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Papst Franziskus

Gegen die Wegwerfkultur des Todes und für die Würde von Ehe und Familie

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Klare Worte von Papst Franziskus zum Jahresbeginn

von Dr. Markus Büning

Nicht nur Kardinal Woelki, nein vor ein paar Tagen brachte auch unser Heiliger Vater die Dinge mit klaren Worten auf den Punkt. Vor dem Diplomatischen Korps hielt der Papst seine alljährliche Neujahrsansprache. Dabei gedachte er der verschiedenen Jubiläen des Jahres 2018. Unter anderem kam er dabei auch auf die fatalen Folgen der 68ziger-Revolte zu sprechen und sprach mit klaren Worten den Lebensschutz in diesem Zusammenhang wie folgt an:

Ich denke vor allem an die unschuldigen Kinder, die noch vor ihrer Geburt ‚weggeworfen‘ werden; man will sie zuweilen nicht, nur weil sie krank oder missgebildet sind oder aufgrund des Egoismus der Erwachsenen. Ich denke an die alten Menschen, die oftmals ebenso ‚weggeworfen‘ werden, vor allem wenn sie krank sind und als Last betrachtet werden.[1]

Das sind starke Worte zum Jahresbeginn! Ich hoffe, dass die Deutsche Vertreterin beim Heiligen Stuhl, Frau Annette Schavan, heute anwesend war. Sie sollte schleunigst dem Herrn geschäftsführenden Justizminister Heiko Maas, der ohne mit der Wimper zu zucken den § 219a StGB abschaffen will, über dieses päpstliche Wort informieren. Insbesondere sollte sie die Bundeskanzlerin darüber in Kenntnis setzen. Es wäre für unser Land nur gut, wenn die nächste Bundesregierung wieder Minister am Tisch sitzen hätte, denen der Schutz des ungeborenen Lebens kein Fremdwort ist. Vielleicht hilft die Mahnung aus Rom ja weiter. Allerdings scheint mir die in Berlin anzutreffende Ignoranz sehr tief zu sitzen.

Papst Franziskus begrüßt Pilger auf dem Petersplatz am 16. Mai 2016.
Foto: CNA/Alexey Gotovskiy

Dann sprach der Heilige Vater noch den Wert der Familie und insbesondere die große Bedeutung der unauflöslichen Verbindung von Mann und Frau in der Ehe an. Vor dem Hintergrund letztjähriger Verballhornung des Ehebegriffes durch den Deutschen Bundestag mit dem Gesetz zur sogenannten „Ehe für Alle“ sind diese Worte des Papstes nur wohltuend und richtungsweisend für alle vernünftigen Menschen, die das Naturrecht noch vor Augen haben. Ein Tisch ist eben kein Stuhl, eine Lebenspartnerschaft eben keine Ehe! Eine Ehe zwischen gleichgeschlechtlichen Partnern sieht die Schöpfungsordnung eben nicht vor. Diese kann auch der Deutsche Bundestag nicht ändern. Nicht nur viele Katholiken haben es satt, solche naturrechtswidrigen Gesetze ohne Protest hinzunehmen. Und ich habe es auch satt, mich hier einschüchtern zu lassen. Wenn man die Schönheit der Ehe, die es nach christlichem Verständnis eben nur zwischen Mann und Frau geben kann, weiterhin betont, diskriminiert man noch lange nicht diejenigen Menschen, die einen anderen Lebensstil pflegen. Es muss unser Recht sein, den Ehebegriff der Heiligen Schrift und der gesamten christlichen Tradition weiterhin zu verteidigen. Das können uns kein Gesetz und kein Staat verbieten. Wenn er dies tun würde, würde er zugleich das Recht auf Religionsfreiheit mit Füßen treten. Und das wäre Diktatur! Hören wir auf die Worte des Papstes zu Ehe und Familie:

Leider wissen wir, dass die Familie insbesondere im Westen als eine veraltete Institution betrachtet wird. Der Stabilität eines endgültigen Projektes zieht man heute flüchtige Bindungen vor. Aber ein Haus, das auf brüchige und unbeständige Bindungen gebaut wird, ist wackelig. Man braucht dazu einen Felsen, in den man feste Grundmauern verankern kann. Dieser Felsen ist die Gemeinschaft der treuen und unauflöslichen Liebe, die Mann und Frau eint. Eine Gemeinschaft von schlichter, einfacher Schönheit mit heiligem und unzerstörbarem Charakter und mit einer naturgegebenen Aufgabe für die Gesellschaftsordnung. Ich halte es deshalb für dringlich, wirkliche politische Fördermaßnahmen zugunsten der Familie, von der unter anderem die Zukunft und der Fortschritt der Staaten abhängen, zu ergreifen. Ohne die Familie wird es keine Gesellschaft geben, die den Herausforderungen der Zukunft gewachsen ist. Die Vernachlässigung der Familie hat eine weitere dramatische Konsequenz, die in einigen Gegenden besonders ausgeprägt ist: das Sinken der Geburtenzahlen. Wir leben in einem wahren demographischen Winter! Das ist das Kennzeichen einer Gesellschaft, die die Herausforderungen der Gegenwart nur mit Mühe angeht und deshalb immer mehr die Zukunft fürchtet und sich dann in sich selbst verschließt.[2]

Auch hier ist unser Papst ganz klar und deutlich. Er weiß um die naturrechtlichen Zusammenhänge, die inzwischen in vielen Staaten westlicher Prägung offenkundig weitgehend verloren gegangen sind. Ein Staat, der aufhört die Familie und die damit konstitutiv zusammenhängende unauflösliche Verbindung von Mann und Frau als Keimzelle der Gesellschaft zu fördern, wird zu Grunde gehen. Man kann für 2018 nur hoffen, dass endlich auch im Deutschen Bundestag diese von Papst Franziskus aufgezeigten Zusammenhänge wieder zur Kenntnis genommen werden. Frau Schavan könnte ja auch diesen Damen und Herren von der heutigen Rede berichten. Danke Papst Franziskus für die klaren Worte für 2018 an die Verantwortlichen in Politik und Gesellschaft!

[1] http://w2.vatican.va/content/francesco/de/speeches/2018/january/documents/papa-francesco_20180108_corpo-diplomatico.html.

[2] Ebd.

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