Alte Messe is younger than Novus Ordo now – oder was Bob Dylan mit der Liturgie zu tun hat

Alte Messe is younger than Novus Ordo now – oder was Bob Dylan mit der Liturgie zu tun hat

Im Lied „My Back Pages“ verarbeitet Bob Dylan seine Enttäuschung über die Folk-Protest-Bewegung der 60s. Seine Desillusion gipfelt in dem Satz: „Ah, but I was so much older then / I’m younger than that now.“ Dieser Satz trifft auch die Liturgiereform und die Fortschrittsgläubigkeit der 60er-Jahre ins Mark.

Im 21. Jahrhundert ist es nur schwer vorstellbar, aber in den 60ern glaubte man, das Heil liege in Fortschritt und Modernisierung. Man glaubte tatsächlich an ein zweites Pfingsten, an ein Aufblühen der Kirche – wenn man die Zügel lockere. Verkündet wurde Fortschrittsgläubigkeit, gekommen ist der größte Niedergang. Der Prophet aus Minnesota wusste schon 1964 besser: „Romantic facts of musketeers / foundationed deep, somehow / Ah, but I was so much older then / I’m younger than that now.“

Gut gemeinte Lockerungsübungen und Anbiederungen sind out. Erlösung durch Fortschritt ist out. Geschwafel ist out. Die Experimente der 60er haben sich als Illusion erwiesen, als Versuch mit der Hälfte der Anstrengung das Doppelte rauszuholen. Heute weiß jeder, dass Nettigkeit kein Zeichen von Güte, sondern von Schwäche ist.

Denn gefährlich ist, wer Honig predigt, wenn wir Feuer brauchen. Und ohne Feuer in unseren Herzen, werden wir nicht für Christus brennen und unser Leben für ihn aufs Spiel setzen. Doch nichts anders fordern die Evangelien. Gefragt ist Echtheit, gefragt ist Klarheit, gefragt ist Verlässlichkeit.

Liturgische Experimente sind Betrug an uns und unserem Glauben. Wer wirklich sucht und Christus will, gibt sich nicht mit halben Wahrheiten und Wohlfühl-Predigten zufrieden. Er will seine Seele retten. Dazu brauchen wir keine Low-Energy-Liturgie, sondern das Echte, keinen Jeb sondern Herzen ad Dominum. Genau das gibt die Alte Messe. Sie hat uns nie betrogen. Sie ist hart und kompromisslos, fromm und tief – und atmet den Geist von 2000 Jahren Kirchengeschichte. Sie gibt uns alles, was wir brauchen, um heilig zu werden.

Genau deshalb gehen auch die jungen Menschen zur Alten Messe und sie kommen in Scharen. Während die Alten beim Haarausfall die Synodalkerze anzünden, pilgern die Jungen nach Chartres – und es werden jedes Jahr mehr. Alte Messe is so much younger than Novus Ordo now.

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

NEUESTE ARTIKEL

„Macht, was ihr wollt, ich bleibe katholisch“

Von Thorsten Paprotny „Macht, was ihr wollt, ich bleibe katholisch“ – diesen Ausspruch eines...

Wir brauchen die volle Dosis, um katholisch zu bleiben

Latein, Weihrauch, Opfergeist, Klartext. Die Sprache des Kreuzes und die Frömmigkeit der Heiligen. Das ist es, was...

Herr, bleibe bei uns: Kardinal Sarah über das Vertrauen auf die Vorsehung Gottes

Teil 4 von 4 „Nichts soll dich ängstigen. Sei immer froh!“, sagte Don Bosco...

Herr, bleibe bei uns: Kardinal Sarah über die Krise des Priestertums

Teil 3 von 4 Priester sind notwendig. Während Soldaten ihr Leben geben, damit...

Tagespost veröffentlicht Benedikts Beitrag im neuen Buch von Kardinal Sarah

Die Tagespost hat Benedikts Beitrag über das katholische Priestertum aus dem neuen Buch von Kardinal Sarah („Aus...

Ein Philosoph der Schönheit: Zum Tod von Roger Scruton

Roger Scruton ist tot. Am 12. Januar 2020 erlag der britische Philosoph seinem Krebsleiden. Er war...

Meist gelesen

- Advertisement -

Auch interessantÄHNLICHE ARTIKEL
für dich