„Wir wollen Gott“ – Kulturmarxismus besiegen wie JP2 den Kommunismus

„Wir wollen Gott“ – Kulturmarxismus besiegen wie JP2 den Kommunismus

Es gibt keine größere Macht als Gott. Und es gibt keine größere Versuchung, als selber Gott zu spielen. Genau das ist der Traum aller materialistischen Ideologien. Obwohl diese Träume eigentlich durch den Tod von Millionen im 20. Jahrhundert ausgeträumt sein müssten, gibt es sie noch immer. „Sozialismus“ nennt man die moderne Form des materialistischen Kommunismus, klingt harmloser, historisch unbelasteter – doch in seinen Folgen ist er genauso gefährlich und grausam. Die Machtergreifung des Menschen in die Spähre Gottes führt politisch zum Staatstotalitarismus: Der Staat tritt an die Stelle Gottes, wird allmächtig, omnipräsent – zum absoluten Souverän, der sich vor nichts und niemandem mehr rechtfertigen muss.

Gott ist der größte Garant für Recht und Freiheit, weil er alle staatliche Macht relativiert: Nicht der Staat hat das letzte Wort, sondern Gott. Nicht der Staat ist allmächtig, sondern Gott. Wenn der Staat Gott als oberste Instanz anerkennt, versteht er sich funktional und rational, er sieht sich nicht als pseudo-religiöse Anstalt, die das Heil des Menschen herzustellen habe. Das heißt konkret: Wenn Gott anerkannt wird, muss sich alle Staatsgewalt am Naturrecht messen. Freiheit und Recht werden naturrechtlich garantiert. Daraus leiten sich gerechte Menschenrechte ab.

Heute erhebt sich eine neo-materialistische Macht, die gottähnlich herrschen will. Eins der deutlichsten Anzeichen für die Machtergreifung in die göttliche Sphäre, ist die Anmaßung darüber entscheiden zu dürfen, wer leben darf – und wer nicht. So gibt es den Vorschlag der Jusos, Kinder bis zur Geburt töten zu dürfen.

Es handelt sich deshalb um Kulturmarxismus, weil diese Bewegung noch keine oder nur eingeschränkte politische Macht hat – aber immer mehr Einfluss auf unsere Kultur nimmt: Vater und Mutter sollen durch „Elternteil 1″ und Elternteil 2“ ersetzt werden. Die traditionelle Familie gilt als patriarchale Unterdrückungsstruktur und soll ihre normative Gestalt verlieren. An ihre Stelle treten willkürliche Formen. Es reicht, wenn jemand seine Lebensform „Familie“ nennt. Dadurch wird alles konstruktivistisch umgedeutet. Ein Artikel in der ZEIT geht noch weiter: der Staat solle doch direkt die Kinder erziehen – statt der Eltern. In Schulen und Universitäten kommt man kaum hinterher, um alle auf Genderlinie zu bringen.

Wer das anders sieht, gilt als böser Mensch und wird mit Schmähworten gescholten, weil er die materialistische Heilslehre und damit das angebliche Glück des Menschen und der Gesellschaft verneine. In Wirklichkeit aber hat jeder, der dem Wahnsinn widersteht, gesunden Menschenverstand.

Als Christen wissen wir, dass wahre Freiheit und höchstes Glück im Befolgen des Willen Gottes liegen. Daher müssen wir materialistischen Entwicklungen entgegenstehen, wir müssen dem Bösen widerstehen. Wir müssen die Wahrheit Christi in eine Welt tragen, die an sich selbst zu ersticken droht. Wie einst Polen 1979 können auch wir mit einem Ruf nach Recht und Freiheit unsere Stimme erheben: „Wir wollen Gott!“

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