Der Vatikan richtet zum ersten Mal eine Konferenz über Glauben und Sport aus. Anlass für Papst Franziskus ist die wachsende Rolle des Sports in der Kultur. Drei Tage lang tauschen sich Funktionäre, Sportler und Theologen über den „Sport im Dienst der Menschheit“ aus.

csm_69252_69253_8d48b10b36

Mit dem Sport kann Kirche Menschen erreichen: auch das ist ein Thema bei der Tagung „Sport im Dienste der Menschlichkeit“, die gerade im Vatikan stattfindet Foto: Leszek Szymanski

Premiere im Vatikan: Seit Mittwoch sind dort 150 Gäste zu Gast, um über das Thema „Sport im Dienst der Menschlichkeit“ zu diskutieren. Vertreter aus Medien, Sport und Wirtschaft sowie 15 geistliche Würdenträger machen sich Gedanken, wie die Gemeinden des Glaubens und des Sports der Menschheit besser dienen könnten.

Papst Franziskus hat die Konferenz gemeinsam mit UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon und dem Präsidenten des Internationalen Olympischen Komitees (IOC), Thomas Bach, eröffnet. Papst Franziskus hatte immer wieder gefordert, dass sich die Menschen „im Spiel des Lebens selbst herausfordern“, genauso wie im Spiel des Sports.

Mit dem Sport die Menschen der Welt erreichen

Der Präsident des Pontifikalrats für Kultur, Franco Kardinal Ravasi, findet, dass man im Sport eine weitreichende, globale Kommunikation erreichen könne, „die die übliche Macht der menschlichen Sprache verstärkt“. Die Frankfurter Allgemeine Zeitung schreibt, dass es dem Vatikan darum gehe, mit dem Sport zu kooperieren, um die Menschen der Welt zu erreichen. Die Konferenz solle Menschen jedes Glaubens, jeder Nationalität und Kultur durch Sport zusammenbringen, „um denen zu helfen, die es am meisten brauchen“.

Der Papst hatte in seiner Eröffnungsrede gefordert, dass jeder kleine Kicker weltweit das Recht auf einen ordentlichen Fußball aus Leder habe. Gegenüber IOC-Präsident Bach plädierte Franziskus für einen Sport frei von Korruption und Manipulationen: „Die große Herausforderung ist es, die Unverfälschtheit des Sports zu wahren, ihn vor Manipulationen und kommerziellem Missbrauch zu schützen”, zitiert ihn die italienische Nachrichtenagentur Ansa. Die Menschen müssten an die Echtheit der Ergebnisse glauben können.

„Sport kann die Welt zu einem besseren Ort machen“

Der Sport sei eine „menschliche Aktivität von hohem Wert“, sagte der Theologe. Er könne das Leben von Männern und Frauen aller Nationen, Ethnien und Religionen bereichern. Sportvereine, Bildungseinrichtungen und Religionsgemeinschaften müssten zusammenarbeiten, um Kindern den Zugang zu einem „Sport unter würdevollen Bedingungen“ zu ermöglichen. Der IOC-Präsident wiederum forderte laut Ansa, dass „der Sport das Leben verändern und die Welt zu einem besseren Ort machen kann“.

Quelle: Christliches Medienmagazin pro | www.pro-medienmagazin.de 

Dieser Artikel wurde bereits 0 mal geteilt. Nun bist Du gefragt:

Teile diesen Artikel jetzt!