Dienstag, 5. Juli 2022

Kardinal Gagnon über Erzbischof Lefebvre

Wir leben in interessanten Zeiten! Verborgenes wird offenbart, Geheimnisse kommen ans Licht, der Nebel des Schweigens löst sich auf. Das erinnert an das Herrnwort aus dem Lukasevangelium: „Es gibt nichts Verborgenes, das nicht offenbar wird, und nichts Geheimes, das nicht bekannt wird und an den Tag kommt“ (8, 17).

Jetzt offenbart sich mehr und mehr, was nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil in der Kirche passiert ist. Der Kurienpriester Charles Murr schreibt ein Buch über die Freimaurer-Untersuchung von Kardinal Gagnon im Vatikan und spricht immer offener über die Verwüstung nach dem Konzil und darüber, was Kardinal Gagnon über Lefebvre sagte. Murr möchte, dass die Wahrheit bekannt wird, bevor er stirbt.

Kardinal Gagnon wurde 1985 von Papst Johannes Paul II. zum Kardinal erhoben und war der Präsident des Päpstlichen Rates für die Familie. Nach dem Attentat auf Johannes Paul II. (13. Mai 1981) soll der Papst nach Gagnon verlangt haben und wurde über dessen Freimaurer-Untersuchung aufgeklärt. 1984 wurde Baggio vorzeitig als Präfekt der Kongregation für die Bischöfe abberufen.

1987 visitierte Kardinal Gagnon Lefebvres Priesterseminar in Ecône. Gagnon wohnte am 8. Dezember der Messe Lefebvre bei und schrieb ins Gästebuch, dass „das in diesem Haus wunderbar vollbrachte Werk der Priesterausbildung zum Wohle der heiligen Kirche überall seine Ausstrahlung finde“.

Ein Jahr später, nach den vier Bischofsweihen durch Erzbischof Marcel Lefebvre und Bischof Antônio de Castro Mayer, besuchte Kardinal Gagnon Charles Murr in Mexiko und berichtete ihm über seine Visitation. Murr gibt im Video-Interview mit OnePeterFive (Youtube-Link unten) das Gespräch wieder. Er fragte Gagnon: „Was war Ihr Eindruck von Lefebvre und vom Seminar?“ – „Ich kannte Lefebvre schon länger, ich denke seit dem Konzil, er ist ein sehr frommer Mann, ein sehr heiliger Mann.“ – „Und was ist mit dem Priesterseminar?“ – „Das Priesterseminar sollte als Vorbild genommen werden für jedes Priesterseminar auf der Welt.“ – „Wirklich?“ – „Wirklich, wirklich, es ist ausgezeichnet. Es ist so, wie ein katholisches Priesterseminar sein sollte.“ Dann fragte Murr, was Gagnon von den Bischofsweihen halte und der Kardinal antwortete: „Erzbischof Lefebvre hat nicht dem Vatikan vertraut, insbesondere hat er nicht Kardinal Ratzinger vertraut, dass sie dem treu bleiben, was sie Lefebvre vorgeschlagen haben. Indem sie nur einen Bischof anboten, hatte er Angst, dass es ein Bischof wäre, den sie [die Kurie] mag, der dann die Bewegung infiltrieren und sabotieren würde. Also hat er vier Bischöfe seiner eigenen Wahl geweiht.“– „Was hat er falsch gemacht?“ – „Er hat nichts falsch gemacht, indem er dem Vatikan nicht vertraute.“

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