„Denk ich an Deutschland in der Nacht …“ – Gedanken zur „Frankfurter Synodalversammlung“

„Denk ich an Deutschland in der Nacht,

Dann bin ich um den Schlaf gebracht,

Ich kann nicht mehr die Augen schließen,

Und meine heißen Thränen fließen.“

So dichtete Heinrich Heine 1844 in den „Nachtgedanken“ im Pariser Exil. Manchen mögen diese Verse in den Sinn kommen, wenn sie an nicht eine Nationalversammlung, sondern nur an die Versammlung des „Synodalen Weges“ in Frankfurt denken. Die Stunde der Kirchenfunktionäre ist wieder einmal gekommen. Gelassen allerdings werden auch sehr viele Katholiken bleiben, weil sie dieser Zusammenkunft vollständig indifferent gegenüberstehen. Oder fließen doch noch „heiße Thränen“?

Wieder einmal werden sich etliche Bischöfe, Theologen und noch mehr Kirchenfunktionäre zu Michel Foucaults „Humanwissenschaften“ bekennen und die aus ihrer Sicht überfällige römisch-katholische Kirche 2.0 vehement einfordern. Die Arbeit an der Marginalisierung der Kirche und der Selbstauflösung des Glaubens in Deutschland schreitet voran, die Nebelbildungen nehmen zu, die Stimmung ist gereizt – und der Karneval ist nie vorbei.

Bischof Dr. Georg Bätzing appellierte am ersten Tag der Synodalversammlung: „Heiliger Vater, wir bearbeiten hier nicht Texte, sondern schreiben Träume auf, die wachsen sollen.“

Vielleicht wäre die gute Fee die beste Adressatin. Erinnern sich an diese Fantasiegestalt, die sagt, wir alle, Sie und ich, hätten drei Wünsche frei? Die Märchen überlassen wir Katholiken den Brüdern Grimm. Was mich betrifft, so sage ich: Träume sind Träume, und wer damit glücklich ist, an ihre Erfüllung zu glauben, dem sei das von Herzen gegönnt. Auch allen Luftschlossbaumeistern in dieser seltsamen Zeit. Es könnte für viele noch ein besonderes Erwachen geben. Ich vertraue auf Gott: Schlafen Sie gut und träumen Sie schön, bleiben Sie Christus und Seiner Kirche treu. Wir dürfen trotz aller Irrlichter dieser Zeit von Herzen froh und gelassen bleiben. Denn es gilt weiterhin: Deinen Tod, o Herr, verkünden wir, und deine Auferstehung preisen wir, bis du kommst in Herrlichkeit. ER allein hat das letzte Wort.

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