Glaube und Gesundheit hängen eng zusammen

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Bild: Lazare / pixabay.com
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KASSEL (idea) – „Holt Glaubensfragen zurück in die Gesundheitsdiskussion!“ Diesen Appell hat der Wirtschaftsjournalist und Zukunftsforscher Erik Händeler (München) am 14. April zum Auftakt des 5. Christlichen Gesundheitskongresses an die rund 600 Teilnehmer gerichtet. Nach seinen Worten wird besonders die seelische Gesundheit in den kommenden Jahren und Jahrzehnten immer wichtiger werden, weil immer mehr Menschen geistig tätig seien: „Die Gedankenarbeit ist die Arbeit der Zukunft.“

Die übergroße Mehrzahl aller Untersuchungen zum Zusammenhang von Glaube und Gesundheit habe ergeben, dass ein sehr positiver Zusammenhang zwischen beidem bestehe. „Die Chancen in 2.000 Jahren Kirchengeschichte waren nie so günstig wie heute, um über den christlichen Glauben zu sprechen“, so Händeler. Das gelte nicht nur für das Gesundheitswesen, sondern auch für die Wirtschaft. Nur Unternehmen, die sich an im Christentum wurzelnden Werten wie Wahrhaftigkeit oder Demut orientierten, hätten Bestand.

Was das Gesundheitswesen von Jesus lernen kann

Wie der Vorsitzende der Initiative ProChrist, Roland Werner (Marburg), sagte, können christliche Werte die Zukunft des Gesundheitswesens bereichern. Jesus sei den Menschen stets ganzheitlich begegnet. Er habe mit ihnen gesprochen und sich Zeit für sie genommen, anstatt nur Symptome zu behandeln, erklärte Werner: „Begegnung ist der Anfang des Heilwerdens.“ Auch sei nach christlichem Verständnis jeder Mensch einzigartig und ein Ebenbild Gottes. Das könne im Alltag von Krankenhäusern und Arztpraxen davor bewahren, Patienten nur als Nummer zu sehen. Christen im Gesundheitswesen könnten zudem dadurch einen Unterschied machen, indem sie bereit seien, um der Patienten willen mehr zu geben als sie müssen: „Jesus hat auch am Sabbat geheilt.“

Die Kranken in Afrika nicht vergessen

Die Direktorin des Deutschen Instituts für Ärztliche Mission (DIFÄM), Gisela Schneider (Tübingen), nannte es als Aufgabe von Christen, „ganz nah bei den Menschen“ zu sein. In Zeiten der Globalisierung gelte das auch für Länder, in denen die Gesundheitssysteme nicht so gut seien wie in Deutschland. Sie selbst war 23 Jahre als Ärztin in Afrika tätig. Als dort die Krankheit Ebola ausgebrochen und in vielen Krankenhäusern auch Ärzte und Pflegekräfte gestorben seien, hätten die Behörden gefordert, die Krankenhäuser zu schließen. Christliche Kliniken hätten sich jedoch entschieden, auch weiterhin Kranke zu behandeln. Schneider: „Christen können Zeichen setzen und so den Unterschied machen.“ Auch nach dem Abklingen der Ebola-Epidemie seien Liberia und Sierra Leone auf Unterstützung angewiesen: „Unsere Geschwister dort brauchen uns jetzt. Aber haben wir den langen Atem, um dem heilenden Auftrag der Kirche gerecht zu werden?“

600 Teilnehmer aus Pflege, Medizin und Verwaltung 

Der dreitägige Kongress steht unter dem Motto „Zeichen setzen – heilen und begleiten in Gesundheitswesen und Gemeinde“. Von den gut 600 Teilnehmern sind etwa 33 Prozent Pflegekräfte und 21 Prozent Ärzte. Acht Prozent arbeiten als Seelsorger, Theologen oder Diakone, fünf Prozent in Management und Verwaltung. Knapp die Hälfte der Teilnehmer gehört einer evangelischen Landeskirche an. 38 Prozent sind Mitglieder einer Freikirche und 16 Prozent römisch-katholisch.

Der Artikel erschien hier auf idea.de und darf vom Cathwalk nach Rücksprache verwendet werden.

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