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Fragebogen ist online: Hören, was die Jugend will

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Erzbistum Köln – Bischofsynode – Ergänzender Fragebogen im Netz

Kardinal Woelki und Diözesanjugendseelsorger Tobias Schwaderlapp mit den Jugendlichen, die den diözesanen Fragebogen mitentwickelt haben; Erzbistum Köln

Erzbistum Köln. Der Fragebogen aus dem Vatikan und die ergänzenden  Fragen des Erzbistums Köln zur Jugendsynode sind online. Unter www.jugend-macht-kirche.de können sich Jugendliche und junge Erwachsene zwischen 16 und 29 Jahren an der Online-Befragung beteiligen. Welche Sorgen und Nöte haben junge Menschen?  Spielt der Glaube in ihrem Leben noch eine Rolle? Wozu fühlen sie sich in ihrem Leben berufen? Um Antworten auf diese und weitere Fragen zu bekommen, hat das Erzbistum Köln eine diözesane Kampagne ins Leben gerufen, in deren Rahmen der Fragebogen Aufschluss über die momentane Situation von Jugendlichen geben soll.

Basis für diese Initiative ist die im Oktober 2018 anstehende Bischofssynode zum Thema „Die Jugendlichen, der Glaube und die Berufungsentscheidung“. Mit dem Fragebogen folgt das Erzbistum Köln dem Anliegen des Papstes, den gemeinsamen Auftrag von Jugend- und Berufungspastoral zu betonen.

Neben dem Online-Fragebogen aus dem Vatikan (www.sinodogiovani2018.va ), der am 14.Juni  freigeschaltete wurde, haben die Diözesanstelle für Berufungspastoral und die Jugendseelsorge im Erzbistum Köln in Kooperation ihren eigenen Fragebogen entwickelt, um den direkten Abgleich mit ihren bisherigen Angeboten machen zu können. Die Koordination übernimmt dabei die Diözesanstelle für Berufungspastoral. Die Leitung der diözesanen Kampagne hat der neue Diözesanjugendseelsorger Pfarrer Tobias Schwaderlapp. Der Bistums-Fragebogen versteht sich als unterstützende Ergänzung zum Fragebogen aus Rom, der bislang lediglich auf Italienisch, Englisch, Spanisch, Französisch und Portugiesisch erschienen ist. Den Verantwortlichen ist es ein wichtiges Anliegen, die Fragen der Jugendlichen vor Ort aufzugreifen. Deshalb enthält der Fragebogen auch bistumsspezifische Fragen.

„Unsere Kampagne ist überschrieben mit dem Wort ‚Hören‘. Und das wollen wir: Die Jugendlichen sprechen lassen – nicht senden, sondern empfangen. Von der Zielgruppe her denken“, beschreibt Pfarrer Tobias Schwaderlapp das Ziel der Befragung, „dass wir nicht am Ende nur noch Antworten geben auf Fragen, die uns keiner gestellt hat“. Es sei ihm ein großes Anliegen, die unmittelbare Rückmeldung der Jugendlichen aus seinem Bistum zu erhalten, so Rainer Maria Kardinal Woelki, Erzbischof von Köln. „Die jungen Menschen sind unsere Zukunft. Wir müssen sie mitnehmen auf unserem Weg. Mir ist es daher sehr wichtig, zu hören, was unsere Jugend denkt“, so der Kardinal.

Die Ergebnisse der Umfrage werden umgehend in das römische System eingespeist. Gleichzeitig sollen die Antworten ausgewertet und für das Erzbistum Köln in die Umsetzung gebracht werden. Weitere Informationen gibt es unter: www.jugend-macht-kirche.de.

Quelle: pek, 170619

4 Kommentare

  1. Mit der Aktualisierung von Links hat es die Pressestelle des Erzbistums Köln ja noch nicht so. Bei http://www.sinodogiovani2018.va handelt es sich um eine reservierte Seite. Den Fragebogen, der bezeichnender Weise nicht in deutscher Sprache vorliegt (wie so vieles, was aus dem Vatikan verbreitet wird), findet man über die Seite http://youth.synod2018.va verlinkt auf survey-synod2018.glauco.it. Dort kann man unter den genannten Sprache auswählen.

  2. Man kann vor Fragebogen nur dringend warnen! Dort werden gerne auch Fragen beantwortet, die gar nicht gestellt worden sind und wenn diese Antworten dann -kirchlich gesehen- politically incorrect sind, ist der sprichwörtliche Teufel los.
    Also lieber nicht fragen. Das sollte man Modernisten oder gar Atheisten überlassen, denen grausts vor gar nix.
    Und ein Tipp zum Schluss: vor verfassen des Fragebogens bitte Quanta Cura genau studieren.

    • Welche „Quanta cura“? Die von Benedikt XIV. oder Pius IX. – Schon OK, ich kenne die Antwort; aber wenn man einen Tipp gibt, von dessen Befolgung man sich einen positiven Effekt erhofft, ist Präzisierung angezeigt.
      Zudem kann ich zwischen der angeblichen Gefahr, die von Fragebogen dieser und anderer Art ausgehen soll, und den Inhalten der Pius-Enzyklika nur mühsamst einen Zusammenhang konstruieren. In dem Dokument geht es wesentlich um die Verurteilung der Religionsfreiheit und der Trennung von Kirche und Staat. Also echt, ich bin ja nun wirklich ein Hardcore-Tradi, aber hinter jedem bischöflichen oder päpstlichen Frage-Gebüsch gleich einen Jugendseelen fressenden Papiertiger zu vermuten… das geht dann doch ein bisschen zu weit! 😉

  3. Allerdings habe ich persönlich, genau wie Myriaden von Jugendlichen vor mir, den römisch katholischen Klerus und somit die Kirche, als genau das erlebt. Als eine Seelen fressende, schlimmstenfalls Leben zerstörende Organisation, der man, zumindest in bayerischen Kleinstädten, nicht entkommen konnte. Beendet haben das erst die altbösen 68er.

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