The Cathwalk

Das Onlinemagazin für katholische Lebensart

Johannes Paul II. vs. Hugh Hefner

Katholische Lebensart statt Playboy-Lifestyle

Hugh Hefners Playboy wird von hedonistischer Seite oft als Bereicherung und Missionserfolg der „sexuellen Befreiung“ betrachtet. Es gibt aus feministischen und anderen Perspektiven großen Zweifel an dieser Lifestyle-Sichtweise. Der Playboy schadet der Frau und dem Mann nachhaltig. Das Magazin fördert sowohl Plastikbrüste als auch Magersucht und reduziert Frauen auf Fleischklumpen. Aber es gibt heilsame Lifestyle-Alternativen.

Hugh Hefner: vom Puritaner zum „Playboy“

Das Magazin „Playboy“ ist nicht zu trennen von „Hugh Hefner“, dem Gründer und Hedonistenpapst Amerikas. Er kommt aus einer puritanischen Familie, in der er nach eigenen Aussagen zu wenig körperliche Zuneigung und Liebe erfuhr. Was in Erziehung und Heranwachsen bitterlich fehlte, sucht er nun mit dem „Playboy“ und einem hedonistischen Lifestyle zu kompensieren. Nackte Frauen, Sexualität ohne Verpflichtungen und Spaß als Hauptmaxime sollen seine propagandistischen Markenzeichen sein: „Alles, was Männern Spaß macht“ wurde schließlich zum Slogan seines Magazins. Die Kosten für diesen Lifestyle sollen dabei die Männer tragen, die sein Magazin kaufen – natürlich nur wegen der guten Artikel – und die Frauen, die sich gegen Geld ausziehen und als „Bunny“ zur Verfügung stehen.

Frauen werden ihrer Würde beraubt und unter die Tiere gezählt

Wenn nun die Darstellung und Bezeichnung einer Frau als „Bunny“ – „Hase, Kaninchen“ nicht frauenfeindlich ist, kann man dieses Adjektiv direkt vergessen. Um Geld zu verdienen, wird die Frau im Playboy zum Objekt,  sie wird wie auf einem Viehmarkt einer Fleischbeschau preisgegeben. Allein ihre sexuellen Reize werden bewertet, um sie dann anhand von Brüsten, Hintern und anderen Sexualmerkmalen zum „Playmate des Jahres“ zu wählen – oder auch nicht. Es ist eine Sache, wenn die Protagonistinnen diese Entwürdigung als Bestandteil ihrer erwachsenen Freiheit sehen. Es wird jedoch zum Skandal, wenn es genügend Frauen gibt, die in dieser Entwürdigung „Vorbildcharakter“ sehen.  Plastik-Silikon-Eigenfett Fake-Bodys im Pseudoideal 90-60-90 werden dabei zum Maßstab genommen. In den Medien werden die „Playmates“ mitunter ausgezeichnet und als ideales Sexualobjekt dargestellt. Als sei es eine Auszeichnung sich derart würdelos zu verkaufen. Diese Selbstentwürdigung schadet auch den Frauen, die sich mit diesen falschen Vorbildern vergleichen, fertigmachen und leiden.  Es schadet den Männern, die Photoshop-Fakes zum Maßstab nehmen anstatt sich an echten Frauen auszurichten. Statt Würde und Familiensinn wird billigste Triebhaftigkeit geweckt.

Marilyn Monroe war ein erstes Opfer dieser hedonistischen Propaganda

Wie lebensfeindlich und anti Frau die Playboy-Ideologie ist, kann man an deren Protomodel Marilyn Monroe sehen. Ihr Leben war eine kurze schein-schöne Fassade ohne Happy End. Marilyn hatte nur nach außen Highlife. Ihr Leben dahinter war tragisch und traurig: Sie war tablettensüchtig, hatte Fehlgeburten, Abtreibungen und erlebte mehrere gescheiterte Ehen. Einer ihrer Exmänner, Joe DiMaggio, spiegelt im Lied „Mrs Robinson“  von Simon and Garfunkel auch die Einsamkeit Marilyn Monroes: „our nation turns it’s lonely eyes to you“. Nach außen glänzte alles topp, aber innerlich war nichts gut. Marilyn hat nie die Anerkennung und Liebe erfahren, die sie suchte. Auch Ruhm, Tabletten, Alkohol und Psychotherapie halfen da nicht weiter. Kurz vor ihrem Tod ließ sie sich in ein Krankenhaus einliefern. Sie starb mit nur 36 Jahren.

Dennoch: Marilyn Monroe ist noch immer ein Poster-Idol. Wie kann das sein? Ist sie wirklich das Vorbild für Selbstbestimmung? Hat sie die Frauen wirklich befreit? Verkörperte sie ein glückliches und erfülltes Leben oder zeigen sich in ihr nicht neue Abgründe und Abhängigkeiten – die nach Ruhm, Anerkennung, Scheinwerfer und Beliebtheit?

Was ist es, dass Marilyn trotz allem so populär macht? Es geht nicht um ihr Seelenleben, sondern um die Bilder, Poster und Filme von ihr. Ihr äußerer Schein ist nach wie vor anziehend, er wirkt, trotz aller inneren Tränen.

Frei und glücklich ist so ein Leben allerdings nichts. Marilyn Monroe lebte das vor, was ihr von Hollywood und Kommerz abverlangt wurde. Marilyn war ein Verkaufsobjekt von Hollywood, ein Aushängeschild, mit dem die Film- und Modelwelt Geld verdient hat. Nicht die Person, sondern das „Produkt“ Marilyn zählte –  und das war die Tragik ihres Lebens.

Die heilsame Alternative:

Es gehört zum Menschen, dass er als Mann oder Frau so geliebt und angenommen werden will, wie er bzw. sie ist. Dafür ist nicht Plastik oder Fettabsaugung, sondern Selbstbejahung wichtig. Im Psalm 139 wird dies wunderbar ausgedrückt: „Ich danke dir, dass du mich so wunderbar gestaltet hast. / Ich weiß: Staunenswert sind deine Werke.“ (139,14). Wie selten wird dies bejaht, aber wie notwendig ist es? Der bejahte Mensch ist frei. Die Reise soll daher nicht in den Schein, sondern in die Freiheit und das wahre Leben gehen. Der heilige Johannes Paul II. hat dies in Evangelium vitae bestens auf den Punkt gebracht:

„Ja, dieses sterbliche Leben ist trotz seiner Mühen, seiner dunklen Geheimnisse, seiner Leiden, seiner unabwendbaren Hinfälligkeit eine sehr schöne Sache, ein immer originelles und ergreifendes Wunder, ein Ereignis, würdig mit Freude und Lobpreis besungen zu werden“. Mehr noch, der Mensch und sein Leben erscheinen uns nicht nur als eines der größten Wunderwerke der Schöpfung: Gott hat dem Menschen eine beinahe göttliche Würde verliehen (vgl. Ps 8, 6-7). In jedem Kind, das geboren wird, und in jedem Menschen, der lebt oder der stirbt, erkennen wir das Abbild der Herrlichkeit Gottes: diese Herrlichkeit feiern wir in jedem Menschen, der Zeichen des lebendigen Gottes, Ikone Jesu Christi ist.“

Foto: CC BY-SA 3.0 Dr. Meierhofer

Die ganze Enzyklika zum Nachlesen:

Evangelium vitae

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  1. Der Gegensatz zwischen diesem puritanischen Erguss und dem Start von „The Cathwalk“ ist diametral. Hier nochmal zur Erinnerung, wie es begann: https://www.thecathwalk.de/haeresie-der-haesslichkeit-katholische-aesthetik-und-ihr-feind/

  2. Michael Sinn

    Mit Rotzekackgemecker gegen pubertär Unreife jeden Alters zu Felde zu ziehen ist genau diejenige Politik, welche katholische Kirchgänger unglaubwürdig macht und wer was gegen geile Ärsche und dicke Titten hat, der sollte meines Erachtens ins Kloster gehen – im Priesterberuf hat er nichts zu suchen, da geht es um Verzicht der höheren Dinge wegen. Wer schon Kant nicht verstanden hat, der sollte wenigstens nicht auf Epikur herumhacken, er sägt sonst den Ast ab auf dem er sitzt. Im Playboy steht zugegebenermaßen viel Mist aber auch durchaus lesenswerte Artikel ohne die ein solches Magazin nicht seit 50 Jahren Bestand gehabt hätte. Willkommen in der Neuzeit!

    • Tanja Wendl

      Tut mir leid, aber einen Menschen auf „geile Ärsche und dicke Titten zu reduzieren, spricht schon für eine große Unreife! Und für mangelndes Verständnis des katholischen Glaubens. Der Mensch besteht nicht nur aus Fleisch, sondern besitzt eine unsterbliche, göttliche Seele, die besseres verdient hat. Nämlich die gewissenhafte Vorbereitung auf das kommende ewige Leben bei Gott! Und dazu ist der Playboy sicher nicht zu gebrauchen.

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