicht für nötig befunden, wenigstens einem derartig schwer betroffenes Opfer ihres religiös-kollektiven Wahnsystemes eine behutsame Psychotherapie zukommen zu lassen, über einen solchen Gedanken hätte man wohl gelacht und gelästert, so wie es heute aus der braunen Gosse heraus über „links-grüne Gutmenschen“ stänkert, oft noch unter dem Beifall der Paradechristen) – Jedenfalls wurde das Kind Tage später im kritischen Zustand in eben jenes Krankenhaus eingeliefert, es hatte sich die Organe zur Sünde selbst abgetrennt…

  5. Ja wenn man sich einmal davon überzeugen hat lassen, daß diese Selbstbefriedigung und das sonstige Zeug schlecht ist – sei es mit Gründen, sei es mit „Gott verbietet es eben“, sei es sonstwie – dann…

    sind die Ratschläge im allgemeinen gut.

    Anmerkungen im Detail:

    >>und sich selbst in kleinen Taten der Hingabe und der tätigen Nächstenliebe zu verschenken.

    Wer sich nicht, sagen wir es einmal so, mit dem christlich-katholischen Jargon auskennt, würde solche kleine Taten, auch wenn er sie gar nicht gewohnt ist, dann, wenn er sie doch einmal tut, als Selbstverständlichkeiten ansehen und keineswegs mit einem vollständigen Selbst-Verschenken assoziieren. Und wenn doch, dann würde er sich für für derart große Taten wahrscheinlich unwürdig halten.

    Es ist sicher richtig, daß im sittlichen Kampf Ablenkung nicht schaden kann. Mehr eingefühlt in die menschlichen Befindlichkeiten hat sich hier aber meines Erachtens John Tolkien, in folgendem Dialog:
    „Pippin: ‚Ich bin ein Hobbit und ebensowenig tapfer wie Mensch, außer vielleicht dann und wann, wenn es sein muß. Laßt euch von Gandalf nicht täuschen!‘
    Torposten: ‚Vieler, der große Taten getan hat, könnte nicht mehr sagen.'“ (HdR VI Kap. 1)

    >>Niemand kann sich selbst helfen. […] Gott allein kann uns helfen. Und: Er wird uns helfen. So beten wir in der Osternacht: „Denn niemand macht Fortschritte im Guten, wenn ihn nicht Deine Gnade führt.“

    Das ist technisch falsch. „Zur Verrichtung einer sittlich guten Handlung [ich ergänze: oder a fortiori zur Vermeidung einer Sünde] sind heiligmachende Gnade, Glaubensgnade und aktuelle Gnade nicht erforderlich“, sententia certa, de fide bzgl. der heiligmachenden Gnade, heißt es bei Ludwig Ott (IV/I § 9.) Was das Gebet in der Osternacht betrifft, so ist damit zum einen „das Gute“ im Sinne des übernatürlichen Werts gemeint (eine natürliche Handlung kann nur dann *über*natürlichen Wert haben, wenn Gnade dazukommt), zum andern wohl, daß Gott *de facto* mit seiner Gnade (mindestens) diese guten Bemühungen unterstützt weil Er mit ihr freigiebig ist), zum dritten vielleicht, daß es praktisch ohne die Gnade ziemlich *schwierig* würde – aber unmöglich ist das Unterlassen einer Sünde aus eigenen Kräften nicht (die natürlich auch vom Schöpfer kommen.

    >>Wo beginnt das Wirken der göttlichen Gnade? – In den Sakramenten!

    Wo wir schon bei technischen Fehlern sind – auch das dürfte in der Regel technisch falsch sein, meistens dürfte nämlich vor dem Sakrament noch mindestens diejenige aktuelle Gnade kommen, die uns überhaupt erst dazu bringt, das Sakrament (bewußt) zu empfangen.

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