Argumente für Tradition und Alte Messe: „Breaking Bad“ und „Sex and the City“

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David Shankbone [CC BY 3.0 (https://creativecommons.org/licenses/by/3.0)]
David Shankbone [CC BY 3.0 (https://creativecommons.org/licenses/by/3.0)]

„Breaking Bad“ und „Sex and the City“ sind zwei Serien, die in den vergangen Jahren sehr erfolgreich waren. „Breaking Bad“ war vor allem bei Männern beliebt, „Sex and the City“ bei Frauen. Beide Serien offenbaren einen säkularen Lifestyle, der im tragischen Nichts endet. Es gibt keine besseren Argumente für die Tradition als Kenntnisse von der Alternative.

Breaking Bad

In Breaking Bad bricht das Leben des Hauptdarstellers „Walter“, genannt „Walt (White) Heisenberg“, gespielt von Bryan Cranston, zusammen. Sinngemäß zur Bedeutung des Begriffs Breaking Bad, der übersetzt werden kann als „den rechten Weg verlieren“, „eine kriminelle Karriere einschlagen“, startet Walt eine Laufbahn als Drogendealer. Zu Beginn des Films ist er ein nicht gut verdienender Chemielehrer mit schlechter Laune und wenig Autorität. Aus dem Nichts erhält er dann die Diagnose: unheilbarer Lungenkrebs. Tragik bricht in sein Leben, das Schicksal schlägt zu. Überhäuft von Enttäuschungen und hoffnungslosen Perspektiven, gibt er sein bürgerliches Leben komplett auf.

Er will mit dem Herstellen der Droge Crystal Meth seine Krebsbehandlung finanzieren und seine Familie finanziell absichern. Obwohl der Krebs nicht heilbar ist, will er den verbleibenden Rest seines Lebens wenigstens finanzielle Sicherheit herstellen. La familia es todo, die anderen sind egal. Optisch weiht er sein neues Leben ein, indem er seine Kopfhaare zur Glatze abrasiert und sich einen Bart in Henriquatre-Art stehen lässt. Seine Frau möchte die Scheidung, nachdem sie von den Drogengeschichten erfahren hat. Sie beginnt eine Affäre.

Walts Familie distanziert sich immer mehr von ihm und in der letzten Folge stirbt er an den Folgen einer Schießerei. Sein Geld lässt er seinem Sohn zum 18. Geburtstag zukommen.

Sex and the City

Sex and the City spielt im heutigen New York und erzählt aus der Perspektive der Kolumnistin Carrie Bradshaw, gespielt von Sarah Jessica Parker, das Leben von vier New Yorkerinnen, die alle Anfang bis Ende Dreißig sind. Es geht vor allem, wie der Titel sagt, um deren Sexualleben, manchmal auch um Abtreibung und um Schuhe, Mode, Gewicht, Klatsch und Tratsch. Es ist eine Runde von vier modernen New Yorker Frauen, die in säkularen Tempeln ihren Eitelkeiten frönen. In der sechsten und letzten Staffel bekommt eine der vier Brustkrebs. Die Krankheit kann geheilt werden. Der Lifestyle muss nicht abbrechen.

Carrie träumt von ihrem „Mister Big“, mit dem sie bisher nie eine bleibende Beziehung aufbauen konnte. Am Ende der Serie sitzen sie vereint in New York. Was das weltliche Allerlei zu bieten hat, haben sie genossen oder erlitten. Sie sind zwar älter geworden, aber die Prioritäten haben sich kaum gewandelt. Sex & shoes for life – bis der Traummann klingelt. Aber er klingelt nicht. Und selbst wenn er klingelt: Die Erfüllung bleibt aus, der Alltag macht aus Traum Enttäuschung.

Die leeren Philosophien hinter den Serien

Beide Serien zeigen post-religiöse Lebensmodelle. Gott ist tot. Kirchen dienen bestenfalls noch als Museen für vergangene Zeiten. Bei Breaking Bad geht es um den Kampf für die Familie gegen das unfair-grausame Schicksal – mit Drogen und Gewalt. In Sex and the City geht es um die hedonistische Lebenswelt der New Yorkerinnen, in der das Tantum Ergo Sex und Schuhen gilt. Man hat es bereits aufgegeben, ja vollkommen vergessen, an jemanden jenseits von Familie, Freunde oder Lust zu glauben.

Oft wird die Abkehr von Gott als Befreiung dargestellt. Man sagt wie Brechts Galilei: „Eine neue Zeit ist angebrochen, ein großes Zeitalter, in dem zu leben eine Lust ist.“ Aber man bleibt nur bei sich selbst stehen und unfähig das ersehnte Glück dauerhaft herzustellen. Dann bleiben nur Langeweile oder Frust und Überdruss. Hinter den hellen Kulissen gibt es weder Glück noch Gerechtigkeit. Allein das dunkle Schweigen leuchtet in der Nacht New Yorks.

Umkehr zur Tradition und Alten Messe

“Unruhig ist unser Herz, bis es ruht in dir“, schreibt der heilige Augustinus. In unserem Herzen gibt es einen Ort, den niemand füllen kann außer Gott. Je mehr man versucht, die Leere mit Leidenschaften und Lastern zu füllen, je dunkler wird es.

Nichts kann damit konkurrieren, vor Gott zu knien. Immer mehr junge Menschen wachen auf, fragen nach der Wahrheit, nach dem, was wirklich erfüllt und froh macht. Sie landen bei der Tradition, weil sie erfahren, dass dort echte Religion und echte Orientierung ist.

In der Tradition gibt es Heilmittel. Sie können die tiefe Sehnsucht des Menschen stillen: Umkehr, Beichte, Alte Messe, Glaube an die Ehe und das Priestertum, Bereitschaft ganz katholisch zu sein. Dann muss unser Herz nicht mehr unruhig sein.

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2 Kommentare

  1. Als Katholik habe ich mit der Tradition natürlich kein Problem: wie schön ist es doch zur Beichte zu können, wie schön ist eine wahrhaft katholische Ehe, in der beide Partner deren wahre Bedeutung erkennen!

    Aber wozu dafür der Alte Ritus nötig ist, erschließt sich mir nicht. Ich kenne beide, besuche beide, beide haben ihre Daseinsberechtigung – aber was hier zur Zeit bzgl. des Alten Ritus geschieht, mit seiner absoluten Überhöhung, ist nichts als Vergötzung.

    Hier wird verzweifelt versucht, allen anderen, vor allem aber sich selbst, einzureden, es würde schon alles gut werden, wenn alle einfach nur zum Alten Ritus gehen würde. Welche Geschichtsbergessenheit! Vom Drama der Abtreibung abgesehen, sind die größten Verbrechen der Menschheit in Zeiten geschehen, in denen ausschließlich die Alte Messe existiert hat – und wurde auch von Katholiken verübt, die nur mit der Alten Messe aufgewachsen sind.

    Wie passt dies in die wahnwitzige Verklärungstherlorie der Alten Messe derer, die sie als einzig wahren Weg zu Gott verabsolutieren?

    Wahrer Glaube kann sich sowohl in der Alten Messe wie im Novo Ordo entwickeln. Alles andere widerspricht der Auffassung der Uns Sancta, und dass spalterische Tendenzen wie nicht nur, aber eben auch die Vergötzung der Alten Messe ebenso nicht nur, aber eben auch,aus Deutschland kommen, mag nicht überraschend sein, ist aber dennoch nicht weniger traurig.

    • Dass auch in einer NOM-Messe sich wahrer Glaube entwickeln kann, ist fraglos richtig. Auch ein Großteil der Befürworter der tridentinischen Messe werden ihre „Bekehrung“ erlebt haben, bevor sie das erste Mal Kontakt zum alten Ritus hatten, nur wenige werden sich dahin „zufällig“ verirrt haben.
      Aber in der Alten Messe, so wie sie heute durch eifrige, glaubensstarke Priester z.B. von den Petrusbrüdern gefeiert werden, hat man eine sehr hohe Sicherheit, eine heilige, ehrfurchtsvoll gefeierte Feier des heiligen Messopfers zu erleben. In einer NOM-Messe ist das auch möglich – aber selten!

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