…und hört mit ondom auf; warum es sich aber trotzdem lohnt, Intimität auf dem Prinzip der Ganzhingabe zu leben.

von Monika Espe

Kondom

Die Unsicherheit der Kondome in Bezug auf die Vermeidung einer Schwangerschaft wird ebenso systematisch und aggressiv heruntergespielt, wie die Fragwürdigkeit der Verhinderung einer Ansteckung an übertragbaren Geschlechtskrankheiten.

Jeder kann Kondome fast überall kaufen. Sogar der Discounter Aldi, der uns kürzlich noch das christliche Osterfest erklärte, hat sie vorübergehend im Sortiment.

Immer wieder wird medial suggeriert, der Zugang zu Kondomen sei sogar in den industrialisierten Ländern erschwert. Das läuft ganz subtil. Werbung sei daher existentiell notwendig. Für die Hersteller stimmt das auch. Dem kollektiven Gewissenskompass ist der Kondomverweigerer bekannt: Die katholische Kirche. Das lässt sich leicht an triggern, wer will schon spießig sein.

Nun gut, lassen wir Glaubens- und Weltanschauungsargumente mal ganz außen vor. Was geht in der Welt gerade vor sich?

Im Moment werden die Knistertüten gleich mehrfach beworben. Ein bekannter privater TV-Sender schaltet in den Spielfilmpausen einen Spot der Firma Durex. Der Kondomhersteller erklärt uns, dass sich alle 5 Minuten eine Frau für eine Abtreibung entscheidet. Der Zuschauer lernt auch, dass dieser Spot von Durex „nur“ unterstützt wird. Auch andere Verhütungsmittel sollen vor gefährlichen Babys schützen. Da wirft sich die Frage auf, wer „noch“ monetär dahinter stecken könnte. Nebenbei wird die inhumane Dimension des Themas Abtreibung aus dem Tabu herausgezogen. Jedem Veganer müsste sich der Magen umdrehen, wird doch sonst für jeden Tierembryo mehr gekämpft, als für einen menschlichen Embryo, von dem in Deutschland offensichtlich alle 5 Minuten einer in Lebensgefahr rutscht.

Bleiben wir beim Thema Verhütung. In Deutschland wird viel chemisch und mechanisch verhütet. Die Deutschen gelten als zuverlässig. Wie kann es also sein, dass alle 5 Minuten eine Frau eine Abtreibung plant, wo Verhütungsmittel doch so sicher sind? Wo hakt es?

Wir brauchen mehr Werbung! Auch auf den riesigen Plakaten entlang der S-Bahnlinien meiner Münchner Großstadt prallt dem unbedarften Fahrgast visuelle Umweltverschmutzung entgegen. Es geht um die aggressive Bewerbung von banalisiertem Sex durch Kopulations-Comics. Gepaart ist die Aktion liebesleben mit dem Appell, Kondome zu verwenden. Auch Grundschulkinder und Teenager müssen sich die Comics ansehen, auf denen Witzfiguren das natürliche Schamgefühl der Kinder empfindlich ankratzen, ob sie oder ihre Eltern wollen oder nicht.

Wer das bezahlt? Sie und ich bezahlen das mit unseren Steuergeldern, weil die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung dahinter steckt. In den letzten Tagen wurde ich mehrmals Zeuge von Gesprächen, in denen sich Fahrgäste über die zweifelhafte Sinnhaftigkeit dieser Aktion empörten. Es wird darüber gesprochen. Bürger aller Altersgruppen sind „not amused“. http://www.liebesleben.de/ueber-liebesleben/

Die Unsicherheit der Kondome in Bezug auf die Vermeidung einer Schwangerschaft wird ebenso systematisch und aggressiv heruntergespielt, wie die Fragwürdigkeit der Verhinderung einer Ansteckung an übertragbaren Geschlechtskrankheiten. Die vielen repräsentativen Studien werden verschwiegen, unterschlagen oder totgeredet, wenn dadurch eine angebliche Kondomsicherheit entlarvt wird.

Ein Ehe-/Paar, das Intimität exklusiv und ausschließlich in der Zweierbeziehung lebt, wird sich auf jeden Fall nicht an einer STD anstecken, weil die nur bekommen kann, wer ständig wechselnde Geschlechtspartner hat, sprich – promiskuitiv lebt. Es grenzt an eine Frechheit, dass der Staat dem Bürger faktisch einen promiskuitiven Lebensstil unterstellt. Oder steckt etwas ganz anderes dahinter? Kann es sein, dass eine staatliche Pädagogik zur gesellschaftlichen Veränderung hin zu einem promiskuitiven Lebensstil beabsichtigt ist? Besonders Kinder sind für lustige Figuren empfänglich und dadurch prägbar. Seit wir über Gender reden, verstehen wir die Zusammenhänge an diesem aktuellen Beispiel. Wenn dann noch mehr Beziehungen und Familien zerbrechen, senken wir eben den Leitzins, um die Folgekosten des gesellschaftlichen Desasters stemmen zu können. Die kranken Seelen werden davon nicht heilen.

Da wir aber bei wikipedia indirekt lesen können, dass es sich für heterosexuelle Ehepaare lohnt, kondomlose Intimität auf dem Prinzip der Ganzhingabe zu leben, erledigt sich das goldene Kalb der Postmoderne von selbst. Krach! Es fällt vom Sockel.

Im Sperma befinden sich nämlich Stoffe, die von der gut durchbluteten Vaginalschleimhaut ins Blut der Frau gelangen. Ein Bluttest nach dem Akt bestätigt das. Einige Bestandteile wirken so ähnlich wie Endorphine. Deren antidepressive Wirkung ist wissenschaftlich belegt. Die Wirkung hält locker 3 – 4 Tage an. Happy wife, happy life!

Meine Herren Ehemänner (in spe), Sie würden nicht wollen, dass das Beste, das Sie zu geben haben, entsorgt wird. Ein dünnes Kondom kann die empfindliche Stimmung der Frau negativ beeinflussen. Da ist es besser, depressiven Verstimmungen vorzubeugen.

Stellen wir wieder hohe Ansprüche an unser Leben, setzen wir wieder hehre Ziele, streben wir ein hingabebetontes und glückliches Leben an. Hingabe macht glücklich. Auch zeitweiliger Verzicht ist eine edle Form der Hingabe. Wenn ein treues Ehepaar gelernt hat, die fruchtbaren Tage exakt von den unfruchtbaren Tagen zu unterscheiden, kann eine Schwangerschaft eigenverantwortlich angestrebt oder vermieden werden. Übertragbare Geschlechtskrankheiten sind in dieser Lebensform nicht vorgesehen. Dieser life-style führt zu starken Ehen, starken Eltern und selbstbewussten Kindern. Machen wir unserem Land der Dichter und Denker wieder alle Ehre. Eine hohe Kultur lebt von einer hohen Moral. Billig ist tiefes Glück nicht zu haben.

 

Monika Espe ist 43 Jahre alt, verheiratet und hat zwei Kinder, sie ist Lehrerin für Gesundheits- und Pflegeberufe und seit 2009 Referentin am Institut für Natürliche Empfängnisregelung INER Prof. Dr. Rötzer e. V..

 

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