The Cathwalk

Das Onlinemagazin für katholische Lebensart

Autor: The Cathwalk (Seite 1 von 84)

DE MAIZIÈRES VORSCHLAG

Das Kreuz mit dem Islamischen Feiertag

Ein Kommentar von Marco F. Gallina

Die Forderung ist nicht neu, hat aber seit dem Vorstoß des Innenministers an neuer Kraft gewonnen: Deutschland braucht einen Feiertag für die Muslime im Land. In diesem Kontext sorgte die Nachricht, dass auch „die Katholiken“ einen solchen wünschten, für zusätzliche Aufmerksamkeit. So zu lesen in der ZEIT, von vielen anderen ähnlich formuliert. Die Nachricht kursierte, die Reaktionen waren irritiert, dass sich offensichtlich die Katholische Kirche in Deutschland für diesen Vorschlag ausspreche.

Die Artikel waren verkürzt. Nicht etwa „die Katholiken“ oder Bischöfe hatten den Vorstoß gewagt, sondern das Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK). Nun ist dies eine Laienorganisation, zwar eine nicht unwichtige, aber weder „die“ Vereinigung der deutschen Katholiken, noch das repräsentative Vermeldungs- oder Entscheidungsgremium. In der Blogozese wird über diese Organisation weitaus mehr geredet und – nicht gerade positiv. Man geht dort soweit, das „ZdK“ nur in Anführungszeichen zu setzen. Das ZdK sieht sich demokratisch legitimiert, in Wahrheit sitzen als sog. „Dazugewählte“ im Rat auch 45 Personalien aus Politik und Gesellschaft, die – meiner Meinung nach – weniger ein Aushängeschild des Katholizismus in Deutschland sind, sondern mehr eine Verwebung mit Landes- und Bundespolitik, sowie den tonangebenden Medien in Deutschland darstellen. Neben den Ministerpräsidenten Malu Dreyer, Annegret Kramp-Karrenbauer und Winfried Kretschmann ist auch Peter Frey, der Chefredakteur des ZDF, Mitglied der dortigen Vollversammlung. Abgesehen von solchen Details (die eher an die ideologische Ausrichtung und die Organisation des öffentlich-rechtlichen Rundfunks denken lassen als an eine gewöhnliche katholische Laienorganisation) weicht das ZdK in manchen Fragen auch von der katholischen Lehre ab, so in Fragen des „Schwangerschaftsabbruchs“ (Stichwort Donum vitae) als auch beim Frauendiakonat oder der Segnung gleichgeschlechtlicher Paare.

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Wiener Volksoper

Von Freiheit, Tod und Gott – Verdis „I masnadieri“

Zur Neuproduktion von Giuseppe Verdis Die Räuber in der Inszenierung von Alexander Schulin

Eine Opernkritik von John Galt

Freilich, die Wiener Volksoper ist insbesondere für ihre großartigen Inszenierungen von Operetten bekannt. Nichtsdestotrotz spielt sie in jeder Saison auch immer einige Inszenierungen von Opern, die in den vergangenen Jahren stets mehr als nur gelungen waren. Zu nennen sind Werke wie La Traviata, Così fan tutte, Hoffmanns Erzählungen, Don Giovanni, Der Barbier von Sevilla und nun, nach der österreichischen Erstaufführung an der Volksoper im Jahr 1963 eben Verdis I masnadieriDie Räuber, nach Schillers berühmten Erstwerk.

Wie immer an der Volksoper galt auch hier die Devise, dass das Werk in deutscher Sprache aufgeführt wird. Eine Tatsache, die dem Werk in keiner Weise abträglich war. Alexander Schulin gelang es im Gegenteil seine Inszenierung außerordentlich lyrisch zu gestalten. Dies begann bereits mit der Ouvertüre: Das Orchester der Volksoper unter der Leitung von Jac van Steen legte eine perfekt gespielte, dramatische Eröffnung der Oper vor. Bereits hier fasste Schulins Inszenierung Fuß: das Orchester wurde in das Bühnenbild mit eingebunden und Roland Lindenthal spielt das Solo auf dem Violoncello brillant als Teil der Szenerie.

Sofia Soloviy (Amalia), Boaz Daniel (Franz), Chor
© Barbara Pálffy/Volksoper Wien

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Oscar Wildes erstaunliche Bekehrung zum Katholizismus

Nach seiner Geburt in Dublin (Irland) im Jahr 1854 wurde Wilde in der anglikanischen Kirche getauft. Seine Mutter Jane war jedoch vom Katholizismus angezogen und ging häufig zur Heiligen Messe. Als Oscar klein war, bat sie den örtlichen Priester, ihre Kinder im katholischen Glauben zu erziehen; man weiß aber nicht, ob Jane sich je offiziell der Kirche angeschlossen hat.

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Gedicht zum Sonntag

„Sie möchten im Sonnenschein liegen“

„Vergänglichkeit“ von Max Dauthendey (1867-1918)

Nun spinnen sich die Tage ein,
Nicht einer will mehr freundlich sein,
Sie müssen sich alle besinnen
Auf eine Hand voll Sonnenschein
Und gehen dürftig von hinnen,
Wie Wasser im Sande verrinnen.

Die Menschen wandern hinterdrein,
Still einzeln, oder still zu zwein,
Und sehen die Blätter verfliegen
In alle vier Wände hinein.
Sie möchten im Sonnenschein liegen
Und müssen sich fröstelnd schmiegen.

So war es tausend Jahr und mehr,
Mit Blindheit kommt der Herbst daher.
Gern will ihn keiner sehen,
Er macht ja alle Wege leer.
Er muß zur Seite gehen
Und muß um Mitleid flehen.

Und so geht’s tausend Jahre fort.
Vergänglichkeit, Du müdes Wort,
Du lösest ab die Tage,
Du duldest weder Zeit noch Ort,
Machst Wirklichkeit zur Sage,
Den Liebesrausch zur Klage.

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Kleidervorschriften

„Die Mode war immer der Feind“

Früher wollten mancherorts sowohl reformierte als auch katholische Obrigkeiten vorschreiben, wie sich die Menschen zu kleiden hatten. Ihre Vorschriften unterschieden sich aber gar nicht so stark, sagt die Schweizer Religionswissenschaftlerin Anna-Katharina Höpflinger (41) in einem Gespräch mit kath.ch. Die Kampfansage galt der Eitelkeit, der Erotik und der Mode.

 

Von Barbara Ludwig

Sehen Sie heute einer Person, der Sie auf der Strasse begegnen, aufgrund der Kleidung, ob sie katholisch oder reformiert ist?

Anna-Katharina Höpflinger: Hoffentlich nicht (lacht).

Ist das wirklich noch nie vorgekommen?

Höpflinger: Nein. Ich habe zudem festgestellt, dass viele Menschen heute religiöse Kleidung nicht richtig einordnen können. Reformierte Diakonissen werden oft als römisch-katholische Ordensfrauen angeschaut. Ich habe auch erlebt, dass ein Kind, das mit seiner Mutter am Bahnhof stand, beim Anblick einer Ordensfrau ausrief: «Mami, Mami, eine Muslimin!»

Es gibt kaum noch Katholikinnen, die verschleiert zur Messe gehen.

Gibt es also keine protestantischen oder katholischen Kleidungsstücke?

Höpflinger: Was es gibt, sind Schmuckstücke mit unterschiedlichen religiösen Symbolen: Manche Reformierte tragen das Hugenottenkreuz, manche Katholiken ein Kruzifix. Vielleicht ist es Wunschdenken: Aber ich glaube nicht, dass es heute noch konfessionalisierte Kleidung gibt. Nicht einmal im Gottesdienst. In der Schweiz gibt es kaum noch Katholikinnen, die verschleiert zur Messe gehen.

Dirndl | © pixabay.com CCO

Gewissen Menschen sieht man aber an, dass sie zum Beispiel einer Freikirche angehören.

Höpflinger: Das stimmt. Bei Anhängern von Freikirchen gibt es noch Kleidungsvorschriften. Frauen orientieren sich dort am sogenannten «modest dress». Im Internet findet man viele Anleitungen von jungen evangelikalen Frauen, wie man sie kleiden soll. Ich zum Beispiel habe aus der Sicht dieser Frauen an meiner Bluse einen Knopf zu viel offen.

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Glaube & Genuss

„Im Wein berühren sich Himmel und Erde“

Statistisch gesehen trinkt jeder Deutsche rund 20 Liter Wein pro Jahr. Der evangelische Theologe Oliver Kircher hat seine Leidenschaft für das Getränk zum Beruf gemacht. Sein Fachwissen über Wein nutzt der „Weinpfarrer" heute, um Menschen an den christlichen Glauben heran zu führen.

Für den Theologen Oliver Kircher ist Wein mehr als nur ein Getränk.
Foto: privat

Bereits als Zivildienstleistender hat sich der evangelische Theologe und ausgebildete Sommelier Oliver Kircher für Wein interessiert. Während des Theologie-Studiums in Reutlingen, Tübingen und an der evangelischen Hochschule in Elstal suchte er einen Ausgleich zu dem „trockenen Stoff “. Ausgleich fand er in der tiefen Beschäftigung mit dem Wein und seiner Herstellung. Die Verknüpfungen von Wein und Bibel interessierten ihn. „In der Bibel gibt es mindesten 300 direkte Bezüge zum Wein. Das hat damit zu tun, dass es in Israel sehr früh schon eine ausgeprägte Weinkultur gegeben hat“, sagt Kircher. „Der Wein war in der Bibel immer auch ein Zeichen für den Segen Gottes und der Gemeinschaft mit Gott.“

In der Bibel sind seiner Ansicht nach viele Facetten zu entdecken über den Wein als Symbol. „Jesus sagt von sich: ‚Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben‘“. Hier werde das Bild des Weinstocks verwendet für Jesus und die Gemeinde. Noch stärker sei die Symbolik beim Abendmahl. „Hier wird etwas deutlich von dem, wie nahe uns Gott kommt. Im Wein berühren sich Himmel und Erde“, sagt der 51-jährige Sommelier.

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Opus Dei Gründer

Der Heilige des Alltags: Wer war Josefmaría Escrivá?

Heute vor 15 Jahren wurde der Gründer des Opus Dei in Rom heilig gesprochen

San Josemaría Escrivá / Wikimedia Commons – Opus Dei Communications Office, CC BY-SA 2.0 (Cropped)

von Msgr. Dr. Peter von Steinitz

Heute vor 15 Jahren wurde der Gründer des Opus Dei, Josemaría Escrivá in Rom heilig gesprochen. Zehn Jahre vorher, am 17. Mai 1992 hatte Johannes Paul II. ihn zum Seligen erhoben. In der Predigt am 6. Oktober 2002 rief der Papst den Anwesenden zu: „Folgt seinen Spuren und verbreitet in der Gesellschaft das Bewusstsein, dass wir alle zur Heiligkeit berufen sind, ohne dabei Unterschiede zu machen nach Hautfarbe, Gesellschaftsschicht, Kultur oder Alter.“

Der inzwischen selber heilig geprochene Johannes Paul II. nannte Escrivá den „Heiligen des Alltags“ (Il santo dell´ordinario).

In der Tat, die Botschaft, die dieser moderne Heilige den Menschen unserer Zeit vermittelt, besteht vor allem darin: zunächst einmal zu wissen, dass alle Menschen zur Heiligkeit berufen sind, nicht nur die Priester und Ordensleute, und dann, dass dies sich im gewöhnlichen Alltag vollzieht, man also nicht besondere oder ausgefallene Dinge tun muss, um in den „Heiligenkalender zu kommen“ – so könnte man das Wort von Josefmaria frei übersetzen: „Santos de altar“.

Josemaría Escrivá de Balaguer wurde am 9. Januar 1902 in Barbastro (Provinz Huesca, Spanien) geboren. Er hatte fünf Geschwister: Carmen, Santiago und drei jüngere Schwestern, die im Kindesalter starben. Dem Elternhaus verdankte er, wie er selber sagte, nicht nur eine christliche Erziehung, sondern auch eine ganze Reihe von menschlich-übernatürlichen Elementen, die später in den Geist des Opus Dei eingeflossen sind, wie z.B. Einfachheit und Natürlichkeit im Umgang, laikale Mentalität und Pflege der kleinen Dinge des Alltags.

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