„Till I Collapse“ – was Eminem mit der Tradition zu tun hat

„Till I Collapse“ – was Eminem mit der Tradition zu tun hat

„Edel sei der Mensch, hilfreich und gut“, schrieb Goethe über Edelmut. „White trash“ und aufs Maul, erfuhr Eminem in da hood. Was die Aufklärer in beheizten Beamtenstuben verklärten, rückt die Kunst wieder zurecht. Gut und Böse wohnen im Menschen. Nicht Selbstverwirklichung erlöst, sondern Gnade.

Man kann es auch mit Jordan Peterson sagen: „Fähig zu sein, die Struktur der Existenz zu akzeptieren und das Leid, das damit verbunden ist, auch die Enttäuschung und den Verrat – und dennoch gut zu handeln, mit ganzem Herzen auf das Gute abzielen, der Böswilligkeit entsagen, mutig die Dinge angehen, die Wahrheit sagen und entsprechend zu handeln, das ist es, was glauben heißt (what it means to believe).“ (Peterson im Interview mit Dennis Prager am 25. Mai 2019).

Auch wenn Eminem kein Heiliger ist, dichtet er genau darüber: über Leid, Enttäuschung und Gewalt und darüber immer weiterzumachen, den Kampf jeden Tag aufzunehmen, Ja zum Leben sagen und weiterzugehen.

Die Tradition weiß darum: um die Tragik und den Triumph. Sie weiß, dass der Mensch ein Heiliger sein kann, aber auch ein abgründiger Sünder. Sie weiß, dass er kein „edler Wilder“ ist, aber ebensowenig gilt das Diktum von Thomas Hobbes: Homo homini lupus – der Mensch sei des Menschen Wolf. Der Mensch wird in der Tradition weder naiv verklärt, noch als Bedrohung gesehen. Er ist Ebenbild Gottes einer gefallenen Schöpfung. Zum Himmel gerufen und zur Hölle gezogen. Genau deshalb gibt es die Alte Messe und die Tradition.

„Die Ehre Gottes ist der lebendige Mensch“ (Irenäus von Lyon) – der sich mit aller Kraft für das Gute einsetzt: Till I Collapse.

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