Was muss sich in der Kirche ändern?

Was muss sich in der Kirche ändern?

Viele stellen sich heute die Frage, was sich in der Kirche ändern müsse. Viele meinen eine Antwort zu haben: Weihe-Ämter für Frauen (Maria 2.0), Zölibat abschaffen (liberale Theologen), Anpassung an die Moral und Vorstellungen der Zeit (Modernisten). Aber was sagt das Evangelium und die Tradition? Sie sagen das, was Mutter Teresa mit drei Worten zusammenfasst:

Einst fragte eine Journalistin Mutter Teresa: „Was meinen Sie, Mutter Teresa, was sich in der Kirche ändern sollte?“

Mutter Teresa: „Sie und ich.“

Die Kirche ist dazu da, um uns zu Heiligen zu machen und in den Himmel zu führen. Wenn wir uns ändern, ändern wir das Schlechte und Böse in der Kirche. Die Sehnsucht nach Heiligkeit ist größer als der Glaube an Gott, dahinter steckt eine tiefe Sehnsucht nach dem guten, heilen und ganzen Leben. So lässt Camus in seinem Roman „Die Pest“ Tarrou fragen: „Kann man heilig werden, ohne an Gott zu glauben – das ist das einzig konkrete Problem, das sich heutzutage lohnt.“

Weil nur Gott die Gnade geben kann, kann man ohne Gott nicht heilig werden. Wer aber heilig ist, lebt in Fülle, vollends vollkommen.

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3 KOMMENTARE

  1. Lieber Herr Kirchenfahrter Archangelus:

    Bitte beachten Sie, daß in Deutschland die Mitgliederzahl der FEGs in nur zehn Jahren um sage und schreibe 80 Prozent gewachsen ist.
    >> Auch das gehört zur Statistik. <<
    .
    Im übrigen hat der HErr auch viele zu SIch gerufen, die nicht sonntags in die Kirche gehen und (leider haben Sie darin weitgehend recht) sich dieserart Predigt lieber nicht anhören wollen.

    • Meinem Beitrag liegt erkennbar das von postkatholischen Kreisen postulierte Axiom „Volle Gottesdienste = erfolgreiche, weil missionarische Kirche“ zugrunde. Die angeführten „Heilmittel“ müßten aber – der Logik gemäß – in den protestantischen Dominationen bereits Erfolg gezeitigt haben, um überhaupt in Betracht zu kommen. Dies ist aber erkennbar nicht der Fall, wie der zitierten Statistik zu entnehmen ist.

      Die von Ihnen angeführten 80% bei BfeG-Denominationen mögen durchaus stimmen (absolute Zahlen wären allerdings aussagekräftiger als Prozentrelatonen), da der idea-Hinweis sich aber ausdrücklich auf die EKD bezog, sind sie im behandelten Kontext irrelevant.

  2. Geht man vom Axiom aus, dass die Kirche „erfolgreich“ ist, wenn sie möglichst viele Menschen „erreicht“ (hoher Gottesdienstbesuch etc.) und sich daher ändern müsse (Pfarrerinnen, Zölibatswegfall, umfassende Anpassung an den Zeitgeist), fragt man sich schon, warum wohl nach der aktuellen Statistik des EKD-Kirchenamtes in Hannover in der EKD ein neuer Tiefststand beim Gottesdienstbesuch
    (https://www.idea.de/frei-kirchen/detail/neuer-tiefststand-beim-gottesdienstbesuch-in-der-ekd-100586.html) zu verzeichnen ist?

    In den evangelischen Denominationen leben Pfarrer flächendeckend im Ehestand, haben Frauen als Pfarrer-Kolleginnen und predigen in der Regel (Ausnahmen gibt es sicherlich) das Gedankengut von Bündnis90/Die Grünen, Pro Asyl und Greenpeace in Reinkultur.

    Bezeichnend, das diese einfache Frage auf den diversen „Dialogforen“ und „synodalen Wegen“ keine Rolle spielt…

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