Der größte Theologe aller Zeiten: Thomas von Aquin

Der größte Theologe aller Zeiten: Thomas von Aquin

Thomas von Aquin war Dominikaner und wurde 1225 auf Schloss Roccasecca bei Aquino in Italien geboren. Er starb am 7. März 1274 in Fossanova, auf dem Weg zum Zweiten Konzil von Lyon. Er ist der größte Theologe der Kirchengeschichte. Am 28. Januar ist sein Gedenktag in der Neuen Messe, in der Alten Messe ist sein Gedenktag am 7. März.

Thomas von Aquin hat die Scholastik, die Verbindung von Vernunft und Theologie, maßgeblich geprägt. Er entdeckte Aristoteles wieder und ist zum Inbegriff der scholastischen Methode geworden. Bis zum Konzil wurde jeder katholische Theologe nach dieser Methode ausgebildet.

Die bedeutendsten Werke von Thomas von Aquin sind die Summa Theologiae (Summe der Theologie) und die Summa contra Gentiles (Summa gegen die Heiden). Thomas von Aquin ist unter anderem der Patron der Studenten, Akademiker, Universitäten und Philosophen.

Thomas von Aquin hat fünf Hymnen verfasst:

  1. Adoro te devote, „Gottheit, tief verborgen“
  2. Lauda Sion Salvatorem (Fronleichnamssequenz)
  3. Sacris solemniis (zur Matutin)
  4. Verbum supernum prodiens nec Patris (Laudes)
  5. Pange lingua, „Preise, Zunge, das Geheimnis“ (das Tantum ergo sind die beiden letzten Strophen davon)

Dazu: Thomas von Aquin auf kathpedia.com


„Das Staunen ist eine Sehnsucht nach Wissen“

Thomas von Aquin

HEILIGER THOMAS VON AQUIN, BITTE FÜR UNS!

3 KOMMENTARE

  1. Den Englischen Lehrer gilt es auch als *Dichter* zu würdigen!
    Sein „Lauda Sion Salvatorem“ wird auch im Urteil von nicht-katholischen Literaturwissenschaftlern als ein Meisterwerk der spätlateinischen Dichtung eingestuft.

  2. „… irgendwie lief es in allen Bereichen ziemlich planlos im Zuge der Rezeption der Beschlüsse des Konzils und der Liturgiereform.“
    ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
    Davor war aber das Durcheinander noch grösser!
    Die Redaktoren des jeweiligen diözesanen Directoriums mußten vielfach
    in Rom anfragen, wie es ist, wenn die privilegierte Oktav eines Kirchenlehrers
    auf die Oktav eines Hochfestes fiel, und dergleichen mehr.
    .
    Und nach *DEM Konzil“ (gemeint ist wohl das II. Vatikanische) wurde von Rom aus
    immer wieder in das Kalendarium eingegriffen, und sogar der Meßkanon („Josef“)
    geändert und die Wandlungsworte gemäß dem theologischen Verständnis des
    päpstlichen Amtsinhabers (zumindest deutschsprachig) ausgerichtet.

  3. Gestern waren es übrigens genau 650 Jahre, seit die Gebeine von Thomas in die Ordenskirche im Jakobinerkonvent zu Touluse übertragen wurden – Nur ein kleines „Jubiläum“, aber man sollte die Feste bekanntlich feiern, wie sie fallen – Eigenartigerweise ist die Reform der Daten des Heiligenkalenders u.a. auch bei Thomas nicht konsequent geblieben. Eigentlich präferierte man nachkonziliar bei der Festlegung des Gedächtnis-Datums immer den Todestag. – Hier wurde vom Todestag wegverlegt auf den Übertragungstag. – Aber was suche ich nach einem System… irgendwie lief es in allen Bereichen ziemlich planlos im Zuge der Rezeption der Beschlüsse des Konzils und der Liturgiereform.

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

NEUESTE ARTIKEL

Leben für die Ewigkeit: Die Mönche von Le Barroux (Video)

Gott ist Mensch geworden. Über dieses Wunder kann man ein ganzes Leben lang meditieren. Wer Mönch wird,...

The Last of Us: Wenn Nietzsche PlayStation spielt

„Gott ist tot! Gott bleibt tot! Und wir haben ihn getötet! Wie trösten wir uns, die Mörder...

Buchtipp: „Zur Theologie der Eucharistie in der Corona-Krise“

Das neue Buch von Mag. P. Justin Minkowitsch OCist „Wann kann ein menschlicher Repräsentant...

Doctor Angelicus ist exmatrikuliert: Traditionelle vs. moderne Theologie

Moderne Theologie hat zwei Grunddogmen: den "ewigen Dialog" und die "Moderne". Sie hat den Thomismus abgeschafft und...

Die Austrittszahlen sind nicht hoch, sie sind niedrig

Ich verstehe es nicht. Jedes Jahr heißt es immer, es seien wieder so viele Menschen aus der...

Von Pius X. und Frankreich lernen: Franziskus muss die deutsche Kirche in die Armut führen, um sie zu retten

Die katholische Kirche in Deutschland geht mit dem synodalen Weg den Weg des Suizids. Angetrieben von vielen...

Meist gelesen

- Advertisement -

Für DichLesenswert
Weitere Artikel