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Stammtisch statt Stuhlkreis!

Von Markus Lederer

Hat nicht zum Teil das übertriebene Nachdenken darüber, was man überhaupt noch sagen darf, dazu geführt, dass insbesondere Männer, die eine deutliche Sprache gewohnt sind, überhaupt nicht mehr verstehen, worum es uns geht? Redet man oftmals nur noch über Phrasen und Symbole anstatt über Inhalte?

Die pastoralen Angebote in den einzelnen Pfarrgemeinden sind vielschichtig. Es gibt Frauenkränzchen, Seniorenbetreuung, Bibellesekurse für Kinder und Initiativen, die das weibliche Bild der Kirche betonen wollen. Eigens für die Kinder befindet sich oftmals sogar eine Kinderspielecke in manchen Kirchen. So richtig und schön diese Angebotsvielfalt auch ist, fällt erschreckenderweise auf, dass pastorale Angebote für Männer – insbesondere für junge Männer – oftmals nicht vorhanden sind.

Die Männer wieder zum Glauben bringen

Vorschnell könnte man behaupten, dass dies daran liegt, dass junge Männer häufig nicht mehr in die Kirche kommen. Könnte es nicht aber auch mit den einseitigen Angeboten zusammenhängen? Der Bamberger Erzbischof Schick erkannte im Jahre 2012 bereits: „Männer mögen lieber Stammtisch statt Stuhlkreis!“ und forderte, „die Kirche muss die Männer zurückholen.“


Der Hl. Thomas Moore machte deutlich: „We cannot get to heaven on a featherbed.“ Hans Holbein [Public domain]

Ein erster wichtiger Ansatz könnte sein, eine deutliche Sprache zu sprechen und sich nicht zu unklar, symbolhaft auszudrücken. Der katholische Glaube ist eine enorme Herausforderung und zugleich auch ein Abenteuer. Der Hl. Thomas Moore machte deutlich: „We cannot get to heaven on a featherbed.“

Der große US-amerikanische Country-Sänger Johnny Cash brachte dies ebenfalls auf den Punkt: „Being a Christian isn´t for sissies. It takes a real man to live for God – a lot more than to live for the devil, you know?” Oftmals wird der Glaube so wachsweich dargestellt, dass es zumindest für Jugendliche, welche beispielsweise in einem Sportverein sind, herausforderungslos und langweilig erscheinen muss, Christ zu sein. Den Glauben hat man nicht einfach nach der Firmung, sondern man wird mit ihm nie fertig. Unterfordert man mit allzu soften Angeboten nicht die Jugendlichen?

Sportlich ausgedrückt: „Gib dich nicht mit Mittelmaß zufrieden im Glauben!“ (Hl. Papst Johannes Paul II.) Überall worin ich gut sein möchte, muss ich arbeiten und Einsatz leisten. Klare, unverrückbare Positionen, die selbst noch gelebt werden, waren immer attraktiv und sie sind es auch heute noch.

Außerdem: die Kirche wirbt sehr schlecht mit sich selbst. Oftmals steht nur noch Kritik an einzelnen Streitthemen im Vordergrund der kirchlichen Diskussion. Redet die Kirche sich oftmals nicht selbst schlecht? Für den Hl. Augustinus war klar: „In dir muss brennen, was du willst in anderen entzünden.“ Selbst Bruce Springsteen singt in seinem Song „Dancing of the dark“ davon: „you can´t start a fire without a spark.“

Hat nicht zum Teil das übertriebene Nachdenken darüber, was man überhaupt noch sagen darf, dazu geführt, dass insbesondere Männer, die eine deutliche Sprache gewohnt sind, überhaupt nicht mehr verstehen, worum es uns geht? Redet man oftmals nur noch über Phrasen und Symbole anstatt über Inhalte? Die Botschaft des Christentums und die Lehre der katholischen Kirche hatten über Jahrtausende sowohl Frauen als auch Männer begeistert, dass sie ihr ganzes Leben danach ausgerichtet haben. Angesteckt haben dabei schon immer strenge und deutliche Positionen.

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Ein herausragendes Beispiel für ein großes Vorbild im Glauben könnte für junge Männer gerade der Hl. Pier Giorgio Frassati (1901-25) sein. Der als fröhlich und sportlich bekannte Heilige war alles andere, als ein verstaubter Moralapostel, sondern vielmehr ein radikal Glaubender und Liebender. Zudem hatte er echte Lebensfreude und bestieg mit seinen Freunden viele Berge Norditaliens. Er ist ein Beispiel dafür, dass im Katholizismus tatsächlich „the pipe, the pint and the cross“ (Chesterson) vereinbar sind. Trotz aller Lebensfreude machte er ernst mit seinem Glauben und kümmerte sich gemäß des Vorbildes Christi um Kranke in Turin. Dabei steckte er sich mit Polio an und starb auch an den Folgen dieser Krankheit. Natürlich muss nun nicht jeder direkt dieses große Vorbild nacheifern. Dennoch zeigt er, dass Glauben, Freude und Weltbejahung immer mit dem Katholizismus vereinbar sind und ein konsequentes Glaubenszeugnis immer ansteckt.

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Ein herausragendes Beispiel für ein großes Vorbild im Glauben könnte für junge Männer gerade der Hl. Pier Giorgio Frassati (1901-25) sein.

Stellen wir jedoch solche konkreten Beispiele oder klare, deutliche Positionen in den Vordergrund? Verlieren wir uns nicht viel zu oft im Phraseologischen? Oder im Nachdenken darüber, was nun angemessen ist oder gut ankommen könnte.

Es ist alles zusammengefasst in den erneuten Worten Benedikt XVI.:

„Sagen wir das, worauf es ankommt und nicht das, was ankommt!“

Benedikt XVI.

Allenfalls wäre ein Stammtisch mit deutlichen, klaren Gesprächen nach dem sonntäglichen Hochamt oftmals attraktiver, als ewige Diskussionsrunden.

11 KOMMENTARE

  1. >>Die pastoralen Angebote in den einzelnen Pfarrgemeinden sind vielschichtig. Es gibt Frauenkränzchen, Seniorenbetreuung, Bibellesekurse für Kinder und Initiativen, die das weibliche Bild der Kirche betonen wollen. Eigens für die Kinder befindet sich oftmals sogar eine Kinderspielecke in manchen Kirchen. So richtig und schön diese Angebotsvielfalt auch ist, fällt erschreckenderweise auf, dass pastorale Angebote für Männer – insbesondere für junge Männer – oftmals nicht vorhanden sind.

    Man komme aber ja nicht auf den Gedanken, das Frauenkränzchen funktioniert (mehr oder weniger), machen wir also ein Männerkränzchen. Das funktioniert nicht.

    >>Vorschnell könnte man behaupten, dass dies daran liegt, dass junge Männer häufig nicht mehr in die Kirche kommen. Könnte es nicht aber auch mit den einseitigen Angeboten zusammenhängen?

    Ich kenne – übertrieben gesprochen – keine „Angebote“. Ich kenne den Gottesdienst, und daran kann man teilnehmen oder auch nicht. Speziell am Sonntagsgottesdienst muß man sogar. Aber im Ernst: Aufgabe der Kirche ist es, Gott zu preisen, Buße und Sühne sowie in den zeitlichen Nöten Fürbitte zu leisten und vor allem die Leut in den Himmel zu führen. Nebenaufgabe der Kirche mag dann sein, alles Gute in der Welt zu verteidigen und den Mitgliedern als einer Gemeinschaft das Leben möglichst angenehm zu machen (ist ein Nebenpunkt, darüber diskutiere ich nicht weiter, erwähne es nur, damit klar ist, daß ich das erstere nicht mit Ausschließlichkeit meine).

    Aufgabe der Kirche ist *nicht*, die Leute zu geselligem Beisammensein im Pfarrheim zu versammeln; es sei denn die wollen das so. Wenn sie es nicht wollen, hat man daraus jedenfalls keinen moralischen Vorwurf zu basteln. Der Mann, der seine täglichen Erfolge und Mißerfolge im Arbeitsleben, seine außerhalb von Pfarreinrichtungen verbrachten Entspannungsstunden, sein Familienleben, in dem er seine Kinder, so er welche hat, im Glauben erzieht, und das alles am Sonntag in die Messe vor den Herrgott bringt, nebenbei natürlich auch jeden Tag betet – *das reicht*; und wenn es nicht reicht, dann wäre sogar in erster Linie an „mehr Gebet, werktäglicher Meßbesuch, Fasten etc.“ zu denken.

    Wenn Männer sich nicht zum Männerkränzchen ins Pfarrheim begeben wollen und auch für den Stammtisch lieber ins Wirtshaus gehen, dann ist das ohne moralisches Urteil so hinzunehmen.

    Und wie bekommt man sie in den Sonntagsgottesdienst?

    Das ist die entscheidende Frage. Ich gebe aber jedenfalls zu bedenken: „Wie bekäme man Männer in den Sonntagsgottesdienst, wenn es die Sonntagspflicht nicht *gäbe*“ ist eine völlig *andere* Frage. Der gegenwärtige Mischmasch von „nur hingehen, wenn man Lust darauf hat“, dann aber doch irgendwie Pflicht ist jedenfalls für den noch gottesdienstungewohnten Mann denkbar uneinladend; wie die Lösung ist, weiß ich nicht, aber sie wird kaum ohne den deutlichen Hinweis, daß der Sonntag Pflicht und ein Gott geschuldeter Ehrendienst und das unentschuldigte Daheimbleiben undankbar ist, auskommen.

    (Und die Ungläubigen? Nun, die muß man zu bekehren versuchen, aber das muß man *sowieso*.)

    >>Der Bamberger Erzbischof Schick erkannte im Jahre 2012 bereits: „Männer mögen lieber Stammtisch statt Stuhlkreis!“ und forderte, „die Kirche muss die Männer zurückholen.“

    Zu dem Stammtisch gehen dann nur die Männer, die eh schon da sind.

    >>Ein erster wichtiger Ansatz könnte sein, eine deutliche Sprache zu sprechen und sich nicht zu unklar, symbolhaft auszudrücken. Der katholische Glaube ist eine enorme Herausforderung und zugleich auch ein Abenteuer. Der Hl. Thomas Moore machte deutlich: „We cannot get to heaven on a featherbed.“ [usw. … Johnny Cash… Johannes Paul…]

    Ich glaube ehrlich gesagt nicht, daß man die Kirche durch demonstratives *Herausstellen* der Härten des christlichen Lebens attraktiv machen kann. Gewiß; man soll über solche nicht hinwegtäuschen. Aber in neunzig von hundert Fällen schrecken Leute instinktiv vor dem gelebten Christentum nicht zurück, weil es zu einfach, sondern weil es zu schwierig ist; und in einer beträchtlichen Zahl davon ist es das tatsächlich gar nicht.

    >>Ein herausragendes Beispiel für ein großes Vorbild im Glauben könnte für junge Männer gerade der Hl. Pier Giorgio Frassati (1901-25) sein.

    Der Heilige möge’s mir nachsehen und für mich beten. Aber, mit Verlaub, schon wieder ein unerreichbar moralischer Heiliger, dem *alles* gelingt und insbesondere *auch* das Erwecken von Lebensfreude und eine gelungene Integration des Umgangs mit Genußmitteln, der sich in übermenschlichem Einsatz aufopfert und mit 24 stirbt…

    eine großartige und bewundernswerte Gestalt, aber attraktiv für der Kirche momentan noch Fernstehende – um die geht es ja -, die primär den irgendwo aufgeschnappten un-, auch in der Kirche allerdings bisweilen an-zutreffenden Gedanken assoziieren, man müsse selber genau so werden, sonst käme man gar nicht in den Himmel?

    Da habe ich dann doch meine Zweifel.

  2. @zeitschnur

    Ich finde sie machen es sich etwas zu einfach: während bei den Männern die Schuld ausschließlich bei ihnen selbst zu suchen ist, haben die Frauen es da schon besser. Das Angebot ist nicht mehr attraktiv. Etwas dürftig, finde ich. Dass der Rosenkranz rein weiblich geprägt ist kann ich leicht widerlegen: Ich bete ihn selber.

    • …vielleicht sollten Sie erst mal zu verstehen lernen, was ich tatsächlich schrieb. Vielleicht ist es doch nicht schlecht, wenn man seine Sprache ausdifferenziert. Auch als Mann.
      Es gibt nämlich keine „klare“, sondern nur eine Sprache, die vielschichtig gesprochen und verstanden wird. Wenn Männer da freiwillig abhängen wollen, fände ich das sehr schade.

      Ich sprach davon, dass wir jetzt an einem Punkt sind, an dem wir der Sache näher kommen, als Sie darauf hinwiesen, dass auch die klassischen katholischen Frauenforen „sterben“. Und auch bei den Frauen erwähnte ich deren eigene Verantwortung.

      Erst dann fragte ich weiter, ob das Problem im Artikel nicht wo ganz anders liegt – für beide Geschlechter. Aber ab da haben Sie wohl schon nicht mehr gelesen oder verstanden.

      Was den Rosenkranz betrifft, mag es ja sein, dass Sie ihn beten. Allerdings kenne ich tatsächlich keinen einzigen Mann, der in der Pfarrgemeinde das abendliche Rosenkranzgebet verantwortet… Bei uns sind das ausschließlich alte Damen… Natürlich heißt das nicht, dass auch mal ein mann dazukommt, aber er übernimmt in der Regel keine Verantwortung dafür, dass das regelmäßig stattfindet.

  3. Da ist schon was dran. Religion ist ein Abenteuer, vielleicht das letzte, das uns noch bleibt. „Nicht sehen, und doch glauben.“ Ein Gehen in den offenen Horizont, ohne „Wissen“ um das Ziel, und im Wissen, dass die Vorstellung von diesem Ziel nichts zählt. „Du sollst dir kein Bild machen!“ Also keine Vorstellung von Gott. Soweit so gut.

    Aber zu bedauern, dass nicht klar, sondern nur mehr in Symbolen geredet wird, zeigt von einem totalen Unwissen, was ein Symbol ist. Ohne Wissen um Symbole braucht aber man die Bibel gar nicht zu lesen, man wird sie nicht verstehen. Vor 2000 Jahren gab es unsere Begriffssprache nicht, es war eine Bilder- und Symbolsprache. Die ist nicht eindeutig, sondern vieldeutig, sagt aber mehr als jeder klare Begriff! Die klaren Begriffe sagen auch nichts über die Natur, die und das Leben sind nämlich auch vieldeutig. Auch die Physik des 20. Jahrhunderts ist draufgekommen, dass man die Natur nicht auf Ja oder Nein festlegen kann.

    Symbole sind mehrdeutig, das entspricht nicht der Forderung der „Moderne“, die im 19. Jahrhundert steckengeblieben ist. Symbole sind Bilder, die bekanntlich nicht weniger, sondern mehr sagen als Begriffe. Begriffe geben klar und exakt die Oberfläche eines Phänomens wider, Symbole weisen dunkel auf das Ganze eines Phänomens. Um Symbole zu verstehen, muss man sich damit beschäftigen, und immer ist eine Eigenleistung dabei, wenn sie einem klar werden sollen. Dann aber wird man Leben verstehen und nicht bloß Maschinen. Und dann erst wird sich einem die Bibel erschließen, oder das, was in einer christlichen Messe geschieht.

  4. „Wenn bei uns der katholische Männerverein eingeht, liegt das GANZ GEWISS nur an den Männern und ihrem Glaubensdesinteresse oder Abfall selbst,“

    Ach nee, in unserer Nachbargemeinde hat sich vor kurzem die Frauengemeinschaft aufgelöst. Und nu?

    • Zählen Sie einfach 1 + 1 zusammen: vielleicht liegt das dann einfach an den Frauen selbst oder daran, dass dieses Angebot nicht mehr attraktiv genug für sie ist.
      Auch der rein weiblich geprägte Rosenkranz stirbt fast in allen Gemeinden mit den alten Damen aus…
      Damit wären wir an einem interessanten Punkt: hat die Kirche nur Angebote für alte Leute, egal welches Geschlecht und interessiert die Jungen nicht mehr – auch hier egal welches Geschlecht? Die Gremien haben ja keinen Mangel an Bewerbern, ob Mann ob Frau… aber diese Typen, jedenfalls bei uns, sind von den Gläubigen seltsam abgekoppelt…

      Und warum gehen wir dann nicht hin und bauen etwas auf?

      Was sind die Hindernisse? Hindert uns irgendwer? Und wenn ja wer oder was?
      Oder sind wir träge geworden, faul, voller Ausflüchte?
      Oder hat es andere Gründe, finden wir nirgends mehr einen Platz für uns?
      Wenn ja warum?

      Allmählich kommen wir der Sache näher, danke also für den Hinweis auf den Frauenbund..
      Mit Stammtischen und Stammtisch-Gesprächsniveau (sind Männer wirklich so primitiv?! Im Leben nicht!) ist der Sache nicht geholfen.

      Wir wissen nicht mehr, wofür wir uns einsetzen können, und wenn wir es tun, ist unser Einsatz bereits kadermäßig verplant.

      Ich sehe das so: der Hl. Geist hat kaum noch eine Chance – zwei Drittel hat bereits das Lehramt durchgestylt, ein Drittel verlabern in Konkurrenz zum Lehramt die Laiengremien.
      Rauskommen tut bei beiden nichts. Es ist doch irgendwie eine erstickende Atmosphäre, oder? jedenfalls an vielen Orten…

      Wie aber da wieder hinausfinden aus dieser Falle, in die die Kirche sich selbst manövriert hat?

  5. „Denn das läuft drauf raus, dass der Mann nur sein kann, wenn die Frau nicht ist.“

    Hab ich so auch noch nicht gelesen. Muss ich heute Abend mal meiner Frau stecken, mit der Frage, ob sie mich aus Mitleid geheiratet hat, weil ich ja sonst nicht sein kann.

    • Tun Sie das nicht und lesen Sie lieber noch mal mein Argument.
      Ihr Männer habt in der Kirche wesentlich größere Territorien ganz für euch, als wir Frauen und nutzt sie nicht – das nun auf eine „Verweiblichung“ zu schieben, ist unseriös und unredlich. Wenn bei uns der katholische Männerverein eingeht, liegt das GANZ GEWISS nur an den Männern und ihrem Glaubensdesinteresse oder Abfall selbst, denn keine Frau ist in dem Verein und macht ihnen dort etwas streitig…
      Nicht zuletzt fördert die Hierarchie ja dieses dämliche Stuhlkreisgedöhns und schafft sich gerne theologisch mitdenkende Männer und Frauen vom Hals – so herum wird ein Schuh draus.
      Die Situation ist Folge der theologischen Entmündigung der Laien.

  6. Sehr widersprüchlich, dieser Artikel – irgendwie soll man das sagen, worauf es ankommt und nicht das, was ankommt, aber wenn es um Männer geht, soll man dann doch das sagen, was bei ihnen ankommt. Oder wird das, was bei ihnen ankommt mit dem identifiziert, worauf es ankommt?!
    Das klingt nach der guten alten Selbstvergötzung des Mannes… brauchen wir die wirklich?
    Und dann das Moore-Zitat. Okay, der laube ist kein Federbett, aber dann brauchen wir doch wieder die Bequemlichkeit von „„the pipe, the pint and the cross“?!

    Die Frage ist, ob das Gedöhns in der Kirche überhaupt auf frauliche Initiative zurückgeht. Das wird einfach so behauptet, dürfte aber eine Verkennung sein. Wehe, es treten in der Kirche kluge und vernünftige Frauen auf! Ich kenne aber auch jede Menge Frauen, die wegen dieser durch die männliche Hierarchie geförderten Psychotour die Kirche meiden. Die Erfinder dieser Psychotouren sind ja übrigens hauptsächlich Männer gewesen, doch das nur mal zur geistesgeschichtlichen Korrektur ganz nebenbei.

    Warum man aber in der Kirche nicht die anstehenden Probleme debattieren sollte, nur um es dem Mann möglichst leicht machen zu wollen, „zurückzukommen“, zugleich aber darüber jammert, man dürfe heutzutage nicht mehr alles sagen in der verweiblichten Kirche?!

    Im übrigen sind es die Männer selbst, die ihre Ferne verantworten, bitte kein Arme-Männer-Gedöhns! Lange gab es Männervereine, den Kolping-Verein, immer noch ist das Prisestertum dem mann alleine vorbehalten – also es sind schon die Männer selber verantwortlich, wenn sie selbst ursächlich verschulden, dass die Terrains, die vor allem und sogar ausschließlich bis heute die ihren sind, nicht mehr besuchen.

    Männliche Selbstkritik und selbstreflexion wäre gefragt und nicht dieses Gejammer im Grönemeyer-Stil. Denn das läuft drauf raus, dass der Mann nur sein kann, wenn die Frau nicht ist. Und das ist antichristlich.

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