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Rezension

Die Tristesse des Abendlands

Zu Jelena Tschudinowas Roman „Die Moschee Notre-Dame“

Eine Rezension von Hannes Kirmse

Europa mag zwar als geographischer Raum fortbestehen, hat aber darüber hinaus jedweden geistigen Geltungsanspruch verloren. Was Theodor Heuss einmal die drei Grundpfeiler Europas genannt hat – griechische Philosophie, römisches Recht und Christentum, ist gut einhundert Jahre nach Heinemann, im Jahr 2048 nicht nur zu einer Farce verkommen. Nein, diese Grundpfeiler sind aus der Gesellschaft fast gänzlich eliminiert. Und sie wurden mit übermannender Macht ausgetauscht. An die Stelle der vernunftbetonten europäischen Philosophie ist muslimischer Fundamentalismus getreten. Statt römischem Rechtsdenken gilt nun die Scharia in dem, was einmal Europa gewesen ist. Umherziehende Sittenwächter geben den Ton an und mit ihnen Zensur- und Verbotsmaßnahmen. Das Christentum wurde in die Zersplitterung und Auflösung getrieben. Wer da nicht dem Islam folgt, ist der ständigen Angst ausgesetzt, eines Tages aufgespürt zu werden. Zugleich hat das Christentum seinen unmittelbaren Bezugspunkt, die Peterskirche längst eingebüßt. Der Papst hat abgedankt, der Vatikan wurde eingeebnet und, was besondere Symbolkraft hervorrufen soll, die so freigewordene Fläche nun als Deponie für die Abfälle Roms verwendet. Nichts erinnert hier mehr an die barocke Prachtentfaltung. Nichts erinnert mehr an die Söhne und Töchter des einstigen Europas wie Karl den Großen oder Jeanne d’Arc. Fast scheint es, als wäre das Erbe von Renaissance, Humanismus und Aufklärung nun mit einem Mal untergegangen. Der politisch-fundamentalistische Islam hat sich seinen Weg gebahnt und gipfelte schließlich in der Moscheewerdung der großen Pariser Kathedrale.

Die 1959 geborene Moskauer Autorin Jelena Tschudinowa entwarf geistreich dieses Szenario in einem 400-seitigen, opulenten Roman „Die Moschee-Notre Dame. Anno 2048“. Sie tat dies so schöpferisch, dass darüber spekuliert wird, ob sie damit nicht Michel Houellebecq eine Inspiration für dessen eigenen Roman „Unterwerfung“ geliefert haben mag. In der deutschen Ausgabe ist Tschudinowas Werk im Herbst letzten Jahres, weitgehend unbeachtet vom literarischen Mainstream, im Renovamen-Verlag erschienen. Es bleibt hier darzulegen, warum die Lektüre trotz aller Tristesse eine lohnenswerte sein kann.

Die Bannkraft der Dystopie

Der Protagonist, der jugendlich wirkende Eugène-Olivier führt den Leser in eine Sphäre, die ganz auf die hermetische Abgeschiedenheit angewiesen ist: der katholische Widerstand. Während auf den Pariser Boulevards lauterdsprecherverstärkter Muezzin-Ruf erschallt, Ungläubige gesteinigt und Terroranschläge verübt werden, wird im mehr oder minder geschützten Untergrund auf Latein gebetet und die Heilige Messe gefeiert – sofern man denn dafür den Messwein auftreiben kann. Denn selbstverständlich hat die muslimische Regierung seit langem ein allgemeines, wie auch rigides Alkoholverbot erlassen. In Frankreich darf kein Wein mehr angebaut werden. Damit hat man dem Land letztlich seine Seele genommen. Überhaupt gleicht Frankreich 2048 in keiner Weise mehr dem Frankreich, das der gegenwärtige Leser noch so sehr schätzen mag. Obendrein ist, wie bereits angedeutet, der katholische Glaube, der in zwei Jahrtausenden gereift ist und wirkmächtig war, nun in sein Anfangsstadium zurückgeworfen worden. Wie die ersten Christen unter den Kaisern Nero und Domitian ihr geistliches Leben nur in römischen Katakomben verwirklichen konnten, so gefährlich wird es wieder unter dem Vorzeichen des politischen Islams, öffentlich ein christliches Bekenntnis zu zeigen. Die muslimische Machtübernahme hat alles überrollt, hat buchstäblich keinen Stein auf dem anderen gelassen. Ob es nun erneut zu einer Art konstantinischen Wende, zu einer erneuten staatlichen Anerkennung des Christentums durch den politischen Islam kommen könnte, ist mehr als fraglich. Auf jeden Fall ist Jelena Tschudinowas Roman, der 2005 bereits verfasst wurde, in historisch weitreichenden Dimensionen angelegt, die sich so zuvor nur vielleicht bei Oswald Spengler und seinem Hauptwerk, dem Untergang des Abendlandes finden lassen. Doch anders als bei Spenglers wissenschaftlich hochgerüstetem Anspruch zieht Tschudinowa den Leser sofort in den Bann ihrer Dystopie. Der Leser ist wie elektrisiert und will das Buch nur äußerst ungern beiseitelegen, denn die Spannung wird von Kapitel zu Kapitel aufrechterhalten.

Frankreich und immer wieder Frankreich

Frankreich war eine der zentralen Schatzkammern Europas: Versailles, der Louvre, die Marienerscheinungen. Doch schon jetzt, in den 2010ern, hat das Bild schlagartig begonnen, sich zu wenden. 2015: Geiselnahme an der Porte de Vincennes, Charlie Hebdo, Bataclan. 2016: Nizza. – Diese Schlagworte genügen, um sich diese Wende bewusst zu machen. Wir finden eine Regierung vor, der nachgesagt wird, sie würde die sich anbahnende Gefahr nicht in angemessener Weise erkennen. In den Banlieues der französischen Großstädte breitet sich die dunkle Dystopie aus. Auch in den Kirchen greift sie um sich, wenn man etwa an den 2016 durch zwei Attentäter des Islamischen Staats ermordeten Priester Jacques Hamel zurückdenkt. Terroristische Gewalt und zunehmende Radikalisierung sind Erscheinungen, die man als Franzose bzw. als Europäer nicht gern sieht. Doch in der literarischen Verarbeitung wird vieles klarer und kontrastreicher. Die Fiktion Tschudinowas macht es möglich, die Ereignisse, die vor allem Frankreich schwer getroffen haben, in einer neuen Meta-Ebene wieder aufflackern zu lassen. Darüber hinaus ist es beachtlich, wie die Autorin bereits 2005 Entwicklungen vorwegnahm, die zehn Jahre später erheblich virulenter geworden sind.

Das Sinnbild

Es wird in besonderer Weise der religiöse Impetus des Romans immer wieder deutlich. So kann er etwa als eine Apologie der Piusbruderschaft St. Pius X. gelesen werden. Denn ihre Anhänger sind es im Roman, die die von oben durch den Papst veranlasste Auflösung der katholischen Kirche nicht hinnehmen wollen. Die Amtskirche ist dahingeschieden, doch der Glaube lebt bei den Piusbrüdern fort. Es ist mit ihnen eine Keimzelle entstanden, welche die europäische Identität, das Erbe vergangener Zeiten vor den umhergehenden Scharia-Wächtern bewahren will.

Auf das berühmte Rosettenfenster Notre-Dames hat sich ein schwarzer Kreis gelegt, sodass es nun als Halbmond zum Symbol einer neuen Vorherrschaft geworden ist. Im Schatten dieser Islamdominanz, unbeachtet vom überwiegenden Teil der Bevölkerung, glimmt dieser Funken Hoffnung, der mühevoll am Leben gehalten wird. Es kommen dem historisch geschulten Leser – geleitet von diesem Sinnbild – sofort Bezüge zur Reconquista 1492, der Rückeroberung der iberischen Halbinsel, sowie zu den beiden Türkenbelagerungen Wiens 1529 und 1683 in den Sinn. Man merkt ebenso recht schnell, dass die Autorin in ihrer literarischen Fiktion nicht davor zurückschreckte, eine neue und über die Maßen machtvolle Herausforderung zu konstruieren.

Die Sache mit Houellebecq

Die Parallelen zum 2015 erschienen Roman „Unterwerfung“ (frz.: Soumission) des französischen Autors Michel Houellebecq liegen schon bei der Betrachtung des Topos auf der Hand: der archaisch wirkende Islam trifft auf ein wehrloses Europa. Es lassen sich aber nicht nur vom narrativen Leitmotiv her Parallelen ziehen. Was bei Houellebecq die materiell hochgerüstete und ideell hochstilisierte Identitäre Bewegung ist, die gegen die Unterwerfung zu Felde zieht, sind es bei Tschudinowa die Anhänger der Piusbruderschaft, die das Festhalten am katholischen Glauben nun mit einer Kampfansage verbindet. Regelrecht symptomatisch erscheint dabei die Passage, in der geschildert wird, dass es nicht die katholische Amtskirche war, die gegen die Moscheewerdung Notre Dames opponierte. Als die Muslime das Gotteshaus stürmten, leistete der dort anwesende Priester keinerlei Widerstand. Er entfernte seinen Kollar und suchte ohne viel Aufsehen zu machen das Weite. Hingegen war es ein traditionsverwurzelter einfacher Gläubige, der sich den neuen Herren in den Weg stellte und dies schließlich mit seinem Leben bezahlte. Weiter ist der Protagonist in Houellebecqs Roman, der Literaturwissenschaftler François bietet dem Leser einige Querverweise zur weiterführenden Lektüre wie etwa zu Joris-Karl Huysmans. Bei Tschudinowa finden wir dafür Querweise auf den Kernbestand des Christentums – das Rituale Romanum. Qualitative Unterschiede beider Werke werden ebenso offenkundig. Bei der Lektüre von Houellebecqs Unterwerfung ist es mitunter recht vexierend, wenn man mehrfach wiederholt das exzessive Ausleben der sexuellen Vorlieben des Protagonisten geschildert bekommt. Als Gegenstück findet sich bei Tschudinowa die eindringliche Schilderung der Tiefe des christlichen Glaubens. Der Autorin gelingt es dabei auch, eine ganz andere, neue Perspektive in den Vordergrund zu rücken: die essentielle Verbindung von Christentum und der Identitätsfrage. Bei „Unterwerfung“ bekehrt sich, wie es bereits der Titel nahelegt, der Protagonist am Ende zum Islam. Bei der „Moschee Notre-Dame“ bleibt das Katakombenchristentum als Dreh- und Angelpunkt, wie auch als letzter Funken Hoffnung bestehen.

Was bleibt?

Letztlich ist es wenig zielführend, Houellebecq den Vorwurf zu machen, er habe sich beim Verfassen seines Romans allzu stark von dem bereits 2005 in russischer Sprache erschienen Werk Tschudinowas inspirieren lassen. Weitaus mehr empfiehlt es sich, eine sich herauskristallisierende Trilogie zu betrachten. Denn neben beiden hier erörterten Autoren gibt es noch den heute 92-jährigen Franzosen Jean Raspail, der mit „Das Heerlager der Heiligen“ (frz.: Le Camp Des Saints) 1973 bereits einen ersten visionären Roman vorgelegt hat, der von einem Ansturm hunderttausender Nordafrikaner in Europa ausgeht. Es können nun diese drei Werke gegenübergestellt werden und dabei ist es gewiss nicht falsch, zu behaupten, dass bei den beiden jüngeren Erscheinungen Jelena Tschudinowa in ihrem Stil eine weitaus höhere Finesse aufweist. Was bliebe nun noch zu sagen? Bei einer Würdigung des Gesamtkontexts kann im Ergebnis festgehalten werden, dass das Zeitalter der Ideologien noch längst nicht vorüber ist. Wer meint, dass mit dem Ende des Kommunismus in Europa gewissermaßen das Ende der Geschichte erreicht sei, wird hier durch die drei genannten Autoren eines Besseren belehrt.

Die Moschee Notre-Dame. Anno 2048. Von Jelena Tschudinowa. Aus dem Russischen von Barbara Lehmann. 22,00 € * zzgl. MwSt. zzgl. Versandkosten | ISBN: 978-3956211287 | 434 Seiten, gebunden mit Lesebändchen, mit einem Nachwort der Autorin

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6 Kommentare

  1. docmacher 15. Februar 2018

    Hat der Rezensent Houellebecqs und Raspails Bücher überhaupt gelesen? Von einer Identitären Bewegung ist bei Houellebecq an keiner Stelle die Rede, und der Islam in „Soumission“ ist ein recht liberaler, der sich die Universität gekauft hat – was übrigens sehr unrealistisch ist. „Soumission“ ist mit Abstand Houellebecqs schlechtestes Buch, man hat den Eindruck, als habe er es nur geschrieben, weil er Geld brauchte. Und was hat Huysmans mit dem Islam zu tun?
    In „Camp des saints“ kommen die Invasoren aus Indien, nicht aus Nordafrika. Das weiß jeder, der das Buch gelesen hat.
    „Die Moschee“ ist plumpe Propaganda, dazu noch unvollständig übersetzt. eine ausführliche Rezension findet man hier:
    http://www.docmacher.de/contao/index.php/texte.html

  2. zeitschnur 25. Januar 2018

    Das sind alles schlimmste Klischees, die da als Plot und Debatte des Romans referiert werden.
    Ja, es gibt eine Kirchenkrise und es gibt ein Problem mit dem Islam. Aber vermutlich ganz anders als es in diesen konservativen Stereotypen gedeutet wird, die eine eindeutige Kitschnote aufweisen.
    Schon diese völlig blauäugige und geschichtsvergessene oder bei manchen unredliche Behauptung, die katholische Kirche habe sich immer weiter entfaltet und falle nun zurück auf das Niveau des Frühstadiums – wie kann einer, der halbwegs geschichtsbewandert ist, einen solchen Unsinn glauben?
    Bereits die neutestamentlichen Briefe beklagen massiv Verwirrung und Abfall. Paulus spricht davon, dass das Geheimnis des Bösen bereits wirke und immer stärker wirken werde, bis der Mensch der Gesetzlosigkeit erscheinen würde. Das ist die biblische Perspektive, die ein katholisches Selbstbild, man habe kontinuierlich immer mehr die wahre und erwahre Wahrheit entfaltet, alleine schon aus logischen gründen neimals zulassen kann. Liebe Glaubensgenossen: es ist wahrscheinlich umgekehrt. Nirgendwo ist uns geboten worden, eine „Lehre zu entfalten“ und schon gar nicht in Form von „Lehrsätzen“, die niemals mehr modifiziert werden können. Man verweist oft auf Paulus, der schrieb, wenn ein Engel vom Himmel käme oder ein Apostel oder auch er selbst und ein anderes Evangelium verkünde, der sei verflucht. Paulus hat das erste Anathem ausgesprochen – klar doch. Bloß unterstellte er sich a. selber dem Anathem (was die Kirche NIE getan hat!) und b. sprach er davon, dass grundsätzlich auch Apostel drunterfallen können. Nirgends steht im NT, dass eine „Hierarchie“ automatisch recht hat.
    Wenn wir sehen, wer die Dogmen befördert hat und wie, der muss sich eingestehen, dass es dabei mehr als einmal nicht mit rechten Dingen zuging und daher auch jedesmal gravierende Zerwürfnisse der Kirche geschahen: Schismen und Abspaltungen waren die Folge, eben WEIL die römische Kirche eine „Entfaltung“, die aber von den anderen als „opinio nova“ eingestuft wurde, nach der anderen zum „Dogma“ erhob. Natürlich will der, der nie über diesen kath. Tellerrand sieht, das nicht sorgsam und ehrlich durchdenken und prüfen. Allein: die historischen Quellen sagen uns nichts anderes. Und wie die neuere Forschung uns zeigt, ist auch der Islam wahrscheinlich letztendlich eine Folge dieser überzogenen machtkirchlichen Dogmatisierungen.
    Paulus würde sagen: das alles ist menschliches Meinen, aber nicht von Gott.
    Das Abendland hat die Zeit dafür verschwendet, Gott über die wahre Lehre belehren zu wollen und in einem Prozess von 2000 Jahren selbst die Verwirrung erzeugt, die es nun anderen in die Schuhe schieben will. Wer in die Kirchengeschichte einsteigt und dabei nicht voreingenommen ist, muss den Kopf schütteln. Da helfen auch schöne Gemälde, Staturen, Musikwerke in superteuren, den Armen abgepressten Kirchengebäuden nichts. Lassen wir uns nicht blenden von der Pracht, mit der bereits der Satan Jesus in der Wüste blenden wollte. „Der Satan in all seiner Pracht“ hat das Abendland seit Jahrhunderten über den Glauben an den gekreuzigten Erlöser geblendet.
    Daher misstraue ich auch Leuten wie den Piusbrüdern und gehe davon aus, dass deren Führungsschicht selber nicht glaubt, was sie den armen Gläubigen eintrichtert. All diese Albernheiten über Stoffhosen, zwanghaftes Einhalten irgendwelcher „Regeln“, Frauen in Röcken un unter lächerlichen Schleierchen, großem höfischem Primborium und dem automatisierten Herunterleiern des „wahren“ Glaubens – wer, der ein bisschen nachdenklich ist, kann das für voll nehmen? Das gehört alles in das Verwirrspiel, das man uns bietet. man schickt uns wie den Hasen vom Igelmann zur Igelfrau, und der Igel ist immer vor uns da, und wir sind immer nach seiner Pfeife gerannt. Und jetzt erzählt man uns, dass das Abendland untergeht, weil der Islam so böse ist und nur die Piusbruderschaft mit ihrer sektiererischen Ideologie kann uns retten. Großartig! (Den Muslims erzählt man eine ähnliche Geschichte – übrigens)

    Und noch ein Gedanke: warum haben solche Bücher einen solchen Erfolg? Und woher „wissen“ Autoren das, was kommen wird?
    O nein – sie sind nicht hellsichtig!
    Denke man doch einmal nüchtern nach: die Mitteilung ans Volk, was kommen wird, kann auch gewollt und erwünscht sein, und dass Künstler aktiv von Diensten angeworben werden, um das Volk mit gewissen Gedanken und Perspektiven zu infiltrieren, sollte jeder wissen. In unserem spätkapitalistischen, in den Faschismus umkippenden derzeitigen System ist nichts zufällig. Solche Romane werden gefördert und gezielt unter die Leute gebracht.

  3. Josef Broszeit 23. Januar 2018

    Nun ja, es ist halt ein Roman. Ganz so düster müsste man sich zumindest die Situation der röm.-kath. Kirche selbst bei einem islamisch gewordenen Europa nicht ausmalen.

    Denn es handelt sich beim Christentum und der RKK immerhin um eine Weltregion bzw. eine weltumspannende Kirche.

    Dazu gehören auch die 4 anderen Kontinente, die keineswegs alle ebenfalls zwangsläufig vom Islam erobert werden müssten.

    Wozu also sollte z.B. dann der Papst abdanken, wenn es dort noch genug röm.-kath. Christen gäbe.

    Merke:
    Es ist bislang noch keiner Ideologie und keiner Religion gelungen, gleichzeitig die gesamte Welt mit ihrem System zu beherrschen.

    • Christoph Hagen 23. Januar 2018

      Ich meinte das auch nicht so, als würde sich 1:1 und unausweichlich eine Prophetie erfüllen. Aber es werden sicher zutreffende Tendenzen literarisch verarbeitet.

  4. Christoph Hagen 23. Januar 2018

    Ich gratuliere dem Rezensenten sehr zu dieser flüssig geschriebenen, kenntnisreichen Buchbesprechung, die es auch versteht, den Kontext innerhalb eines thematischen Genres darzustellen. Mir persönlich liegen Romane nicht, aber es kann offenbar sein, dass gerade visionäre Fiktion und Zukunftsschau treffend realistische Gegenwartsanalyse leistet.

    • Tery 24. Januar 2018

      Kleine Korrektur: Im Heerlager der Heiligen wird kein Ansturm aus Nordafrika prophezeit, sondern einer aus Indien.

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