Die neue Religion: Warum viele nicht mehr Katholiken, sondern Modernisten sind

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Photo by Martin Péchy from Pexels
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Der Katechismus der katholischen Kirche lehrt uns: „Im Glauben gehorchen [ob-audire] heißt, sich dem gehörten Wort in Freiheit unterwerfen, weil dessen Wahrheit von Gott, der Wahrheit selbst, verbürgt ist. Als das Vorbild dieses Gehorsams stellt die Heilige Schrift uns Abraham vor Augen. Die Jungfrau Maria verwirklicht ihn am vollkommensten“ (Nr. 144). Zu diesem Gehorsam gehört das Annehmen ALLER Dogmen.

Im modernen Denken hat sich der Gedanke durchgesetzt, man könnte selber bestimmen, was wahr und falsch sei. Im Glauben gehe es darum, was einem gefalle und sich richtig anfühle und Gott würde das verstehen und gut finden. Dann kann alles geglaubt werden, weil alles gefühlt werden kann. Was dann bleibt ist nicht Vernunft, sondern Bedürfnis, Emotion, Sensibilität. Unterstützt wird diese Sichtweise heute von vielen Priestern, Schauspielern und Influencern. Oder anders gesagt: Es gibt genug Vorbilder, die Modernismus propagieren.

Wer nur glaubt, was ihm gefällt oder einsichtig erscheint, ist kein Katholik, sondern Modernist.

Systematisch erfasst wird der Modernismus in der Enzyklika Pascendi Pius‘ X. von 1907. Mit martialischen Einleitungsworten, in denen Pius X. von Feinden des Kreuzes Christi sprach, die die Kirche zerstören wollten, begann der Papst seine Enzyklika. Den Hauptvorwurf gegen die Anhänger des Modernismus, die als „modernistae“ (Modernisten) bezeichnet wurden, sah Pius X. in der Lehre vom Agnostizismus (Gott ist nicht erkennbar) und Immanentismus (Innerweltlichkeit), in der die menschliche Vernunft von den Phänomenen eingeschlossen ist und Gott nicht mehr erkennen kann. Dann kann Gott kein Gegenstand der Wissenschaft mehr sein, weil es keine Metaphysik mehr gibt. Das führt zur Annahme eines atheistischen Geschichtsverlaufs, zur Ablehnung der Erkenntnis der allgemeinen äußeren Offenbarung und zur Reduktion des Glaubens auf die Ebene des Gefühls.

Modernismus führt daher, wie Pius X. folgert, zur Zerstörung der katholischen Kirche und ist ein Sammelbecken aller Häresien. Die Ursachen des Modernismus sah der Papst in Neugier und Stolz.

Christus ist der Weg, die Wahrheit und das Leben. Man gefällt Gott nicht, indem man seinen Gefühlen folgt, sondern der Wahrheit, die zum Leben führt.

1 Kommentare

  1. „Do what thou wilt shall be the whole of the Law“, sagte der berüchtigte englische Okkultist Aleister Crowley. Ein wahrer König des Modernismus!

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